Egal ob du im Urlaub chillen, am Strand liegen, surfen oder wandern möchtest: Die Kanarischen Inseln bieten Urlaub für jedermann. Wir verraten, was dich auf welcher Kanareninsel erwartet.

So ähnlich die Kanaren auf den ersten Blick zu sein scheinen, so unterschiedlich sind sie, wenn du genauer hinschaust. Jede der Inseln hat ihren eigenen Charme, jede ihre Besonderheiten. Du möchtest gern auf die Kanaren reisen, weißt aber nicht, auf welche der Inseln? Kein Problem. Im Folgenden erklären wir dir, was dich auf den jeweiligen Kanarischen Inseln erwartet.

Gran Canaria – Urlaub für jeden

Was darf es sein? Pittoreske Fischer- und Bauerndörfer? Wanderungen durch die Berge oder durch die Dünen? Oder doch lieber Party in der Großstadt? Gran Canaria hat alles in petto. Hier kannst du entspannt durch grüne Pinienwälder in den Bergen oder durch die Dünen von Maspalomas wandern.

 

Cran Canaria

Reiseuhu

Die Naturvielfalt der Insel ist ziemlich groß. Neben Bananen und Papayas werden auf der Insel auch Wein und Zuckerrohr angebaut. In den zahlreichen Weingütern und der Rumfabrik in Arucas werden sie weiterverarbeitet. Probieren könnt ihr diese in den Bars, Kneipen und Diskotheken vor allem im Süden der Insel. Wer weder Natur in den Bergen noch Urlaub am Strand sucht, für den ist die Inselhauptstadt Las Palmas de Gran Canaria die erste Wahl. Sie lockt mit ihren Bars und Clubs viele Nachteulen an. Sie gilt darüber hinaus als Surf-Hotspot der Insel.

Teneriffa – Die Insel der Superlative

Teneriffa ist die größte der Kanaren. Sie ist besonders für Naturliebhaber und Entspannungssuchende geeignet. Aber auch für diejenigen, die sich für Kultur und Gastronomie interessieren oder einfach nur die Sonne und den spektakulären Meerblick genießen wollen. Im Nordwesten der Insel ist der Ort Icod de los Vinos allein wegen seiner Lage sehenswert. Er befindet sich in einem fruchtbaren Tal und bietet eine schöne Aussicht auf den Teide, den höchsten Berg Spaniens. Dichte Kiefernwälder, Bananenbäume, ein tausendjähriger Drachenbaum und Weinberge prägen die Umgebung der 1501 gegründeten Stadt. Hier könnt ihr euch Herrenhäuser, Tempel und Klöster ansehen.

Teneriffa Teide

Celio Pires

Im Süden Teneriffas erwartet dich im Hafen von Puerto Colon oder Los Gigantes ein besonderes Erlebnis: das Beobachten von Walen. Anschließend kannst du an einen der vielen Strände, die die Südküste von Teneriffa umgeben, entspannen. Für den Abend bietet sich ein Besuch in der Fußgängerzone von Playa de las Américas, Milla de Oro, an. Hier bieten verschiedene Cafés, Restaurants und Clubs eine unterhaltsame Abwechslung.

Fuerteventura – für Surfer und Sonnenanbeter

Eine ganzjährige Durchschnittstemperatur von über 20 Grad und mehr als 300 Tage Sonne im Jahr – wo gibt’s denn so was? Auf Fuerteventura! Die Insel gilt als die sonnenreichste der Kanaren. Die insgesamt mehr als 150 Kilometer Strand und das türkisfarbene Wasser machen die Insel zu einem wahren Badeparadies – Karibikfeeling inklusive.

Fuerteventura

Myke Simon

Den Spitznamen »europäisches Hawaii« hat Fuerteventura aber nicht den traumhaften Stränden, sondern dem rauen Westen zu verdanken: Fuerteventura ist durch den starken, ablandigen Wind einer der Top-Kite-Spots in Europa. Besonders beliebt zum Ausüben dieses Trendsports ist die Playa de Sotavento, wo durch die Lagune sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene auf ihre Kosten kommen.. Das ist auch der Grund, weshalb bereits seit über 30 Jahren der Windsurfing & Kiteboarding World Cup auf der Insel ausgetragen wird.

Lanzarote – für Hobby-Geologen und Vulkan-Fans

Schwarze Strände, tiefe Krater und vulkanische Grotten: Lanzarote ist die Vulkaninsel schlechthin. Der vulkanische Ursprung der Insel gleicht der Mondlandschaft so sehr, dass die Europäische Raumfahrtagentur hier Trainingseinheiten für kommende Missionen abhält. Besonders imposant ist der Timanfaya-Nationalpark mit seinen Feuerbergen. Sie leuchten je nach Sonneneinstrahlung rot- oder orangefarben.

Im Süden Lanzarotes nahe des Touristenzentrums Playa Blanca liegen die Playas de Papagayo. Insgesamt sieben windgeschützte Buchten reihen sich entlang der Küste, nur durch Lavafelsen voneinander getrennt. Von der Erhebung südlich des Strands Playa Mujeres bietet sich Urlaubern ein besonderes Fotomotiv: türkisfarbenes Wasser, zerklüftetes Gestein, goldener Sand – und hoch oben auf einer der Klippen die Bar El Chiringuito.

Lanzarote - Kanarische Inseln

Lucy Joy

Weiß getünchte Häuser mit blauen Fenstern und Türen reihen sich in Caleta de Famara entlang sandiger Gassen. Das Fischerdorf in Lanzarotes Nordwesten grenzt direkt an die Playa de Famara – mit sechs Kilometern längster Strand der Insel. Dank optimaler Wind- und Wellenbedingungen insbesondere bei Surfern beliebt, dürfte dich der kleine Ort vor allem durch seine coole Atmosphäre überzeugen.

La Palma – Wandern im grünen Juwel

La Palma ist die grünste und – man ahnt es schon – regenreichste Insel der Kanaren. Hier stehen Natur, Astronomie, Wandern und Abgeschiedenheit hoch im Kurs. Der Nationalpark Caldera de Taburiente liegt im nördlichen Zentrum der Insel. Er bildet mit dem halbkreisförmigen Erosionskrater das Herzstück La Palmas. Der Kraterkessel misst rund acht Kilometer im Durchmesser und ist bis zu 2.000 Meter tief. Am Kraterrand ragen die höchsten Gipfel der Insel auf, wie der Roque de los Muchachos mit 2.426 Metern Höhe.

Los Tilos auf La Palma

David Monje

Einen guten Zugang in die Caldera bietet euch der Aussichtspunkt Mirador de Los Brecitos. Wer mag, kann auf markierten Wegen etwas in den Krater hinabsteigen oder am oberen Rand der Caldera entlangwandern. Dafür empfiehlt sich die Ruta de la Crestería. Sie verläuft entlang der Gipfel und bietet schöne Ausblicke auf beide Seiten. Die Tour beginnt am Roque de los Muchachos und endet am Erholungsgebiet Refugio del Pilar in El Paso.

La Gomera –  das Hippie-Paradies für Naturbegeisterte

La Gomera liegt rund 40 Kilometer westlich von Teneriffa und ist mit 378 Quadratkilometern die zweitkleinste der Kanaren. Neben ganzjährig mildem Klima bietet die Vulkaninsel eine raue ursprüngliche Landschaft mit vielen Schluchten, kleinen versteckten Naturstränden und süßen Fischerdörfern. Beliebt ist die Insel bei Naturliebhabern, Wanderern und Fahrradfahrern. Aber auch Familien und Kulturinteressierte werden auf La Gomera fündig.

La Gomera

Pawel Kazmierczak!hutterstock.com

Mehr als 30 Prozent der Insel stehen unter Naturschutz, besonders bemerkenswert ist die Pflanzenvielfalt auf La Gomera: Hier gedeihen mehr als 700 Pflanzenarten, rund 30 Arten wachsen ausschließlich auf der Insel. Die Unesco ernannte das Naturschutzgebiet des Garajonay-Nationalparks und seine ursprünglichen Lorbeerwälder 1986 zum Weltnaturerbe. 2012 erhielt die Insel in ihrer Gesamtheit die Auszeichnung als Biosphärenreservat.

Archaisch geht es im Hippie-Tal »Valle Gran Rey« zu. In den kleinen Berghöhlen direkt am Meer leben deutsche Auswanderer ganz ohne Strom und Wasser – dafür voll und ganz im Einklang mit der Natur. Beim Lagerfeuerabend am Meer kannst du dir bei Interesse einen Eindruck vom Leben der Aussteiger machen.

El Hierro – alles öko!

Wenn du deinen nächsten Urlaub nachhaltig und umweltbewusst verbringen möchtest, dann ist El Hierro die richtige Insel für dich. Das Eisen, wie die Insel wörtlich übersetzt heißt, gilt als Vorzeigemodell für nachhaltigen Tourismus. Die Insel setzt komplett auf erneuerbare Energien und gewinnt den gesamten Strom aus Wasser- und Windkraft. Bis heute gibt es keine großen Hotels und auch keine Autobahnen.

Camino de Jinama auf El Hierro

Robert Schneider/Shutterstock.com

Die Überfahrt von Teneriffa dauert mit dem Schnellboot zwei Stunden – und führt doch in eine andere Welt. Bis 1.500 Meter steigt die Insel in die Passatwolken auf und zeigt alle paar Kilometer eine andere Naturlandschaft. Sie ist somit ein Paradies für Wanderfreaks. Auf der Hochebene krümmen sich im Wacholderwald El Sabinar jahrhundertealte verkrüppelte Bäume.

La Graciosa – das unbekannte Küken

La Graciosa, die kleine, touristisch noch unerschlossene Nachbarinsel Lanzarotes ist erst im Jahr 2018 offiziell zur achten Insel der Kanaren ernannt worden. Auf der circa 29 Quadratkilometer großen Insel könnt ihr die wahrlich unberührte Natur der Insel genießen, denn es gibt keine asphaltierten Straßen, Strommasten oder Industrieanlagen. Ein Besuch in einem der beiden Fischerdörfer der Insel ist ein Geheimtipp für einen authentisch-kanarischen Erlebnisurlaub.

La Graciosa - Kanarische Inseln

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