Schottland schmeckt 2026 aufregender denn je: Von schwimmenden Fine-Dining-Erlebnissen über neue Destillerien bis hin zu Bäckereien, für die man gerne Schlange steht. Wer das Land über den Gaumen entdecken will, findet zwischen Tradition und Trend jede Menge überraschende Genussmomente. Neue Food-Highlights in Schottland.
Kulinarischer Tourismus bleibt auch 2026 ein zentrales Reisethema. Immer mehr Reisende möchten Schottland (hier geht es zu unserem Archiv) nicht nur sehen, sondern schmecken – und entdecken das Land über regionale Produkte, moderne Küche und kreative Food-Konzepte. Die schottische Kulinarik verbindet dabei Tradition mit Experimentierfreude und macht Genuss zum festen Bestandteil jeder Reise.
Shelf Discovery: Essen wie die Locals
Ein neuer Food-Trend heißt »Shelf Discovery«. Statt klassischer Souvenirs landen hier lokale Snacks im Koffer. Wer Schottland besucht, greift im Supermarkt einfach zu Produkten, die die Einheimischen lieben. Wie der kultige Softdrink Irn-Bru, eine Limonade mit Zitrusgeschmack, die aber in grell-oranger Farbe daherkommt und aus einer geheimen Mischung aus 32 Aromen besteht. Oder wie wäre es mit Chips mit Haggis-Geschmack oder einem würzigen Whisky-Käse? Snacks eignen sich nicht nur als beliebte Mitbringsel, sondern sind auch tolle, essbare Erinnerungen an die Reise.

Foto: JTTucker / Shutterstock.com
Bakery-Hopping statt Bar-Hopping
Der Bäckerei- oder besser, der Patisserie-Tourismus erlebt derzeit einen regelrechten Boom. Dank Instagram & Co. avancieren Patissiers wie der Franzose Cedric Grolet (hier geht es zu seinem Instagram-Account) zu Superstars mit Schneebesen und Spritzbeutel. An seiner Fensterscheibe drücken sich hunderte Fans die Nase platt, wenn er seine atemberaubenden Kreationen zubereitet. Auch in diesem Jahr planen viele Reisende gezielt Stopps bei angesagten Bäckereien ein. Denn wenn handwerkliche Perfektion auf Design trifft, wird es immer spannend. Ein bekanntes Beispiel in Schottland ist die ARAN Bakery in Dunkeld (hier geht es zur Instagram-Seite) in Perthshire, vor der sich regelmäßig lange Schlangen bilden. Die kunstvoll gestalteten Brote und Backwaren sind für viele längst ein eigenes Reiseziel.

Foto: Aran Bakery / Instagram
Fine Dining & neue Genussorte
Auch im Luxusbereich setzt Schottland eigene kulinarische Akzente. Exklusive private Dining-Erlebnisse, etwa in einem schwimmenden Boutiquehotel in Edinburgh, eröffnen neue Perspektiven auf gehobene Küche. Gleichzeitig entstehen innovative Genussprojekte in abgelegeneren Regionen, wie zum Beispiel eine neue Destillerie auf den Äußeren Hebriden, die mit Seetang-Botanicals arbeitet und den Geschmack der Küste einfängt. Wir haben ein paar spannende Locations für dich herausgesucht:
Fingals Chef’s Table in The Bridge, Edinburgh

Foto: fingaledinburgh / Instagram
Schiff Ahoi! Die frühere Brücke der Fingal, dem schwimmenden Boutiquehotel in Edinburgh (hier geht es zur Webseite), hat eine neue Bestimmung gefunden: Sie dient heute als exklusiver Rahmen für ein ganz besonderes Private-Dining-Erlebnis. Wo einst das Schiff navigiert wurde, erleben Gäste nun eine intime Genussreise, die an die maritime Vergangenheit anknüpft. Beim Chef’s Table in The Bridge nehmen kleine Gruppen von sechs bis zehn Personen Platz und genießen ein saisonal wechselndes Degustationsmenü – persönlich begleitet, überraschend inszeniert und so nah an der Küche Schottlands wie selten zuvor.
Dishoom, Glasgow

Foto: dishoom / Instagram
Seit August 2025 hat Glasgow ein neues kulinarisches Highlight, denn das Dishoom (hier geht es zur Webseite) ist in die Stadt gezogen. Der schottische Ableger der indischen Restaurant-Kette erstreckt sich über zwei Etagen in der ehemaligen Glasgower Börse und verbindet beeindruckende Architektur mit viel Atmosphäre. Innen fühlt sich alles ein bisschen wie ein Sprung ins Bombay der 1950er Jahre an. Aber in geheimnis- und stilvoll und mit einem Hauch Spionage-Flair. Auf der Speisekarte finden sich die beliebten Dishoom-Klassiker wie das Bacon-Naan-Sandwich oder das House Black Daal, dazu kommen Glasgow-Specials. Wie wäre es mit einem Haggis Pau oder einer besonderen Version des Cocktails Rob Roy? Indien in Schottland, but make it special.
Isle of Barra Distillery, Isle of Barra

Foto: isleofbarradistillers / Instagram
Auf der Isle of Barra gibt’s jetzt richtig was zu erleben – und das gleich doppelt! Denn schon die Anreise ist ein echtes Abenteuer. Die Flugzeuge landen hier direkt am Strand, was definitiv zu den spektakulärsten Landebahnen der Welt gehört. Direkt daneben hat ein 12-Millionen-Pfund-Projekt ein bekanntes Wahrzeichen in eine brandneue Whiskydestillerie verwandelt. Besucher können hier nicht nur bei einer Führung hinter die Kulissen schauen, sondern auch im Café entspannen oder im Shop stöbern. Besonders spannend: Die Destillerie (hier geht es zur Webseite der Distillery) experimentiert mit nachhaltig gewonnenen Meeresalgen und Honigwodka, sodass man die einzigartigen Aromen der schottischen Küste direkt probieren kann – und dabei gleichzeitig einen kleinen Einblick in die Geschichte der Insel bekommt.
Lannan Pantry, Edinburgh

Foto: lannanpantry / Instagram
Die bekannte Lannan Bakery, eine feste Größe in Edinburghs Bäckerszene und ein echter Hotspot für Foodies, hat Zuwachs bekommen: Direkt nebenan in Stockbridge wurde Lannan Pantry (hier geht es zur Webseite) eröffnet. Der kleine Laden überzeugt mit sorgfältig ausgewählten saisonalen Lebensmitteln und praktischen Haushaltsartikeln – viele davon finden auch in der Bäckerei selbst Verwendung. So setzt das Projekt den Zero-Waste-Gedanken der Bakery kreativ fort und lädt Besucher zum Stöbern, Einkaufen und Genießen ein.
