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Ein urbaner Kern, charaktervolle Stadtviertel und hervorragende Infrastruktur. Seattle ist eine Stadt, die für entspanntes Erkunden gemacht ist. Vom legendären Pike Place Market, der markanten Space Needle über die weitläufige Waterfront bis zu grünen Stadtparks lässt sich vieles bequem zu Fuß entdecken. Ideal für Paare, Individualreisende und alle, die urbane Energie mit Naturerlebnissen verbinden möchten. Nicht umsonst zählt Seattle in den USA regelmäßig zu den fünf fußgängerfreundlichsten Städten.

Zu Fuß durch das urbane Herz

Der Tag beginnt in Seattle am besten am Pike Place Market. Hier fliegen frische Fische durch die Luft, während die Händler ihre Ware mit artistischem Geschick jonglieren. Blumenstände verströmen intensive Düfte. Und in den kleinen Delis wartet die berühmte Clam Chowder im ausgehöhlten Brotlaib darauf, probiert zu werden.

Pike Place Market in Seattle.

Der Pike Place Market ist ein Must-see. | Foto: Johnny Zhu/Visit Seattle

Nur wenige Gehminuten entfernt erstreckt sich die Seattle Waterfront entlang der Elliott Bay. Die breite Uferpromenade ist perfekt zum Flanieren – mit Blick auf Möwen, Fähren und das glitzernde Wasser. Ein besonderes Highlight ist der neue Ocean Pavilion des Seattle Aquariums. Dieses entführt Besucher in die farbenfrohe Unterwasserwelt des Korallendreiecks im Indo-Pazifik. Im Aquarium begegnet man über 5.000 Tieren und Pflanzen, und mehr als 40 Korallenarten. Modernste Installationen erzählen die faszinierende Geschichte unseres Ozeans.

Weiter südlich wartet Pioneer Square. Seattles historisches Herz aus dem 19. Jahrhundert, mit viktorianischen Backsteinfassaden und charmanten Kopfsteinpflaster-Gassen. Das Viertel birgt ein besonderes Geheimnis: Nach dem großen Brand von 1889 wurde die Stadt einfach eine Etage höher wieder aufgebaut – die alten Straßen und Geschäfte liegen seitdem unterirdisch. Die legendären Underground Tours führen durch diese verborgene Stadt, wo heute noch die alten Schaufenster und Bürgersteige erhalten sind.

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Weitere Informationen

Seattle in den USA: Stadtviertel voller Charakter

Seattle setzt sich aus vielen individuellen Neighborhoods zusammen, von denen jedes seinen eigenen Rhythmus und Charme hat:

Belltown, direkt am Wasser gelegen, hat sich zum angesagten Szeneviertel entwickelt. Hier reihen sich moderne Restaurants, Design-Boutiquen und Kunstgalerien aneinander. Der perfekte Ort, um den Abend mit einem Craft Cocktail in einer der stylischen Bars ausklingen zu lassen.

Capitol Hill ist Seattles legendäre »Gayborhood« und das kreative Herz der Stadt. Das Viertel pulsiert vor Energie: bunte Straßencafés, trendige Bars, Vintage-Shops und eine lebendige Kunst- und Musikszene prägen das Straßenbild. Wer durch Capitol Hill schlendert, spürt sofort die offene, inklusive und progressive Atmosphäre, die Seattle so besonders macht.

Die Waterfront in Seattle.

An der Waterfront kann man hervorragend entspannen. | Foto: Visit Seattle

Ballard, einst ein verschlafenes Fischerdorf mit skandinavischen Wurzeln, hat sich zu einem der angesagtesten Viertel Seattles entwickelt. Heute reihen sich innovative Restaurants und trendige Craft-Brauereien entlang der Straßen, während das National Nordic Museum einen faszinierenden Einblick in die skandinavische Vergangenheit des Viertels bietet. Ein absolutes Muss sind die malerischen Ballard Locks, wo man Boote beim Durchfahren der Schleuse beobachten kann und Lachse die Fischtreppe hinaufschwimmen sieht. Besonders beliebt: The Walrus and the Carpenter, wo in entspannter Atmosphäre frische Austern und Meeresfrüchte serviert werden.

Fremont nennt sich selbst stolz das »Zentrum des Universums« und macht diesem selbstironischen Motto alle Ehre: Das bohemische Viertel zieht Künstler und junge Kreative an und ist bekannt für seine skurrilen Kunstwerke – darunter eine riesige Lenin-Statue und der legendäre Fremont Troll unter der Aurora Bridge. Sonntags lockt der Fremont Sunday Market mit über 150 bunten Ständen.

Panoramen und Parks  in Seattle in den USA

Ein absolutes Must-see ist der Kerry Park auf dem Queen Anne Hill. Dieser kleine Aussichtspunkt bietet das Postkartenpanorama schlechthin: die Space Needle im Vordergrund, dahinter die Skyline von Downtown, die Elliott Bay und bei klarem Wetter majestätisch am Horizont der Mount Rainier. Der kurze, wenn auch steile Aufstieg lohnt sich für diesen unvergesslichen Moment.

Der Turm Space Needle in Seattle.

Die Plattform der Space Needle bietet einen Panoramablick über Seattle. | Foto: @ppoppo2

Wer es grüner mag, findet im Gas Works Park eine faszinierende urbane Oase. Auf dem Gelände einer stillgelegten Gasfabrik am Lake Union ist ein Park entstanden, der das Industrieerbe kreativ in die Landschaft integriert. Weitläufige Wiesen laden zum Picknicken ein. Die rostigen Industrieruinen bieten einzigartige Fotomotive. Und der Blick auf die Skyline von Downtown über das glitzernde Wasser des Sees ist einfach atemberaubend. Hier lässt es sich wunderbar entspannen, ein Buch lesen oder einfach das urbane Leben aus der Distanz beobachten.

Nicht zu vergessen der Olympic Sculpture Park, wo zeitgenössische Kunstwerke auf spektakuläre Wasserblicke treffen. Dieser kostenlos zugängliche Skulpturenpark am Ufer ist ein Ort zum Verweilen, Staunen und Durchatmen – urbane Kunst vor der Kulisse von Elliott Bay und den schneebedeckten Olympic Mountains.

Hier warten echte Outdoor-Abenteuer

Seattle zeigt sich als perfekte Symbiose aus Stadt und Natur: Der über 32 Kilometer lange Burke-Gilman Trail beginnt am Golden Gardens Park und führt bis nach Bothell. Der Abschnitt bei Ballard verläuft entlang historischer Schifffahrtskanäle durch grüne Abschnitte und ist ideal zum Spazieren oder Radfahren. Am Ende warten die Ballard Locks, wo man den Schiffen beim Passieren der Schleusenkammern zusehen kann. Am Alki Beach im Stadtteil West Seattle bietet sich ein entspannter Strandspaziergang mit Blick auf die Skyline in der Ferne an. Zwischen Strandbars, Food Trucks und Cafés lässt sich hier der perfekte Sundowner genießen.

Für echte Outdoor-Fans ist der Discovery Park ein Muss. Mit über 200 Hektar ist er der größte Park der Stadt und bietet Küstenwanderwege, dichte Wälder, versteckte Buchten und einen historischen Leuchtturm. Ein idealer Ort zum Wandern, für ein ausgedehntes Picknick oder einfach, um die Seele baumeln zu lassen und den Alltagsstress hinter sich zu lassen.

Der Discovery Park in Seattle.

Der Discovery Park in Seattle. | Foto: Rachael Jones/Visit Seattle

Nachhaltig mobil – ganz ohne Auto

Seattle beweist, wie moderne Stadtplanung funktionieren kann. Downtown, die Waterfront und die meisten Neighborhoods sind hervorragend zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Das Light Rail System verbindet die wichtigsten Punkte effizient, Straßenbahnen und Busse ergänzen das Netz optimal. Für weitere Strecken bieten sich die ikonischen Fähren auf dem Puget Sound an – sie sind nicht nur praktisches Transportmittel, sondern ein Erlebnis für sich. Die Überfahrt eröffnet immer wieder neue Perspektiven auf die Skyline, die umliegenden Inseln und bei gutem Wetter auf die schneebedeckten Gipfel der Cascade Range.

Warum Seattle?

In Seattle beginnt der Tag mit einem Bummel durch lebendige Märkte voller Aromen und Atmosphäre, führt über Uferpromenaden mit Meerblick oder durch kreative Stadtviertel und endet mit spektakulären Panoramen über Berge und Ozean. Die Stadt verbindet urbanen Lifestyle mit naturnahem Lebensgefühl auf einzigartige Weise – und lässt sich dabei erstaunlich entspannt und nachhaltig erkunden.

Weitere Infos findest du auf der Website von Visit Seattle.