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Der Gardasee im Norden Italiens ist ein beliebtes Urlaubsziel. Fast ein bisschen zu beliebt. Zu den Hauptreisezeiten schieben sich die Touristen in Massen durch die kleinen Gassen der umliegenden Städtchen. Die Gemeinde Sirmione, die auf einer Halbinsel im Gardasee liegt, hat davon genug – und vor Ostern ein neues Maßnahmenpaket verabschiedet. 

Überfüllte Straßen, keine Parkplätze – und kein ruhiger Moment für Anwohner. Die 8.000-Einwohner-Stadt Sirmione am Gardasee in Italien weiß in den Hauptreisezeiten kaum wohin mit den Touristen.

Im Mai vergangenen Jahres reisten so viele Besucher auf einmal nach Sirmione, dass der Zugang zur Altstadt über die Zugbrücke Ponte Levatoio und die Gassen des Städtchens stundenlang blockiert waren. Solche Situationen will die Gemeinde mit einem am 6. März verabschiedeten Maßnahmenpaket künftig verhindern.

Blick auf Sirmione.

Foto: zedspider/Shutterstock.com

Das sind die neuen Regeln in Sirmione

Wie unter anderem die italienische »GardaPost« berichtet, gelten ab sofort folgende Regeln:

  • An den Wochenenden in der Hauptsaison und Feiertagen wird die historische Altstadt zwischen 14 und 19 Uhr für Autos gesperrt. Sicherheitskorridore bleiben durchgehend geöffnet, um die Durchfahrt von Einsatzfahrzeugen und einen geordneten Verkehrsfluss zu gewährleisten.
  • Reisebusse müssen künftig einen Stellplatz auf dem Parkplatz Monte Baldo reservieren.
  • Der Parkplatz Grifo bietet weiterhin bis 21 Uhr einen kostenlosen Shuttle-Service an und Hotelgäste können mit Elektro-Golfcarts zu ihrer Unterkunft fahren.
  • Die Gemeinde setzt zudem verstärkt Sicherheitspersonal ein. Die sogenannten Street Tutors sind zukünftig an 105 Tagen im Dienst, bislang waren es 38. Zudem wird die örtliche Polizei durch vier Saisonkräfte und Kollegen aus der Gemeinde Desenzano del Garda unterstützt. Der Zivilschutz übernimmt die Küstenüberwachung.

So will Sirmione die Einheimischen besänftigen

Auch die Einwohner von Sirmione, für die der Massenandrang Fluch und Segen zugleich ist, sollen aus dem neuen Maßnahmenpaket einen Vorteil ziehen können: Laut der »GardaPost« erhöht die Gemeinde die Anzahl der Anwohnerparkplätze in der Altstadt von 62 auf 87. Ob das allein den Bewohnern hilft? Man wird es sehen.