Italien-Reisende sollten sich aktuell gründlich informieren, bevor sie an den Bahnhof oder zum Flughafen fahren. Nach den zahlreichen Streiks im Juni stehen weitere im Juli an.
Wer derzeit nach Italien reist und von dort aus die Heimreise antritt, muss jetzt einmal tief durchatmen. Denn es wird gestreikt. Und zwar sowohl bei der Bahn, als auch an den Flughäfen. Bereits Mitte Juni legten viele Angestellte ihre Arbeit nieder, nun stehen weitere Streiks im Juli an. Eine Übersicht.
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Nachdem im Juni landesweit bei Trenitalia gestreikt wurde, steht bei der Bahn im Juli nur ein Streik in Palermo an. Das berichtet »Travel Quotidiano« (Link zur Website), eine italienische Nachrichtenseite für die Tourismusbranche. Am Dienstag, 7. Juli 2026, will das Personal der italienischen Infrastrukturgesellschaft der staatlichen Eisenbahn RFI Doit die Arbeit von 9 bis 17 Uhr niederlegen.
Während des Streiks müssen Bahnreisende mit Fahrplanänderungen, Verspätungen und Ausfällen rechnen. Um mögliche Unannehmlichkeiten zu verringern, sollten Betroffene regelmäßig die aktuellen Informationen auf den Websites der Bahngesellschaften verfolgen.

Foto: Locomotive74/Shutterstock.com
Streiks an Flughäfen in Italien im Juli
Von den Streiks an den Flughäfen werden deutlich mehr Menschen betroffen sein: Starke Nerven sollten Italien-Reisende am Sonntag, 5. Juli 2026, haben, denn dann legen Angestellte gleich an mehreren Airports ihre Arbeit nieder:
- Am Flughafen Mailand-Malpensa streikt das Personal der Flugsicherungsgesellschaft ENAV 24 Stunden lang sowie die FedEx Corporation von 14 bis 18 Uhr.
- An den römischen Airports Fiumicino und Ciampino kommt es bei Adr Security von 10 bis 18 Uhr zum Stillstand.
- Ein landesweiter Streik findet 24 Stunden lang bei den Bodenabfertigungsdienstleistern statt (Assohandlers).

Foto: Filippo Carlott/Shutterstock.com
In Mailand-Malpensa kann es zusätzlich am Dienstag, 21. Juli 2026, zu Verspätungen und Ausfällen kommen. An diesem Tag legen die Beschäftigten von Alha und Mle-Bcube (zwei Logistikunternehmen, die für die Bodenabfertigung und den Frachtumschlag (Air Cargo) zuständig sind) für 24 Stunden die Arbeit nieder.
Wer von Flugausfällen oder erheblichen Verspätungen betroffen ist, sollte sich über seine Rechte informieren. Die europäische Verordnung 261/2004 sieht vor, dass Passagiere eine Erstattung des Flugtickets und eine Ausgleichszahlung zwischen 250 und 600 Euro erhalten können, wenn ein Flug weniger als 14 Tage im Voraus annulliert wird oder sich um mehr als 3 Stunden verspätet – sofern keine außergewöhnlichen Umstände vorliegen wie etwa Unwetter oder medizinische Notfälle.
Übrigens: Erst kürzlich hat die EU eine Reform der Fluggastrechte beschlossen.


