Die Elfenbeinküste vereint zwischen Ozean, Savanne und Regenwald zahlreiche Landschaften und Kulturen. Und das auf einer Fläche von rund 322.000 Quadratkilometern (etwas kleiner als Deutschland). Wir stellen die schönsten Orte genauer vor.
Abidjan: Die Metropole am Wasser
Die meisten Besucher erreichen die Elfenbeinküste über Abidjan. Die Wirtschaftsmetropole gilt als eine der größten und modernsten Städte Afrikas südlich der Sahara. Mehr als sechs Millionen Menschen leben in der Region.

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Auf den ersten Blick erinnert manches an amerikanische Großstädte. Hochhäuser prägen die Skyline des Geschäftsviertels Plateau. Breite Boulevards führen entlang von Lagunen, Brücken verbinden die verschiedenen Stadtteile miteinander.
Besonders beliebt bei Besuchern ist das Viertel Cocody mit seinen Restaurants, Cafés und Uferpromenaden. Wer das moderne Afrika erleben möchte, findet hier einen spannenden Kontrast zu den oft gezeichneten Klischees über den Kontinent.
Wer durch das Geschäftsviertel Plateau fährt, entdeckt zwischen den Hochhäusern eines der markantesten Bauwerke Abidjans: die Mosquée Salam du Plateau. Die große blaue Kuppel ist schon von weitem sichtbar und gehört zu den bekanntesten Fotomotiven der Stadt.

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Die Moschee steht exemplarisch für die Mischung aus Moderne und Tradition, die viele Besucher in Abidjan überrascht. Während rundherum Banken, Hotels und Bürogebäude das Stadtbild prägen, bildet das religiöse Bauwerk einen ruhigen Gegenpol im hektischen Zentrum der Millionenmetropole.
Assinie: Der Badeort der Ivorer
Nur rund zwei Stunden östlich von Abidjan liegt Assinie, einer der bekanntesten Badeorte des Landes. Dort treffen Atlantik und Lagune aufeinander. Kilometerlange Sandstrände ziehen vor allem wohlhabende Einwohner aus Abidjan an, die hier ihre Wochenenden verbringen.
Viele Reisende sind überrascht, wie karibisch die Landschaft wirkt. Palmen säumen die Küste, Fischerboote schaukeln auf dem Wasser und zahlreiche kleine Resorts bieten direkten Strandzugang.
Assinie zählt zu den Orten, an denen sich die touristische Zukunft des Landes besonders deutlich zeigt. Während andere afrikanische Stranddestinationen wie Sansibar oder Mauritius längst weltweit bekannt sind, bleibt die Elfenbeinküste bislang vergleichsweise unentdeckt.
Grand-Bassam: Kolonialgeschichte am Meer
Etwa 40 Kilometer östlich von Abidjan liegt Grand-Bassam. Die ehemalige Hauptstadt der französischen Kolonie gehört seit 2012 zum Unesco-Weltkulturerbe.
Historische Verwaltungsgebäude, alte Villen und breite Straßen zeugen von der kolonialen Vergangenheit. Gleichzeitig herrscht eine entspannte Atmosphäre. Viele Besucher kombinieren einen Stadtrundgang mit einem Strandbesuch oder einem Essen in einem der Restaurants direkt am Meer.

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Grand-Bassam gehört zu den wichtigsten Kulturstätten des Landes und vermittelt einen Eindruck davon, wie die französische Kolonialzeit die Region geprägt hat.
Nationalparks mit Elefanten und Schimpansen
Der Name Elfenbeinküste geht ursprünglich auf den Handel mit Elfenbein zurück. Heute stehen Elefanten unter Schutz und sind nur noch in einigen Nationalparks anzutreffen.
Der bekannteste ist der Taï-Nationalpark im Südwesten des Landes. Er zählt zu den letzten großen tropischen Regenwäldern Westafrikas und gehört zum Unesco-Weltnaturerbe. Hier leben Waldelefanten, Zwergflusspferde Schimpansen und Diana-Meerkatzen.

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Besonders berühmt ist der Park für seine Schimpansenpopulation. Wissenschaftler erforschen die Tiere seit Jahrzehnten. Einige Gruppen sind dafür bekannt, Werkzeuge zu benutzen, um Nüsse zu knacken – ein Verhalten, das nur bei wenigen Schimpansenpopulationen weltweit beobachtet wird.
Im Norden verändert sich die Landschaft deutlich. Dort dominieren Savannen und offene Graslandschaften. Der Comoé-Nationalpark gehört zu den größten Schutzgebieten Westafrikas und bietet Lebensraum für Antilopen, Büffel und zahlreiche Vogelarten.
Yamoussoukro und die größte Kirche Afrikas
Die Hauptstadt des Landes heißt Yamoussoukro. Viele Reisende wundern sich darüber, denn wirtschaftlich und kulturell spielt Abidjan die deutlich größere Rolle. Die Stadt wurde zur Hauptstadt erklärt, weil sie die Heimat des ersten Präsidenten Félix Houphouët-Boigny war. Dessen größtes Vermächtnis prägt bis heute das Stadtbild: die Basilika Notre-Dame de la Paix.
Der monumentale Kirchenbau orientiert sich am Petersdom in Rom und gilt als eine der größten Kirchen der Welt. Die gewaltige Kuppel ragt weit über die Stadt hinaus und wirkt in der vergleichsweise dünn besiedelten Umgebung beinahe surreal.

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Kulinarik zwischen Frankreich und Westafrika
Auch kulinarisch vereint die Elfenbeinküste unterschiedliche Einflüsse. Französische Traditionen treffen auf westafrikanische Küche. Zu den bekanntesten Gerichten zählt Attiéké. Die Beilage aus fermentiertem Maniok ähnelt Couscous und wird häufig mit gegrilltem Fisch oder Fleisch serviert.

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Beliebt sind außerdem würzige Eintöpfe, gegrillte Kochbananen und frische Meeresfrüchte. In den Städten finden Besucher zugleich französische Bäckereien, Cafés und Restaurants, die an die koloniale Vergangenheit erinnern.
Die Kakaoproduktion spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Elfenbeinküste ist seit Jahren der größte Kakao-Produzent der Welt. Ein großer Teil der Schokolade, die in Europa verkauft wird, beginnt ihre Reise auf den Plantagen des Landes.
Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Tourismus-Website der Elfenbeinküste.


