Mit der Eröffnung von Fagerholm Island im Schärenmeer und der Aurora Radar Station in der arktischen Tundra entstehen zwei außergewöhnliche Destinationen in Finnland, die »Ultra-Privacy« nicht als Abgrenzung, sondern als bewusste Rückkehr zum Wesentlichen verstehen. Beide Orte richten sich an Reisende, die Qualität über Quantität stellen und Nachhaltigkeit nicht als Trend, sondern als Haltung begreifen.
Fagerholm Island: Inselruhe zwischen Tradition und Zukunft
Im Schärenmeer vor Turku, wo tausende Inseln das Meer in ein stilles Mosaik verwandeln, liegt Fagerholm Island. Nach einer behutsamen Einführungsphase hat das inhabergeführte Refugium nun offiziell eröffnet und positioniert sich als exklusiver Rückzugsort für Luxusreisen, Naturerlebnisse und intime Feiern in Finnland.
Die Insel, einst Teil der finnischen Küstenwache, wurde mit großer Zurückhaltung transformiert. Statt demonstrativem Luxus setzt Fagerholm auf Authentizität: restaurierte Holzbauten, natürliche Materialien, Kerzenlicht statt Inszenierung. Gäste bewegen sich hier im Rhythmus der Natur – bestimmt von Wind, Licht und Jahreszeiten, wie es seit Jahrhunderten Teil der finnisch-schwedischen Inselkultur ist.

Foto: Visit Finland
Fagerholm versteht sich nicht als Hotel, sondern als bewohnte Kulturlandschaft. Die Erlebnisse sind bewusst kuratiert und persönlich: traditionelle Krebsfeste im Spätsommer, lange Abende am Feuer mit lokalen Geschichten, Blumenkränze im Mittsommer, winterliche Stille mit knisterndem Eis am Ufer. Drei unterschiedliche Saunen, darunter eine klassische Holzsauna und eine am Meer gelegene Sauna mit direktem Zugang zum kalten Wasser, spiegeln die zentrale Rolle der Saunakultur im finnischen Lebensgefühl wider: Reinigung, Ruhe, Gemeinschaft.
Nachhaltigkeit als Selbstverständnis
Mit der Green Island Initiative verfolgt Fagerholm einen konsequent regenerativen Ansatz. Energiegewinnung, Wassermanagement und Bauweise folgen modernsten Clean-Tech-Standards. Ziel ist nicht nur der Schutz, sondern die aktive Bewahrung des empfindlichen Inselökosystems. »Luxus entsteht für uns dort, wo Zeit, Natur und menschliche Nähe wieder Bedeutung bekommen«, sagt Managing Director Serena Koivurinta. Weitere Informationen über die Insel gibt es auf der Webseite von Fagerholm Island.
Aurora Radar Station: Absolute Stille im hohen Norden
Mehr als tausend Kilometer nördlich, nahe Hetta in Finnisch-Lappland, liegt ein Ort, der jahrzehntelang von der Außenwelt abgeschirmt war. Die Aurora Radar Station, einst militärisches Sperrgebiet aus Zeiten des Kalten Krieges, wurde vom Unternehmen Luxury Action in ein Refugium verwandelt, das heute zu den abgeschiedensten Luxusdestinationen Europas zählt.
Die Lage ist spektakulär: weite Tundra, keine Straßenlichter, kein Funkrauschen, kein visuelles Ablenkungsrauschen. Stattdessen Dunkelheit – und ein Himmel, der in klaren Winternächten von Nordlichtern durchzogen wird. Dank der extrem geringen Lichtverschmutzung gilt das Gebiet als einer der besten Orte weltweit zur Beobachtung der Aurora Borealis.

Foto: Visit Finland
Die Station bietet Platz für bis zu 26 Gäste und verbindet reduziertes, hochwertiges Design mit tiefem Respekt vor der Umgebung. Architektur und Innenräume folgen dem Prinzip der nordischen Zurückhaltung. Klare Linien, warme Materialien, große Fensterflächen, die den Blick nach draußen lenken – dorthin, wo die eigentliche Inszenierung stattfindet.
Ein zentrales Element ist die Einbindung der Sámi-Kultur, deren Wissen über Natur, Jahreszeiten und Tiere bis heute prägend für Lappland ist. Begegnungen mit lokalen Guides, traditionelle Erzählungen und naturbasierte Rituale machen den Aufenthalt zu mehr als einer spektakulären Kulisse. Weitere Informationen über die Aurora Radar Station gibt es auf der Webseite des Veranstalters Luxury Action.
