Die French Open – offiziell Roland-Garros – gehören zu den größten Sportereignissen Europas und sind für Tennisfans aus Deutschland ein perfektes Reiseziel. Das Grand-Slam-Turnier findet jedes Jahr im Stade Roland-Garros im Westen von Paris statt und zieht Ende Mai bis Anfang Juni Hunderttausende Besucher an. 2026 läuft das Turnier vom 24. Mai bis 7. Juni. Wer live dabei sein möchte, sollte Tickets früh buchen und sich rechtzeitig um Hotel und Anreise kümmern.
Während die Mutua Madrid Open gerade in vollem Gange sind und die Sandplatz-Saison so richtig Fahrt aufnimmt, richtet sich der Blick vieler Tennisfans bereits auf die nächsten Highlights: das Internazionali BNL d’Italia in Rom (ab 5. Mai) und – natürlich – das zweite (nach den Australian Open in Melbourne) Grand-Slam-Highlight des Jahres, die French Open in Paris.
Die Blicke der deutschen Fans richten sich besonders auf Alexander Zverev. Der aktuelle Weltranglisten-Dritte hat auf Sand in den letzten Jahren gute Leistungen gezeigt und gilt als einer der Anwärter auf den Titel in Roland Garros. Wer weiß – vielleicht feiern wir in diesem Jahr endlich den ersten deutschen French-Open-Sieg seit Steffi Grafs Triumpf 1999.
Du willst in Paris live dabei sein? Dann wird es spätestens jetzt Zeit, zu planen und zu buchen. Hier alle wichtigen Infos zu Tickets, Hotels und zur Anreise.
Tickets für die French Open in Paris: Welche Kategorien gibt es?
Die offizielle Ticketplattform ist die Roland-Garros-Webseite selbst. Dort werden sowohl Einzeltickets als auch Hospitality- und Reise-Packages angeboten. Besonders beliebt sind Tickets für den Court Philippe-Chatrier, den Centre Court mit rund 15.000 Plätzen. Auch die Courts Suzanne-Lenglen und Simonne-Mathieu sind stark gefragt. Zusätzlich gibt es Grounds-Pässe für die Außenplätze.

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Die günstigste Möglichkeit ist die sogenannte Opening Week, die Eröffnungswoche, mit Qualifikationsspielen vom 18. bis 22. Mai. Diese Tickets gelten als Geheimtipp, weil man neben den Quali-Spielen auch viele Topspieler beim Training oder auf kleineren Courts erleben kann – und das für deutlich weniger Geld als in der Hauptturnierwoche. Auf der Plattform Reddit nennen Paris-Reisende dafür Einstiegspreise ab etwa 29 Euro pro Ticket.
Für die Hauptrunde steigen die Preise:
- Grounds Pass/Außenplätze: ab etwa 35 Euro aufwärts
- Show Courts Day Session: ab etwa 199 Euro
- Night Session auf Philippe-Chatrier: ab etwa 299 Euro
- Damenfinale: ab etwa 550 Euro
- Herrenfinale: ab etwa 750 Euro aufwärts
Die offiziellen Hotel-und-Ticket-Packages starten 2026 beispielsweise:
- Erste Runde: ab 330–360 Euro inklusive Ticket und eine Hotelnacht
- Final-Wochenende: ab 2.000 Euro für Final-Packages
Viele deutsche Reisende fragen sich, ob die Buchung über die offizielle French-Open-Website günstiger ist als Einzelbuchungen über Hotelportale plus separates Ticket.

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Die Antwort lautet: nicht zwingend günstiger, aber oft sicherer und stressfreier.
Die offiziellen Roland-Garros-Packages beinhalten Tickets direkt vom Veranstalter plus Hotelübernachtung. Gerade für Halbfinal- und Finalspiele kann das ein großer Vorteil sein, weil die Tickets schnell ausverkauft sind oder nur noch teure Resale-Angebote verfügbar sind. Die offiziellen Erstrunden-Packages starten beispielsweise ab 330 Euro inklusive Übernachtung. Das ist preislich oft konkurrenzfähig mit einem separaten Kauf aus Hotel und Premium-Ticket.
Für Besucher mit kleinerem Budget ist Einzelbuchung jedoch meist günstiger: Wer Opening-Week-Tickets oder Grounds-Pässe kauft und ein Hotel außerhalb des 16. Arrondissements wählt, spart eine Menge Geld. Die Final-Packages für ab 2.000 Euro zeigen, dass Komfort und garantierte Top-Tickets ihren Preis haben.
VIP-Hospitality: Luxus-Erlebnis bei den French Open
Wer das French-Open-Erlebnis auf einem ganz anderen Niveau genießen möchte, für den lohnt sich ein Blick auf die offiziellen Hospitality-Pakete. Die Pakete bieten ein VIP-Erlebnis weit über normale Tickets hinaus. Du erhältst nicht nur erstklassige Sitzplätze (meist Category 1 oder Gold auf dem Centre Court Philippe-Chatrier), sondern auch ganztägigen Zugang zu exklusiven Lounges mit Gourmet-Catering, offener Bar (Weine, Champagner, Softdrinks), Terrassen und einem eigenen VIP-Eingang.

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Die Pakete richten sich zwar hauptsächlich an Unternehmen, eignen sich aber auch für besondere private Anlässe. Die wichtigsten Hospitality-Locations:
- Le Pavillon (4-Sterne-Erlebnis): Direkt neben den Trainingsplätzen der Profis – ideal, um Spieler beim Aufwärmen zu beobachten. Große Terrasse (ca. 500 Quadratmeter Außenbereich), entspannte Atmosphäre. Es gibt ein Walking-Buffet (erste Woche) bzw. ein sitzendes Menü (zweite Woche) mit französischer Gourmet-Küche. Perfekt für alle, die Nähe zu den Spielern schätzen.
- La Mezzanine (4-Sterne-Erlebnis): Nur wenige Schritte vom Court Philippe-Chatrier entfernt: La Mezzanine liegt im ersten Stock der historischen Orangerie in den Serres d’Auteuil. Stilvolles, modernes Ambiente mit Terrasse, Cocktail- bzw. Dinner-Format und hochwertigem Catering. Eine sehr gute Mischung aus Komfort, Design und direkter Nähe zum Centre Court.
- L’Orangerie (5-Sterne-Erlebnis): Das luxuriöseste klassische Hospitality-Angebot: die historische Orangerie mitten in den Serres d’Auteuil, nur rund 100 Meter vom Centre Court entfernt. Elegante Salons, große Terrasse und ein gehobenes sitzendes Gourmet-Menü (Lunch oder Dinner) sorgen für ein deutlich exklusiveres Erlebnis. Besonders empfehlenswert für Gäste, die Wert auf Atmosphäre, Ruhe und höchsten Komfort legen.
Was kosten die Hospitality-Pakete bei den French Open in Paris?
Folgende Preise gelten pro Person und pro Tag. Sie steigen stark im Verlaufe des Turniers:
- Frühe Runden (1.–3. Runde): ab ca. 380–600 €
- Mittlere Runden (Achtel- und Viertelfinale): 700–1.200 €
- Halbfinale & Finale: deutlich über 1.500–3.000+ € (besonders bei Night Sessions oder Finals)
Beispiele:
- Le Pavillon an einem frühen Tag: ca. 550–900 €
- L’Orangerie an einem Viertelfinal-Tag: oft 1.000–1.800 €
French Open in Paris: Tipps zur Anreise aus Deutschland
Von Deutschland aus ist Paris sehr gut mit Bahn oder Flugzeug erreichbar. Die Anreise per Zug ist besonders entspannt und zudem ein Muss für alle, die eine umweltfreundliche Paris-Reise unternehmen wollen.
Die Hochgeschwindigkeitsverbindungen sind komfortabel und oft die beste Wahl:
- Von Köln fährt der Eurostar (ehemals Thalys) in ca. 3,5 Stunden direkt zum Paris Gare du Nord.
- Von Frankfurt und Stuttgart verkehren ICE/TGV meist zum Paris Gare de l’Est (Fahrzeit Frankfurt ca. 3 Std. 40 Min., Stuttgart ca. 3 Std. 20 Min.).

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Von beiden Bahnhöfen (Gare du Nord oder Gare de l’Est) gelangst du mit der Metro in 35–50 Minuten zum Stade Roland-Garros. Die beste Verbindung lautet in der Regel: Metro Linie 4 oder 5 bis zur Umsteigestelle Odéon, dann Linie 10 bis Porte d’Auteuil (nur ca. 5 bis 10 Minuten Fußweg zum Turniergelände).
Die meisten Flüge aus Deutschland landen auf den Flüghäfen Charles de Gaulle oder Orly. Von dort geht es weiter mit:
- RER B + Metro (ca. 50–70 Min.)
- oder Taxi/Uber (ca. 30–60 Min. je nach Verkehr)
U-Bahn und Bus zum Stadion der French Open
Das Stade Roland-Garros liegt im 16. Arrondissement nahe dem Bois de Boulogne.
Die wichtigsten Metrostationen sind:
- Porte d’Auteuil (Linie 10)
- Michel-Ange Auteuil (Linie 9 und 10)
- Michel-Ange Molitor (Linie 9 und 10)
Von dort läuft man etwa 5 bis 10 Minuten bis zum Stadion.
Auch mehrere Buslinien fahren in die Nähe, darunter:
- Bus 32
- Bus 52
- Bus 62
- Bus 123
- Bus PC1
Besonders an Finaltagen ist die Metro deutlich entspannter als Taxi oder Uber, da rund um das Gelände oft starker Verkehr herrscht.
French Open in Paris: Hotels in der Nähe
Wer nah am Turnier wohnen möchte, sollte im 16. Arrondissement oder in Boulogne-Billancourt suchen. Diese Viertel sind deutlich praktischer als klassische Touristenlagen rund um Louvre oder Opéra.
Gute Optionen sind zum Beispiel:
- Molitor Hotel & Spa Paris – MGallery Collection – sehr nah am Stadion, luxuriös und beliebt bei Tennisfans
- ibis Styles Paris 16 Boulogne – solide Mittelklasse in guter Lage
- Holiday Inn Paris – Auteuil by IHG – gute Metroanbindung
- Hotel Villa Escudier – ruhig gelegen in Boulogne-Billancourt
- Hôtel Eiffel Kennedy – etwas zentraler, dennoch gut erreichbar
Wer günstiger wohnen möchte, kann auch Richtung Porte de Versailles oder Issy-les-Moulineaux suchen, etwa bei OKKO Hotels Paris Porte De Versailles oder Eklo Hotels Paris Porte de Versailles. Die Metroverbindung ist auch hier gut, und die Übernachtungspreise sind spürbar niedriger.
Fazit: Wer die French Open live erleben will, sollte früh buchen – denn die besten Plätze in Paris sind oft schneller vergeben als der erste Aufschlag auf dem Court Philippe-Chatrier.
Tipps für deutsche Besucher
Häufige Fragen
Wann finden die French Open 2026 statt?
Das Turnier läuft vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 im Stade Roland-Garros im 16. Arrondissement von Paris. Wer die Qualifikationsrunden erleben möchte, kann bereits ab dem 18. Mai anreisen. Die sogenannte Opening Week gilt als Geheimtipp mit deutlich günstigeren Tickets.
Wie viel kosten Tickets für die French Open?
Die Preisspanne ist groß. Grounds-Pässe für die Außenplätze sind ab etwa 35 Euro erhältlich, Tickets für die Show Courts beginnen bei rund 199 Euro. Finaltickets kosten 550 Euro (Damen) beziehungsweise ab 750 Euro (Herren). Night Sessions auf dem Philippe-Chatrier starten bei etwa 299 Euro. Tickets gibt es ausschließlich über die offizielle Roland-Garros-Website.
Lohnt sich ein offizielles Hotel-und-Ticket-Package?
Kommt drauf an. Das ist nicht zwingend günstiger, aber oft sicherer. Die offiziellen Packages beinhalten garantierte Tickets direkt vom Veranstalter – ein Vorteil besonders für Halbfinal- und Finalspiele, bei denen freie Tickets schnell vergriffen sind. Packages für die erste Runde starten ab 330 Euro inklusive Hotelübernachtung, Final-Packages ab 2.000 Euro.
Wie kommt man aus Deutschland am besten nach Paris?
Die Bahn ist die entspannteste Option. Der Eurostar fährt von Köln in rund 3,5 Stunden zum Gare du Nord, ICE und TGV verbinden Frankfurt und Stuttgart in etwa 3,5 beziehungsweise 3,2 Stunden mit dem Gare de l’Est. Von beiden Bahnhöfen ist das Stadion per Metro in 35 bis 50 Minuten erreichbar, am besten über die Linie 10 bis Porte d’Auteuil.
In welchem Viertel sollte man in Paris übernachten?
Das 16. Arrondissement und Boulogne-Billancourt liegen am nächsten am Turniergelände und sind praktischer als die klassischen Touristenlagen rund um Louvre oder Opéra. Wer günstiger wohnen möchte, findet rund um Porte de Versailles und Issy-les-Moulineaux gute Alternativen mit solider Metroanbindung.
Was sollten Besucher in Sachen Tickets beachten?
Die Tickets sind auf Mobile Ticketing ausgelegt. Wer bucht, sollte die offizielle Roland-Garros-App herunterladen und die Tickets dort hinterlegen. Night Sessions auf dem Court Philippe-Chatrier und Finaltickets sind erfahrungsgemäß sehr schnell ausverkauft, weshalb eine frühzeitige Buchung empfehlenswert ist.
