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Fast überall auf der Welt ist das Rauchen in der Öffentlichkeit zunehmend verpönt, in manchen Ländern verboten und in fast allen eingeschränkt. Für Tabakersatzprodukte wie E-Zigaretten, Vapes oder Nikotinbeutel (Pouches) gelten oft abweichende Regelungen – teils lockerer, teils strenger. Wer jetzt in den Urlaub fliegt, sollte sich deshalb vorab gut informieren. Denn in manchen Ländern gilt beispielsweise in striktes Rauchverbot.

In klassischen Winterflucht-Destinationen wie Spanien, Thailand und den Emiraten wird es für Raucher immer unbequemer. Doch welche Regeln gelten fürs Rauchen im Urlaub? Hier haben wir dir eine Übersicht über die Regelungen für Tabak- und Nikotinprodukte in beliebten Reisezielen zusammengestellt.

Schild mit Aufschrift "No Smoking" an einem Strand

Foto: Evgeniia Primavera/Shutterstock.com

Was du schon vor dem Abflug beachten solltest

Los geht es bereits am Flughafen. Wenn du E-Zigaretten, Vapes oder Tabakerhitzer mitnehmen willst, gelten klare Transportregeln: Geräte mit Akkus dürfen nur im Handgepäck oder am Körper transportiert werden – niemals im aufgegebenen Koffer. Der Grund sind Lithium-Ionen-Akkus, die bei Druck, Hitze oder Beschädigung ein erhebliches Brand- oder Explosionsrisiko darstellen.

Wer solche Geräte trotzdem im Aufgabegepäck verstaut, riskiert nicht nur, dass sie konfisziert werden. Je nach Land und Airline drohen auch empfindliche Geldstrafen, Probleme bei der Einreise oder sogar der Ausschluss vom Flug.

Spanien: Raucherregeln werden immer strikter

In Spanien sind Rauchen und Vapen an vielen öffentlichen Orten bereits verboten, darunter Strände, Bar- und Restaurantterrassen, Sportanlagen, Spielplätze, Bushaltestellen und das Umfeld von Schulen. Die Regelungen betreffen in erster Linie Tabak, werden in der Praxis aber häufig auch auf E-Zigaretten, Vapes, Shishas und Nikotinbeutel ausgeweitet. Zusätzlich können Städte und Gemeinden eigene Verbotszonen festlegen, weshalb es sich lohnt, sich vor Ort genauer zu informieren.

In den kommenden Jahren sollen die Vorschriften weiter verschärft werden, unter anderem mit noch strengeren Regeln für Freiterrassen und Poolbereiche.

Malediven, Thailand und Südostasien

Die Malediven gehen besonders weit: Seit dem 1. November 2025 gilt dort ein weltweit einzigartiges Generationenrauchverbot, wie jüngst der Spiegel auf seiner Webseite berichtete. Wer am oder nach dem 1. Januar 2007 geboren wurde, darf weder Tabak kaufen noch konsumieren – und zwar unabhängig von der Nationalität. Zusätzlich sind E-Zigaretten und Vapes für alle Altersgruppen vollständig verboten; Import, Besitz und Nutzung können empfindliche Strafen nach sich ziehen.

In Thailand ist Rauchen zwar nicht grundsätzlich untersagt, doch die Vielzahl an Verboten in Innenräumen, öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln, Parks und an Stränden macht es Rauchern zunehmend unbequem. Besonders wichtig: E-Zigaretten, Vapes und Liquids sind dort seit 2014 strikt verboten. Schon der Besitz kann zu hohen Geldstrafen oder anderen Sanktionen führen. Für Nikotinbeutel gibt es zwar keine klaren Regeln, sicherheitshalber solltest du sie aber besser nicht mitnehmen.

Junge Frau raucht eine Vape

Foto: sergey kolesnikov/Shutterstock.com

Auch in anderen Ländern der Region wird der Ton rauer. Vietnam hat 2025 ein umfassendes Verbot für E-Zigaretten und Tabakerhitzer eingeführt, das Import, Besitz und Nutzung einschließt. Singapur gilt ohnehin als Extremfall: Dort sind Vapes und ähnliche Produkte komplett verboten, Rauchen ist nur in ausgewiesenen Zonen erlaubt, und schon das Wegwerfen einer Kippe kann sehr teuer werden.

Indonesien bildet bislang die Ausnahme in Südostasien. Als großer Tabakproduzent ist Rauchen gesellschaftlich noch weit verbreitet, auch wenn Einschränkungen in Gebäuden, Verkehrsmitteln und öffentlichen Einrichtungen langsam zunehmen.

Japan und Australien: Strenge Nichtraucherschutzgesetze

Japan überrascht viele Raucher. Während Rauchen in Bars und Restaurants teilweise noch erlaubt ist, ist es auf Straßen und öffentlichen Plätzen oft strikt untersagt. Stattdessen gibt es klar ausgewiesene Raucherzonen, an die man sich unbedingt halten sollte.

Raucherkammer in Tokio-Shimbashi

Foto: Ned Snowman/Shutterstock.com

Wer unterwegs zur Zigarette greift, riskiert empfindliche Bußgelder – besonders in Großstädten wie Tokio oder Kyoto. Vapes und E-Zigaretten sind erlaubt, Nikotin-Liquids unterliegen jedoch strengen Auflagen.

Australien gilt als eines der strengsten Länder weltweit, wenn es um Nikotin geht. Rauchen ist an vielen öffentlichen Orten untersagt, besonders an Stränden, in Parks und rund um Restaurants. Noch heikler sind E-Zigaretten: Der Import von Nikotin-Liquids ist nur mit ärztlichem Rezept erlaubt, andernfalls drohen hohe Geldstrafen. Für Urlauber heißt das: besser ganz darauf verzichten oder sich sehr genau vorbereiten.

Türkei, Dubai und Ägypten

In der Türkei ist Rauchen in Innenräumen, öffentlichen Verkehrsmitteln und auf Spielplätzen verboten. E-Zigaretten unterliegen einem faktischen Einfuhrverbot, da sie rechtlich anders eingestuft werden. Der Konsum selbst ist nicht eindeutig geregelt, die Mitnahme kann aber problematisch sein und wird nicht immer toleriert.

Mann raucht auf einer Terrasse eines Cafes

Foto: Maria Gladkova/Shutterstock.com

In Dubai und den übrigen Emiraten sind Tabakprodukte grundsätzlich erlaubt, allerdings nur in klar ausgewiesenen Bereichen. Die Einfuhr ist begrenzt, ebenso der Konsum in der Öffentlichkeit. E-Zigaretten sind zwar zugelassen, unterliegen aber strengen Regeln. Wer sich nicht daran hält, zahlt schnell hohe Bußgelder.

Ägypten ist vergleichsweise entspannt. Es gibt kein flächendeckendes Rauchverbot, viele Restaurants arbeiten mit getrennten Bereichen. E-Zigaretten sind rechtlich umstritten, werden vor allem in touristischen Regionen jedoch häufig geduldet. Während des Ramadans solltest du aus Rücksicht in der Öffentlichkeit tagsüber möglichst auf das Rauchen verzichten.

Dominikanische Republik und Mexiko

In der Dominikanischen Republik ist Rauchen in vielen öffentlichen Bereichen wie Restaurants, Bars und an Stränden verboten. Das gilt zunehmend auch für Vapes. Die Einfuhr kleiner Mengen für den Eigenbedarf ist erlaubt, Kontrollen an Flughäfen sind aber streng, und nicht deklarierte Produkte werden oft eingezogen.

Mexiko verfolgt einen besonders harten Kurs. Rauchen ist an nahezu allen öffentlichen Orten untersagt – von Parks und Stränden bis hin zu Hotels und Restaurants. E-Zigaretten und Vapes sind landesweit verboten, insbesondere Import und Verkauf werden streng bestraft. Nikotinbeutel bewegen sich rechtlich in einer Grauzone und sind teils erhältlich, dennoch ist Vorsicht geboten.