Am Frankfurter Flughafen ist das neue Terminal 3 seit dem 23. April 2026 in Betrieb. Für Reisende bringt das viele Neuerungen. In diesem Artikel findest du alle wichtigen Infos dazu.
Bereits am 22. April wurde Terminal 3 feierlich eröffnet, einen Tag später startet nun der reguläre Betrieb. Den Anfang machte ein Langstreckenflug aus China: Die Maschine von China Eastern aus Shanghai landete am Morgen des 23. April als erster Flug am neuen Terminal und wurde zur Begrüßung mit einer Wasserfontäne der Flughafenfeuerwehr empfangen.

Foto: Fraport
Diese Airlines ziehen ins Terminal 3 am Frankfurter Flughafen
In den kommenden Wochen werden nach und nach immer mehr Flüge in das neue Terminal 3 am Frankfurter Flughafen verlegt. Der Umzug erfolgt in vier Wellen bis zum 9. Juni 2026. Viele Reisende fragen sich aktuell, von welchem Terminal ihr Flug startet. Aktuelle Übersichten finden Passagiere auf der Website frankfurt-airport.com oder in der FRA-App. Für Passagiere ist es deshalb besonders wichtig, vor der Reise genau zu prüfen, von welchem Terminal der eigene Flug startet.

Quelle: Fraport
Welle 1 – ab Donnerstag, 23. April 2026 (alle Angaben unter Vorbehalt)
- Cathay Pacific
- China Airlines
- China Eastern Airlines
- China Southern Airlines
- Emirates
- Etihad Airways
- Gulf Air
- Korean Air
- Kuwait Airways
- Oman Air
- Qatar Airways
- Saudia
- T’Way Air
Welle 2 – ab Dienstag, 5. Mai 2026
- Air Algérie
- Air Astana
- Air Cairo
- Air Montenegro
- Air Serbia
- Centrum Air
- FlyErbil
- Middle East Airlines (MEA)
- Nesma Airlines
- Nouvelair
- Qanot Sharq
- Royal Air Maroc
- Royal Jordanian
- SkyUp Airlines
- Tunisair
- Turkmenistan Airlines
- Uzbekistan Airways
Welle 3 – ab Dienstag, 19. Mai 2026
- Aer Lingus
- American Airlines
- British Airways
- Delta Air Lines
- Freebird Airlines
- HiSky
- Japan Airlines (JAL)
- MIAT Mongolian Airlines
- Pegasus Airlines
- SriLankan Airlines
- TUI fly
- Vietnam Airlines
Welle 4 – ab Dienstag, 9. Juni 2026 (letzte große Welle)
- Air Europa
- Air France
- Bulgaria Air
- easyJet
- Finnair
- Iberia
- Icelandair
- KLM Royal Dutch Airlines
- SAS Scandinavian Airlines
- SATA Azores Airlines
- SKY Express
- TAROM
Wichtig: Flughafen-Schwergewicht Lufthansa wird nicht dabei sein. Deutschlands größte Airline sowie ihre Star-Alliance-Partner werden im angestammten Terminal 1 bleiben. Der Grund: Terminal 1 ist auf den Hub-Betrieb ausgelegt und somit ideal für Passagiere, die auf Langstreckenflügen umsteigen. Parallel dazu wird Terminal 2 geschlossen und umfassend modernisiert. Ziel ist es, den Flughafen langfristig effizienter und moderner aufzustellen.
Die Ferienfluggesellschaft Condor, immerhin zweitgrößte Airline am Flughafen, bleibt zunächst in Terminal 1 und zieht erst im Sommer 2027 ins Terminal 3 um.
Der Aufbau des Terminal 3 am Frankfurter Flughafen
Das Terminal 3 am Flughafen Frankfurt ist so gebaut, dass es flexibel erweitert werden kann. Es besteht aus einzelnen Bauteilen, die wie Bausteine zusammengesetzt sind. So kann man es später vergrößern oder anpassen, je nachdem, wie viele Passagiere es nutzen. Es besteht in einer ersten Phase aus den Flugsteigen G, H und J:
- G: Schengen- und Non-Schengen-Flüge
- H: ausschließlich Schengen
- J: ausschließlich Non-Schengen

Foto: rené spalek/spalek.com
Die Jahreskapazität beträgt in dieser ersten Phase bis zu 19 Millionen Passagiere. Bei steigendem Bedarf kann ein Flugsteig ergänzt werden, wodurch die Kapazität auf bis zu 25 Millionen Fluggäste jährlich steigen würde. Die Grundfläche des neuen Passagierterminals beträgt rund 176.000 Quadratmeter.
Architektur: So schaut’s aus!
Das architektonische Konzept des neuen Terminal 3 stammt vom Frankfurter Büro Christoph Mäckler Architekten. Das Büro hat sich vor allem auf Städtebau und die Gestaltung urbaner Räume spezialisiert. Am Frankfurter Flughafen konnte das Büro bereits bei der Erweiterung von Terminal A wertvolle Erfahrung im Flughafenbau sammeln.

Foto: rené spalek/spalek.com
Charakteristisch für Terminal 3 sind die lichten, offenen Flächen und die beeindruckende, 18 Meter hohe verglaste Fassade im zentralen Abfertigungsbereich. Sie schafft eine helle, urbane und einladende Atmosphäre. Das ist ganz im Sinne von Mäcklers Leitgedanken, den Flughafen nicht nur als reinen Transitort, sondern als »Stadt im Kleinen« mit Wegen, Plätzen und Aufenthaltsqualität zu gestalten.
Das ist neu für Passagiere
Für Reisende bringt das Terminal 3 am Frankfurter Flughafen viele Neuerungen mit sich. Besonders auffällig sind die modernen Sicherheitskontrollen. Neue CT-Scanner ermöglichen es, Flüssigkeiten und elektronische Geräte im Handgepäck zu lassen. Das spart Zeit und macht die Abläufe deutlich einfacher. Auch beim Check-in setzt der Flughafen auf Automatisierung: Selbstbedienungs-Schalter und moderne Gepäcksysteme sollen Wartezeiten reduzieren.

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Infrastruktur und Service: Einzelhandel und Gastronomie
Hingucker von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen ist das neue Einkaufs- und Gastronomiekonzept. Insgesamt stehen Passagieren 64 Einzelflächen auf rund 12.000 Quadratmetern zur Verfügung. Der Großteil davon liegt im Sicherheitsbereich.
Allein im Retail-Bereich gibt es 42 Geschäfte, darunter eine Mischung aus internationalen Marken, Reisebedarf und Serviceangeboten. Besonders auffällig ist der hohe Anteil an sogenannten Monobrand-Stores. Marken wie Boss, Montblanc, Longchamp oder Victoria’s Secret sind ebenso vertreten wie spezialisierte Anbieter für Reisegepäck und Accessoires. Ergänzt wird das Angebot durch Duty-Free- und Travel-Value-Shops, die sich auf rund 3.000 Quadratmeter verteilen.
Für den schnellen Einkauf zwischendurch gibt es mehrere Convenience-Stores, darunter Filialen der Marke Relay sowie einen REWE To Go. Gleichzeitig deckt Terminal 3 natürlich auch klassische Reisebedürfnisse ab: Mietwagenanbieter, Währungswechsel, Tax-Refund-Schalter und sogar sogenannte Napcabs – kleine Schlafkabinen für kurze Ruhepausen – sind im Angebot.
Herzstück des neuen Terminals ist ein großzügig gestalteter zentraler Marktplatz, der sich über etwa 6.000 Quadratmeter erstreckt. Hier bündeln sich rund 30 Retail- und Gastronomieangebote in einem offenen, modernen Raumkonzept. Zwei Food Courts mit jeweils großen Sitzbereichen sowie eine weitläufige Bar schaffen eine Atmosphäre, die eher an ein urbanes Einkaufszentrum erinnert als an einen klassischen Flughafen.

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Auch das gastronomische Angebot ist breit aufgestellt. Insgesamt gibt es 22 Gastronomieflächen mit knapp 1.000 Sitzplätzen. Das Spektrum reicht von schnellen Snacks für eilige Reisende bis hin zu Restaurants, in denen man vor dem Abflug entspannt essen kann. Betrieben werden die Konzepte unter anderem von internationalen Anbietern wie Avolta und Lagardère Travel Retail.
Wichtige Distanzen und Gehzeiten im Terminal 3
Das Terminal 3 am Frankfurter Flughafen ist mit drei Piers ausgestattet (G, H und J), die bewusst kompakt und fußgängerfreundlich gestaltet wurden. Die Wege sind deutlich kürzer als in manchen Bereichen von Terminal 1.

Foto: Fraport
- Pier H: ca. 400 Meter lang (zwei Ebenen, vorwiegend für Schengen-Flüge)
- Pier J (der längste Pier): ca. 600 Meter lang mit einer Fläche von fast 27.000 m² (drei Ebenen, vorwiegend für Non-Schengen-Flüge)
- Pier G: ca. 375–400 Meter lang (Ground-Level-Pier mit vorwiegend Bus-Gates, vor allem für Low-Cost- und Ferienflieger)
Entlang der Piers gibt es 36 Moving Walkways (Laufsteige), die jeweils 47 Meter lang sind. Sie laufen in der Mitte der Piers und sollen das Gehen deutlich erleichtern, besonders mit Gepäck oder bei längeren Distanzen zu den Gates.
Typische Gehzeiten innerhalb von Terminal 3 (Schätzungen basierend auf der Architektur und offiziellen Beschreibungen):
- Vom zentralen Marktplatz bzw. nach der Sicherheitskontrolle zu den meisten Gates in Pier H oder J: in der Regel 5–12 Minuten (je nach Gate-Position und Tempo).
- Zum entferntesten Gate am Ende von Pier J: ohne Moving Walkways ca. 8–10 Minuten, mit den Laufsteigen meist unter 7 Minuten.
- Zu den Gates in Pier G (vorwiegend Bus-Gates): ähnlich kurze Wege, meist 5–10 Minuten. Hier kann es je nach Vorfeld-Position und Bus-Transfer geringfügig variieren.
- Vom Check-in oder der SkyLine-Station bis zur Sicherheitskontrolle: sehr kurze Wege, meist unter 5 Minuten
Verkehrsanbindung zum neuen Terminal 3
Die Anreise unterscheidet sich spürbar von den bisherigen Terminals. Wer mit der Bahn ankommt, erreicht zunächst wie gewohnt den Regional- oder Fernbahnhof am Terminal 1. Dort, im Terminal 1, steigt man in die neue SkyLine-Bahn um. Das ist ein vollautomatisches, fahrerloses System, das die Terminals 1, 2 und 3 verbindet. Die Fahrt von der neuen Station direkt vor Terminal 1 bis zur Station am Terminal 3 dauert knapp acht Minuten (Streckenlänge 5,6 km). Die Bahnen verkehren etwa alle zwei Minuten. Am Terminal 3 steigt man direkt vor dem Hauptgebäude aus und gelangt auf kurzem Weg zu Check-in, Sicherheitskontrolle und Gates.
Für Autofahrer wurde eine eigene, direkte Anbindung an die Autobahn A5 geschaffen: Über die erweiterte Anschlussstelle Zeppelinheim (CargoCity Süd / Terminal 3) führt ein neues Straßennetz von rund 10 Kilometern Länge zum Terminal. Direkt gegenüber dem Terminalgebäude steht ein großes Parkhaus mit 8.500 Stellplätzen auf acht Ebenen zur Verfügung – inklusive Bereichen für Elektrofahrzeuge. Von dort ist der Weg zum Check-in sehr kurz (über eine Fußgängerbrücke bzw. auf Ebene 3). Taxis und Busse haben eigene Vorfahrtsbereiche direkt am Terminal.

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Für Radfahrer stehen etwa 300 Stellplätze direkt am Terminal 3 (unterhalb der SkyLine-Station) zur Verfügung – davon 30 mit Ladestationen für E-Bikes. Diese werden vor allem von Flughafen-Mitarbeitern genutzt, stehen aber auch Reisenden offen.
Weitere Informationen über das neue Terminal 3 am Frankfurter Flughafen gibt es auf der Website von Fraport.

