Texas ist größer als viele europäische Länder und steckt voller Gegensätze. Zwischen Wolkenkratzern, Rodeos, Country-Musik und traumhaft schönen Naturlandschaften warten Orte, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Doch welche Highlights lohnen sich wirklich auf einer Rundreise durch den Lone Star State? Die Antwort liegt irgendwo zwischen Cowboyhut und Canyons.
Texas ist größer als Frankreich, vielfältiger als viele Reisende vermuten und vereint gleich mehrere Welten in einem Bundesstaat. Zwischen den Wolkenkratzern von Dallas, den Musikbühnen von Austin, den historischen Missionen von San Antonio und den Wüstenlandschaften des Big Bend National Park liegen oft nur wenige Autostunden. Wer den Lone Star State wirklich kennenlernen möchte, sollte ihn deshalb auf einer Rundreise erkunden. Diese Route verbindet die bekanntesten Sehenswürdigkeiten mit einigen typischen Texas-Erlebnissen, von Country-Musik und Cowboykultur bis zu spektakulären Nationalparks.
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Du legst uns als Quelle fest. Und wir dich in unserem Herzen. ♥Dallas und die Southfork Ranch
Viele Texas-Reisen beginnen in Dallas. Die Metropole ist eines der wichtigsten Wirtschaftszentren der USA, beherbergt aber auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Besonders bekannt ist der Dealey Plaza Historic District, wo Präsident John F. Kennedy 1963 ermordet wurde. Das Sixth Floor Museum dokumentiert die Ereignisse und lohnt für einen ersten Abstecher. Hier geht es zur Website des Sixth Floor Museums.

Foto: Erin Hervey
Nördlich von Dallas liegt die Southfork Ranch, eine der bekanntesten Ranches des Bundesstaates. Das weitläufige Anwesen wurde durch die Fernsehserie »Dallas« weltweit berühmt, zieht heute aber auch Besucher an, die einen Blick hinter die Kulissen texanischer Ranchkultur werfen möchten. Neben Führungen über das Gelände können Gäste historische Fahrzeuge, Erinnerungsstücke und verschiedene Ausstellungen besichtigen. Die Ranch vermittelt einen Eindruck davon, wie das Leben auf einem großen texanischen Anwesen aussieht; ein Besuch ist durchaus auch interessant für Reisende, die die Kultserie nie gesehen haben. Hier geht es zur Website der Southfork Ranch.

Foto: Randy Pr/Shutterstock.com
Weiterfahrt: Von Dallas nach Fort Worth sind es rund 55 Kilometer. Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten über den Interstate 30.
Fort Worth: Wo der Wilde Westen weiterlebt
Während Dallas modern und geschäftig wirkt, präsentiert sich Fort Worth deutlich traditioneller. Die Stadt bezeichnet sich selbst als »City of Cowboys and Culture« und macht diesem Ruf alle Ehre.
Herzstück ist der Fort Worth Stockyards National Historic District. Zweimal täglich werden hier Longhorn-Rinder durch die Straßen getrieben. Das ist ein Schauspiel, das an die Zeit der großen Viehtriebe erinnert. Historische Saloons, Westernläden und Rodeo-Arenen verstärken die Atmosphäre.

Foto: Victor Jiang/Shutterstock.com
Ein besonderes Highlight ist das National Cowgirl Museum and Hall of Fame. Es würdigt die Frauen, die den amerikanischen Westen mitgeprägt haben, von Ranchbesitzerinnen bis zu Rodeo-Stars.
Wer in Dallas oder Fort Worth gut speisen möchte, findet in diesem Artikel einige Restaurant-Tipps.
Weiterfahrt: Von Fort Worth nach Austin sind es rund 310 Kilometer. Über den Interstate 35 dauert die Fahrt etwa drei Stunden.
Austin: Musik, Foodtrucks und Cowboystiefel
Austin ist nicht nur die Hauptstadt des Bundesstaats, sondern auch sein kreatives, alternatives Zentrum. Die Stadt ist berühmt für ihre Livemusik-Szene und trägt den Beinamen »Live Music Capital of the World«. In den Bars und Clubs entlang der Sixth Street oder rund um den Red River Cultural District stehen an fast jedem Abend Bands auf der Bühne.

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Ein Pflichtstopp für Texas-Fans ist Allens Boots. Das Geschäft verkauft Tausende Cowboystiefel und gehört zu den bekanntesten Westernläden des Bundesstaats. Wer ein typisches Texas-Souvenir sucht, dürfte hier schnell fündig werden.
Tagsüber lockt ein Abstecher zum Texas State Capitol. Das Parlamentsgebäude aus rosafarbenem Granit zählt zu den Wahrzeichen von Austin und ist sogar höher als das Kapitol in Washington, D.C. Besucher können die imposante Kuppel, historische Sitzungssäle und zahlreiche Denkmäler auf dem Gelände besichtigen.

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Auch kulinarisch gehört Austin zu den coolsten Städten der USA. Neben berühmten Barbecue-Restaurants finden sich hier zahlreiche Foodtrucks und kreative Fusionsküchen.
Weiterfahrt: Von Austin nach Fredericksburg sind es etwa 130 Kilometer. Die Fahrt dauert knapp zwei Stunden.
Fredericksburg: Deutsches Erbe im Herzen von Texas
Kaum jemand erwartet mitten in Texas eine Stadt mit deutschen Wurzeln. Doch tatsächlich wurde Fredericksburg 1846 von deutschen Einwanderern gegründet. Bis heute erinnern Fachwerkhäuser, deutsche Straßennamen und traditionelle Feste an diese Vergangenheit.

Foto: Nils Huenerfuerst
Die Region zählt zugleich zu den wichtigsten Weinbaugebieten der USA. Zahlreiche Weingüter laden zu Verkostungen ein. Besonders während des Texas Wine Month im Oktober herrscht hier Hochbetrieb. Auch diese Weintradition gehört zu den Besonderheiten des Bundesstaates.
Weiterfahrt: Von Fredericksburg nach Luckenbach sind es nur rund 20 Kilometer. Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten.
Luckenbach und Gruene: Die Seele der Country-Musik
Wer Texas musikalisch erleben möchte, sollte Luckenbach und Gruene besuchen. Hört sich auch recht deutsch an, nicht wahr? Luckenbach besteht im Grunde nur aus wenigen Gebäuden, einem Tanzsaal und viel Geschichte. Der Ort wurde durch den Song »Luckenbach, Texas« von Waylon Jennings weltberühmt. Noch heute finden fast jedes Wochenende Konzerte statt.

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Nicht weniger legendär ist die Gruene Hall in New Braunfels. Sie wurde bereits 1878 eröffnet und gilt als älteste Tanzhalle von Texas. Hier standen Größen wie Willie Nelson und George Strait auf der Bühne.

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Weiterfahrt: Von New Braunfels nach San Antonio sind es etwa 50 Kilometer. Die Fahrt dauert rund 40 Minuten.
San Antonio: Geschichte und Tex-Mex-Küche
San Antonio zählt zu den beliebtesten Reisezielen des Bundesstaats. Berühmt ist die Stadt vor allem für das Alamo, die ehemalige Missionsstation und Schauplatz einer der bekanntesten Schlachten der texanischen Geschichte.
Nicht weniger sehenswert ist der River Walk. Die von Restaurants, Bars und Geschäften gesäumte Promenade entlang des San Antonio River bildet das touristische Herz der Stadt.

Foto: Justin Wolff
Kulinarisch gilt San Antonio als eine der Hochburgen der Tex-Mex-Küche. Hier verschmelzen mexikanische und texanische Einflüsse zu Gerichten wie Enchiladas, Fajitas oder Chili con Carne, das seit 1977 offiziell als Staatsgericht von Texas gilt.
Weiterfahrt: Von San Antonio nach Bandera sind es rund 85 Kilometer. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde.
Bandera: Die Cowboy-Hauptstadt der Welt
Bandera bezeichnet sich selbst als »Cowboy Capital of the World«. Tatsächlich ist die Stadt einer der besten Orte, um das Cowboy-Leben kennenzulernen.
Zahlreiche Gäste-Ranches bieten Reitausflüge, Viehtrieb-Erlebnisse und Übernachtungen im Westernstil an. Besucher können hier mehrere Tage verbringen und erleben, wie das Ranchleben in Texas aussieht. Besonders bekannt sind die Dixie Dude Ranch und die Mayan Dude Ranch.

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Jedes Jahr lockt zudem der National Day of the Cowboy zahlreiche Rodeoreiter in die Stadt.
Weiterfahrt: Von Bandera zum Big Bend National Park sind es rund 520 Kilometer. Für die Strecke sollte ein ganzer Reisetag eingeplant werden.
Big Bend National Park: Die wilde Seite von Texas
Der Big Bend National Park gehört zu den spektakulärsten Landschaften Nordamerikas. Entlang des Rio Grande treffen Wüsten, Berge und tiefe Canyons aufeinander. Der Emory Peak ragt fast 2.450 Meter in die Höhe und gewährt weite Ausblicke bis nach Mexiko.

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Der Park beherbergt Adler, Kojoten, Schwarzbären und Berglöwen. Besonders beeindruckend ist der Sternenhimmel. Big Bend gilt als eines der besten Dark-Sky-Gebiete der Vereinigten Staaten.
Weiterfahrt: Von Big Bend nach Monahans sind es etwa 380 Kilometer. Die Fahrt dauert rund vier Stunden.
Monahans Sandhills: Texas wie die Sahara
Wer die Augen zusammenkneift, könnte glauben, sich in Nordafrika zu befinden. Im Monahans Sandhills State Park türmen sich bis zu 20 Meter hohe Sanddünen auf. Besucher können Sandboards und Sandschlitten ausleihen oder die Dünenlandschaft auf Wanderwegen erkunden.

Foto: Texas Tourism
Trotz der trockenen Bedingungen ist der Monahans Sandhills State Park Lebensraum zahlreicher Tierarten. Mit etwas Glück lassen sich Wüstenkaninchen, Kojoten oder verschiedene Reptilien beobachten. Auch Vogelfreunde kommen auf ihre Kosten: In den Dünen und den angrenzenden Graslandschaften leben unter anderem Roadrunner, Greifvögel und verschiedene Singvogelarten. Besonders in den frühen Morgenstunden herrscht in der scheinbar kargen Landschaft überraschend viel Leben.
Weiterfahrt: Von Monahans nach Amarillo sind es rund 430 Kilometer. Die Fahrt dauert etwa viereinhalb Stunden.
Palo Duro Canyon: Der Grand Canyon von Texas
Nur wenige Kilometer südlich von Amarillo liegt der Palo Duro Canyon State Park. Der zweitgrößte Canyon der USA wird oft als »Grand Canyon von Texas« bezeichnet. Über fast 200 Kilometer ziehen sich die roten Felsformationen durch die Landschaft.

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Besonders bekannt ist die Felsformation Lighthouse Rock. Wanderer, Mountainbiker und Reiter finden hier zahlreiche Wege durch die Schluchten. Am Abend lockt das Texas Outdoor Musical im Pioneer Amphitheater.
Weiterfahrt: Vom Palo Duro Canyon nach Dallas sind es rund 580 Kilometer. Für die Rückfahrt zum internationalen Flughafen sollten etwa sechs Stunden eingeplant werden.
Was man noch über eine Rundreise durch Texas wissen sollte
Häufige Fragen
Wie groß sind die Entfernungen in Texas wirklich?
Texas ist fast doppelt so groß wie Deutschland, zwischen einigen Sehenswürdigkeiten liegen mehrere Hundert Kilometer. Wer eine Rundreise plant, sollte ausreichend Zeit einkalkulieren und längere Fahrtstrecken nicht unterschätzen.
Wie teuer ist eine Rundreise durch Texas?
Texas gehört im Vergleich zu vielen anderen US-Reisezielen zu den günstigeren Bundesstaaten, Hotels außerhalb der Großstädte sind oft deutlich preiswerter als in Kalifornien oder New York. Je nach Reisezeit und Komfortanspruch sollten Reisende mit etwa 100 bis 250 Euro pro Person und Tag rechnen.
Welche Stadt eignet sich als Ausgangspunkt für eine Texas-Rundreise?
Dallas bietet die meisten internationalen Flugverbindungen, Austin punktet mit seiner zentralen Lage und San Antonio liegt günstig für Rundreisen durch das Hill Country und den Süden des Bundesstaates. Alle drei Städte eignen sich hervorragend als Startpunkt.
Wann ist die beste Reisezeit für Texas?
Frühling und Herbst gelten als angenehmste Reisezeiten. Zwischen März und Mai blühen vielerorts die Bluebonnets, die Staatsblume von Texas. Von September bis November sind die Temperaturen deutlich erträglicher als im Hochsommer und bieten ideale Bedingungen für Städte und Nationalparks.
Sind die Menschen in Texas wirklich so konservativ, wie ihr Ruf vermuten lässt?
Texas gilt politisch als konservativer Bundesstaat, im Alltag erleben viele Besucher die Menschen jedoch vor allem als ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Städte wie Austin, Dallas oder Houston sind zudem deutlich internationaler geprägt, als viele Reisende erwarten.
