Spare Ribs, Pulled Pork und Rinderbrust – herzhaft gewürzt und stundenlang im Rauch gegart: Barbecue hat in Texas Tradition und wird bei zahlreichen Gelegenheiten zelebriert. Der Besuch in einem BBQ-Restaurant zählt für viele USA-Fans zu den Höhepunkten ihrer Reise. Oft sind es die kleinen, unscheinbaren Läden, wo man sich die vermeintlich „besten Ribs der Stadt” schmecken lassen kann – geheime Marinaden und alte Familienrezepte werden hier nämlich von Generation zu Generation weitergereicht.

Was bedeutet BBQ eigentlich genau? Um einen Irrglauben gleich vorweg zu beseitigen: Beim Barbecue handelt es sich nicht, wie hierzulande oft geglaubt wird, um die englische Bezeichnung fürs Grillen. Die Unterschiede sind deutlich: Grillen findet direkt über der Glut bei 200 bis 300 Grad statt. Die vergleichsweise kleinen Fleischstücke wie Steak oder Kotelett brauchen maximal eine halbe Stunde zum Garen. Beim Barbecue hingegen gart das Fleisch im heißen Rauch, wobei die Temperatur etwa 100 bis 130 Grad beträgt. Die wesentlich größeren Fleischstücke, zum Beispiel eine ganze Rinderbrust oder eine Schweineschulter können so bis zu 12 Stunden brauchen, bevor sie gar sind.

Brisket, Spare Ribs und Pulled Pork sind ein Muss

Zur Geschichte lässt sich sagen, dass der Ursprung des Wortes „Barbecue” in der Sprache der Taíno zu finden ist, einem indigenen Volk der Karibik. Die Ureinwohner nutzten eine Holzkonstruktion, die um das offene Feuer herum aufgebaut war, um das Fleisch mehrere Stunden lang zu garen. Eine Marinade aus Gewürzen und Kräutern verlieh dem Essen dabei eine besondere Note. Im Laufe der Jahrhunderte schafften es das Wort und die Tradition über Mexiko in den Süden der USA und von dort schließlich in den Rest des Landes.

Und noch etwas, was jeder BBQ-Fan wissen sollte: Brisket, Spare Ribs und Pulled Pork bilden in den USA die „Holy Trinity” (Heilige Dreifaltigkeit) des Barbecue. Die drei Fleischsorten sind typische Vertreter des langsamen Garens bei niedriger Temperatur. Im heißen Rauch bekommen Rinderbrust und Schweinerippchen ihren typischen Barbecuegeschmack – und ebenso „gezupftes Schweinefleisch”, das hierzulande mittlerweile als Trendgericht gilt: Auf dem Smoker, im Backofen oder im Slowcooker wird ein Schweinebraten so lange im würzigen Sud gegart, bis man das Fleisch mit der Gabel in kleine Stücke rupfen kann. Dann stapelt man das Pulled Pork auf ein Brötchen, gibt Cole Slaw (Kohl-Karotten-Salat) und Barbecue-Sauce dazu – und fertig ist ein würziges und üppiges Fast-Food-Gericht, das man nicht ohne Serviette zu sich nehmen sollte.

Empfohlene BBQ-Restaurants in Dallas & Fort Worth

Bereits seit 1958 ist Angelo’s eine Institution für feine Rinderbrust in Fort Worth. Über Hickory-Holz werden hier Brisket, Spare Ribs, Schweinelenden und Bratwürste gegart. Auf der Speisekarte finden sich zudem Spezialitäten wie Barbecue Salami oder Braunschweiger Bratwurst. Wem das noch nicht genug ist, der dürfte nach einem Pulled-Pork-Taco oder einer gebackenen Kartoffel mit Rinderbrust auf keinen Fall hungrig nach Hause gehen.

Cousin’s BBQ, ebenfalls in Fort Worth, gibt es bereits seit 1983 und ist eines der wenigen Restaurants, das Bratwürste aus eigener Herstellung anbietet – und noch dazu nach deutscher Rezeptur. Wer nach weiteren Spezialitäten wie Rippchen, Schinken, Rinderbrust, Hühnchen oder Pute noch nicht satt ist, sollte sich zum Nachtisch „Peach Cobbler” oder „Banana Pudding” bestellen.

Ein frisch gezapftes Bier gehört einfach dazu

Die Innenstadt von Dallas wartet ebenfalls mit vielen Barbecue-Restaurants. Ein Highlight unter ihnen ist das Lockhart Smokehouse, von denen es bereits zwei Locations in Dallas gibt. Die Stadt Lockhart gilt als die „Barbecue-Hauptstadt von Texas”, so bezieht das Smokehouse seine Grillwaren ausschließlich von dort. Beliebt ist die Kreuz Market Sausage, eine Bratwurst nach deutschem Rezept. Stundenlang über Eichenholz gegart bekommen Brisket, Ribs und Schweineschulter ihren BBQ-Geschmack. Probieren kann man auch die „Burnt Ends”, eine Spezialität aus zerstückelter Rinderbrust, die so lang auf dem Grill gart, bis sie eine dunkle Farbe bekommt und dadurch besonders schmackhaft wird. Und was wäre ein echtes BBQ ohne ein „kühles Blondes”? Gezapftes regionales Bier vom Fass oder ein Cocktail begleiten nach Wunsch das Essen.

Man kann sagen, dass gegarte Rinderbrust (Brisket) die Riege der „Heiligen Dreifaltigkeit” in Texas anführt. Das macht sich im Restaurant The Slow Bone bemerkbar. Neben weiteren Klassikern wie Bratwurst und Pulled Pork sind hier die gefüllten Schweinelenden oder das frittierte Hühnchen zu empfehlen. Beilagen wie Blumenkohlgratin, Jalapeño-Makkaroni mit Käse oder klassischer Tomaten-Gurken-Salat runden das Essen ab.

Tipp: vorher reservieren

Die Pecan Lodge ist als BBQ-Location aus Dallas nicht mehr wegzudenken. Die Einwohner stehen hier gern Schlange, um ihren Hunger mit einer großen Portion Beef Ribs mit Mac’n Cheese zu stillen. Die frittierten Okraschoten als Beilage sind übrigens auch sehr zu empfehlen!

Ebenfalls ein Geheimtipp unter den Locals ist Heim Barbecue & Catering, wo man „Bacon Burnt Ends” und Brisket verspeisen kann. Die vielfältige Auswahl an Whiskey-Sorten dürfte jeden Kenner begeistern. Und: am besten vorher reservieren, denn dieser Laden ist immer gut besucht.

Übrigens: Einen Anlass für ein BBQ finden Texaner immer, so dass der würzige Duft der Mesquite- oder Hickory-Feuer in diesem Land ein ständiger Begleiter ist. Ob beim Ranch-Fest, einer Country-Party, Angeln mit den Kindern, Familienausflügen in Naturparks, Jubiläen, Rodeos, einem Jagdausflug oder einfach bei familiären oder nachbarlichen Treffen, alle sind mit Begeisterung dabei.

Weitere Informationen zu den BBQ-Locations hier.

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