Abflug ins Paradies? Tatsächlich ist die Blumeninsel Madeira gerade einmal vier Flugstunden von Deutschland entfernt und damit der ideale Urlaub für alle, die einen ordentlichen Tapetenwechsel brauchen. Raue Klippen, verwunschene Gärten und eine fantastische Küche sind nur einige der Gründe, die für einen Abstecher auf die Atlantikinsel sprechen.
So gut ist das Wetter auf Madeira
Madeira ist definitiv die Insel des ewigen Frühlings, denn dank des subtropischen, milden Klimas wird es im Sommer in der Regel nicht wärmer als 26 bis 28 Grad. Und sogar im Winter fallen die Temperaturen kaum unter 20 Grad. Das macht das sonnenverwöhnte portugiesische Eiland zum idealen Ganzjahresziel, auch wenn die Regenwahrscheinlichkeit im Winter natürlich höher ist. Ins Meer können Besucher auch zu jeder Jahreszeit springen, die Wassertemperatur liegt zwischen 17 und 23 Grad.
Aktiv und erholsam gleichzeitig
Durch das ganzjährig milde Klima avanciert Madeira zur idealen Outdoordestination – und natürlich gibt es jede Menge Aktivitäten an der frischen Luft. Wandersfrauen und -männer machen sich auf, die abwechslungsreichen Wanderwege auf mehr als 2.000 Kilometern und bis zu 1.861 Höhenmetern zu entdecken. Eine echte Besonderheit sind die sogenannten »Levadas«. Künstliche Wasserläufe an denen die spektakulärsten Wanderwege der Insel entlangführen. Zudem gibt es auf Madeira wunderschöne »Miradouros« mit besten Aussichten auf schroffe Klippen, das Meer und einzigartige Täler im Zentrum der Insel. Wer lieber auf dem Wasser unterwegs ist, kann bei einem Urlaub auf Madeira entweder selbst sportlich aktiv werden oder je nach Jahreszeit bei einer Bootstour mit etwas Glück Wale und Delfine vor die Linse kriegen.
Madeira: Die Blumeninsel
Das subtropische Klima präsentiert Besuchern eine äußerst üppige Flora und Fauna. So findet sich auf der Insel etwa der Lorbeerwald »Laurissilva«, der insgesamt ganze 20 Prozent der Insel umfasst, älter als 15 Millionen Jahre ist und seit 1999 zum Unesco-Welterbe zählt. Er kann im Norden und Süden der Insel besucht und durchwandert werden und bietet ein besonders schönes ökologisches Naturpanorama. Und natürlich gibt es auch besondere Blumenarten wie die Strelitzien, Lilien, Callas und viele weitere. Grüne Terrassen mit landwirtschaftlichem Anbau ziehen sich über die ganze Insel und stehen im Kontrast zu den schroffen Bergen im Zentrum Madeiras.
So schmeckt das Essen auf Madeira
Wer nach Madeira reist, sollte unbedingt Appetit mitbringen. Etwa auf einen Klassiker der madeirensischen Küche, Espetada. Das ist ein Rindfleischspieß, bei dem das Fleisch auf einen Lorbeerast gespießt und über Holzkohle gegrillt wird. Aber auch Fischliebhaber kommen in den Genuss. Der schwarze Degenfisch aus der Tiefsee ist eine Delikatesse der Insel und wird oft mit gebackenen Bananen und Maracuja serviert. Eine lange Tradition hat auch der berühmte Madeira-Wein, der als Aperitif oder Dessertwein getrunken wird. Die Trauben werden in der Regel von Ende August bis September geerntet. Dann findet auch das traditionelle Weinfest statt, bei dem die auf Madeira produzierten Weine gefeiert werden.
Und dann ist da noch das Zuckerrohr, eines der wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse auf Madeira seit dem 15. Jahrhundert. Bis heute wird aus dem zuckerhaltigen Saft Zuckerrohrschnaps hergestellt, der Bestandteil des Nationalgetränks »Poncha« ist. Wer sich das Nationalgetränk selber zubereiten möchte: Mit einem speziell geformten Holzstößel wird je ein Drittel Zuckerrohrschnaps, der Saft von Zitronen oder Orangen und Honig gemischt. Prost!
Kultur und Tradition ohne Ende
Die Inselhauptstadt Funchal ist nicht nur der touristische Mittelpunkt der Region, sondern hält für Besucher auch eine spannende Auswahl an Kultur und Unterhaltung bereit. So hat etwa in der Altstadt das Kunstprojekt »Portas Pintadas« (bemalte Türen) frischen Schwung ins Zentrum gebracht. Im Rahmen der Initiative haben einheimische Künstler Türen und Fassaden der Häuser bemalt und die Straßen dadurch in eine Kunstgalerie unter freiem Himmel verwandelt.
Wer es lieber etwas rasanter mag, für den könnte eine Korbschlittenfahrt genau richtig sein. Mit der Seilbahn geht es rauf zum Ortsteil Monte, wo neben dem Tropischen Garten Monte auch die sogenannten »Carreiros do Monte« warten, die die Korbschlitten steuern. Einst als alternatives und schnelles Transportmittel für Personen und Güter verwendet, sind die Korbschlittenfahrten heute eine weltberühmte Attraktion. Also, rein in die Schlitten! Übrigens: Wenn es regnet oder gerade geregnet hat, ist die Straße naß. Dann ist die Fahrt mit den Korbschlitten leider nicht möglich, weil es zu gefährlich ist.
Weitere Informationen liefert das Fremdenverkehrsamt Madeira unter visitmadeira.com/de.
Häufige Fragen zum Urlaub auf Madeira
Wann ist die beste Reisezeit für Madeira?
Madeira ist das ganze Jahr über ein gutes Reiseziel. Für Wanderungen und milde Temperaturen sind Frühling und Frühsommer besonders angenehm, zum Baden eignen sich die Sommermonate am besten.
Braucht man auf Madeira einen Mietwagen?
Ein Mietwagen ist sehr hilfreich, wenn du viele Orte und Aussichtspunkte flexibel erreichen willst. So bist du im Inselinneren und an der Küste deutlich unabhängiger als mit Bus oder organisierten Touren.
Was sollte man auf Madeira unbedingt machen?
Beliebt sind Levada-Wanderungen, Gartenbesuche, Küstenausblicke und Ausflüge nach Funchal oder an die Nordküste. Die Insel ist vor allem für Natur, mildes Klima und aktive Urlaubstage bekannt.










