Ein tätowierter Maori bläst in eine Muschel. Dieses Bild eines Rituals ist typisch für Polynesien ‒ jenes Inselreich, das sich von den Osterinseln über Hawaii bis nach Neuseeland erstreckt. Inmitten dieses Dreiecks liegen die Cookinseln, 15 an der Zahl. Chefredakteurin Jennifer Latuperisa-Andresen hat sich auf drei Inseln umgesehen.

Anreise. Air New Zealand fliegt von London über Los Angeles nach Rarotonga auf die Cookinseln. Wahlweise auch in Kooperation mit Lufthansa von Deutschland über Los Angeles nach Rarotonga. Teilweise muss auch ein Umweg über Auckland in Kauf genommen werden. Der Flug von Rarotonga nach Atiu oder Aitutaki ist buchbar bei Air Rarotonga.

Unterkunft. Auf Rarotonga empfehlen wir die modernen Kakera-Appartements, die sich einen Touch polynesischen Flairs bewahrt haben. Absolut komfortabel und stilsicher. Auf Aitutaki ist das Pacific Resort ein polynesischer Traum, mit Außenduschen, unglaublichen Aussichten und einem außergewöhnlichen Service. Allein ein Besuch des Restaurants ist lohnenswert. Auf Atiu sucht man nach der paradiesischen Unterkunft mit üblichen Standards vergeblich, aber Roger Malcolm hat sein Bestes versucht. Seine von Hand gebauten Holzhütten sind die erste Adresse am Platz. Der Standard befindet sich dennoch irgendwo in den 1980er-Jahren.

Mann auf Boot auf den Cookinseln

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Sprache. Der Inselstaat hat zwei Amtssprachen: Englisch sowie Cook-Island-Maori, auch als Rarotonganisch bezeichnet.

Am besten zwischen April und Oktober auf die Cookinseln

Klima. Das ganze Jahr über wird es nie kühler als 20 Grad Celsius. Regenreich ist die Zeit von November bis März, dann ist auch die Zeit der Zyklone, die in der Vergangenheit Unheil auf den Inseln anrichteten. Ende März und April ist das Ende der Zyklon-Saison, das bedeutet, dass sich dann meist der Himmel klärt und besonders sonnige Tage zu erwarten sind.

Reisezeit. Die beste Reisezeit ist im März und April, nach der Zyklon-Saison, oder im Herbst ‒ dann, wenn die Temperaturen steigen, aber die Luftfeuchtigkeit abnimmt. Allerdings sind die Monate Juni, Juli und August auch attraktiv.

Währung. Auf den Cookinseln wird mit NZ-Dollars bezahlt. Es gibt zahlreiche Geldautomaten, und auch Kreditkarten werden an vielen Stellen akzeptiert. Auf den kleineren Inseln empfiehlt es sich jedoch, Bargeld in der Tasche zu haben.

Schnorcheln, picknicken, Rösterei besuchen

Sehenswürdigkeiten. Sagen wir mal so, wer in die Südsee fährt, sollte keine großartigen Museen erwarten oder Denkmäler, die sich für ein Selfie lohnen. Auf Rarotonga ist eine Schnorchel- oder Kajaktour in der Muri-Lagune der absolute Höhepunkt. Auch sehr schön ist der wöchentliche Markt Punanga Nui, der jeden Samstag stattfindet. Wer außergewöhnliche Begegnungen mag, sollte mit Pa einen sogenannten Mountain Walk unternehmen. Pa hat derart abenteuerliche Geschichten über sein Leben zu erzählen, dass ein Spaziergang mit dem Rastaman eine wahrhafte Erfahrung sein kann.

Kayaks am Strand auf den Cookinseln

BlueOrange Studio/Shutterstock.com

Nach Aitutaki kommt der Reisende, um in der Lagune zu schnorcheln, auf einer einsamen Insel zu picknicken und auf der berühmten One Foot Island ein kühles Getränk zu genießen. Anschließend wäre eine Island Night zu empfehlen. Auf Atiu herrscht wilde Natur, die sich am besten mit einer Tour mit Birdman George veranschaulichen lässt. Er zeigt nicht nur idyllische Buchten und indigene Vogelarten, sondern gibt zudem kleine Exkursionen in Pflanzenkunde. Unbedingt besuchen sollte man Atiu Island Coffee, verbunden mit einer kleinen Tour, die den Reisenden nicht nur zu den Kaffeepflanzen, sondern auch direkt in die Rösterei führt. Ein tiefgründiges Highlight der Insel sind die Höhlen, die sich mit einer Tour begehen lassen.

Trinkgeld. Im Restaurant werden 5-10 % erwartet, Zimmermädchen freuen sich über 5 NZ-Dollar pro Woche.

Muscheln für die Daheimgebliebenen

Souvenirs. Wer etwas Bleibendes erstehen möchte, kann sich auf Maori-Art auf den Inseln tätowieren lassen. Ansonsten sind “echte” Souvenirs rar gesät. Außer Muscheln und dem aus ihnen verarbeiteten Schnickschnack gibt es kaum etwas Authentisches für Daheimgebliebene. Außer natürlich den köstlichen, aber durchaus hochpreisigen Kaffee aus Atiu. Und wer einen Sarong, eine Ukulele oder Ähnliches sucht, wird samstags auf dem Punanga Nui Market in Rarotonga fündig.

Persönlicher Tipp. Im November findet in Rarotonga das größte Sportevent der Inselgruppe statt. Vaka eiva ist ein Kanurennen, wo die typischen polynesischen Boote um die Wette eine gewisse Distanz zurücklegen müssen. Während der Sporttage findet eine Art Festival auf dem Festland statt. Mücken sind eine Plage. Man sollte auf keinen Fall ohne Anti-Mücken-Mittel das Haus verlassen und strikt unter einem Moskitonetz schlafen.Und bitte Achtung beim Überqueren der Straße: Es herrscht Linksverkehr.

Reiseführer. Lonely Planet, Rarotonga, Samoa & Tonga. Der englische Reiseführer konzentriert sich auf Samoa, Tonga und eben die verschiedenen Cookinseln ‒ für den perfekten Südsee-Durchblick. Schön ist, dass der Guide ‒ obwohl er auf den ersten Blick oberflächlich wirkt ‒ so viele Inselparadiese beschreibt, doch sehr ausführlich und absolut ausreichend auf die kleinen Inseln der Cooks eingeht, und das auf eine sehr übersichtliche und informative Art und Weise. Auch die kleinen Inseln der Cookinseln werden vorstellt. Es ist der beste Reiseführer, der sich um dieses Fleckchen Erde kümmert.

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