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Willkommen in Zug bei Lech – dort, wo sich ein verschneites (oder sattgrünes) Bergidyll mit modernem Design, altem Gemäuer und ganz großen Geschmackserlebnissen verbindet. Das Hotel »Rote Wand« ist kein Hotel wie jedes andere. Es ist ein Design-Ensemble – charmant, stilvoll, familiengeführt. Und es beherbergt ein kulinarisches Projekt, das nicht weniger als Ausnahmezustand im besten Sinne ist: den »Rote Wand Chef’s Table« im historischen »Schualhus«. Chefredakteurin Jenny hat probiert – und berichtet!

Hinweis der Redaktion: Der Besuch des Restaurants erfolgte nicht auf Einladung. Alle Kosten wurden selbst übernommen!

Dort, wo einst das Einmaleins gelehrt wurde, zelebriert heute Julian Stieger seine persönliche Spitzenküche: alpin, mutig und mit einem Hauch Nordic Cuisine. Gelernt hat er bei den Größten – Geranium, Eleven Madison Park –, jetzt ist Zug seine Bühne. Bevor es losgeht: Sammelpunkt in der Hotellobby, Tunnelabstieg wie beim Geheimclub, dann Aufwärmrunde im Vorraum mit kleinen, feinen Grüßen. Beispielsweise dem alpinen Cheesecake getoppt mit Kaviar. Der krönende Abschluss des Vorspiels: Kartoffel, Eigelb, Thymian – schmecken wie eine wollene Decke aus Genuss. Und dann? Showtime.

Julian Stieger in seinem Restaurant Rote Wand

Foto: Rote Wand

Trüffel trifft auf Blutwurst

Der Pass glüht, Trüffel regnet auf Blutwurstbrot und in der offenen Küche herrscht stilles und gemächliches Arbeiten. Die absolute Perfektion auf dem Teller und restlose Beherrschtheit am Topf. Hier wird nicht geflucht. Nicht gestolpert oder geklappert. Da wird es serviert. Das Signature-Gericht von Julian höchstpersönlich: ein Steckrübengratin mit gereiftem Bergkäse. Zum Niederknien.

Gericht auf einem Teller im Rote Wand Chefs Table

Foto: Rote Wand

Vor dem Dinner gab’s übrigens eine Warenschau. Was kommt da auf den Teller? Woher? Warum? Spannend wie ein Krimi – mit Happy End. Nur das Sanddorn-Sorbet hat mein Herz leider nicht erobert. Dafür der Kapaun, der Ochse und tatsächlich auch der Karpfen. Ein Fisch, vor dem ich mich seit meiner Jugend fürchte. Zum Schluss: eine Zimtschnecke, warm und weich wie eine Kindheitserinnerung, plus ein Kaffee, der schmeckt wie ein echter Abschied: stark, ehrlich, bleibt lange im Kopf.

Mehr Infos zum »Rote Wand Chef’s Table« findest du auf der Website des Gourmethotels Rote Wand. Und für Aktivitäten in der Nähe empfehlen wir dir eine Etappe des Lechwegs

Setup im Rote Wand Chef's Table

Foto: Rote Wand


Lust auf mehr Infos zu Lech am Arlberg? Dann hör in diesen tollen Podcast rein:

Cover des DAHIN-Podcasts zu Lech am Arlberg.