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Kräftige Regenfälle, stürmische Böen und hoher Wellengang haben die Kanaren weiter im Griff: Das Sturmtief »Therese« beeinträchtigt immer noch vielerorts den Urlaubsalltag. Besonders Reisende mit Flügen nach La Palma, El Hierro, Teneriffa oder Gran Canaria müssen mit Ausfällen, Umleitungen und teils langen Wartezeiten rechnen.

Update, Stand 25. März 2026: Die Wetterlage hat sich nach kurzem Aufatmen seit Dienstagmorgen erneut verschlechtert. Es regnet heftig, insbesondere auf Gran Canaria. Auch Teneriffa ist stark betroffen. Auf Gran Canaria verzeichnen mehrere Gemeinden wie Arucas, Teror oder Bañaderos Überschwemmungen, Erdrutsche und Wasseransammlungen, die zur Sperrung von Straßen und zum Einsatz von Rettungskräften geführt haben. An einigen Stellen kam es sogar zu vorsorglichen Evakuierungen und Verkehrsunterbrechungen aufgrund der Gefahr von Überflutungen.

Update, Stand 22. März 2026: Kräftige Regenfälle, stürmische Böen und hoher Wellengang sorgen auf den Kanaren weiterhin für Einschränkungen im Urlaubsalltag. Besonders Reisende mit Flügen nach La Palma, El Hierro, Teneriffa oder Gran Canaria müssen aktuell mit Ausfällen, Umleitungen und teils langen Wartezeiten rechnen.

Wie heftig ist der Sturm?

Der spanische Wetterdienst Aemet warnt vor Sturmböen von bis zu rund 90 Kilometern pro Stunde in höheren Lagen sowie vor extremen Regenmengen. Lokal könnten laut Meteorologen bis zu 400 Liter Regen pro Quadratmeter fallen – das entspricht in manchen Regionen nahezu einem ganzen Jahresniederschlag. An den Küsten werden Wellen von bis zu fünf Metern Höhe erwartet, in den Bergen oberhalb von etwa 1.800 Metern ist sogar Schnee möglich.

»Therese« zieht von West nach Ost über die Inselgruppe, die unbeständige Wetterlage kann sich nach Einschätzung von Aemet bis ins Wochenende hinein ziehen. Besonders betroffen sind die westlichen Inseln La Palma und El Hierro, aber auch auf Teneriffa und Gran Canaria nehmen Regen und Wind deutlich zu.

Flugausfälle und Umleitungen – wo ist es besonders kritisch?

Bereits jetzt wurden zahlreiche Flüge auf den Kanaren gestrichen oder umgeleitet. Betroffen sind vor allem Verbindungen zu den kleineren Flughäfen auf La Palma und El Hierro, wo Landungen wegen Windböen und schlechter Sicht besonders schwierig werden. Lokalmedien berichten etwa von Maschinen, die nach dem Start wieder umkehren mussten oder auf andere Inseln ausweichen sollten.

Auch größere Flughäfen wie Teneriffa Süd standen zeitweise stark unter Druck, weil Ankünfte und Abflüge sich stauten. Die kanarische Regionalairline Binter meldete bereits Verspätungen sowie einzelne Flugausfälle und fordert Passagiere auf, den Status ihrer Verbindung kurzfristig online zu prüfen. Da sich der Sturm weiter verstärken kann, rechnen Behörden und Airlines mit weiteren Störungen im Laufe von Freitag und über das Wochenende.

Flughafenanzeige mit gestrichenen Flügen

Foto: Frame Stock Footage / shutterstock.com

Fähren im Hafen, Nationalparks gesperrt

Nicht nur der Luftverkehr ist betroffen: Aufgrund des hohen Seegangs und der Sturmwarnungen haben einige Reedereien Schlechtwetter‑Protokolle aktiviert, Fahrzeuge werden besonders gesichert und Abfahrten können kurzfristig gestrichen werden. Urlauber sollten deshalb nicht davon ausgehen, dass Fährverbindungen zwischen den Inseln wie geplant stattfinden, und Inselhopping mit Puffer planen.

Parallel greifen die Behörden zu umfangreichen Vorsichtsmaßnahmen an Land. Auf mehreren Inseln wurden Schulen und Kitas geschlossen, teilweise gilt dies für den gesamten Archipel. Nationalparks, Bergstraßen und ausgesetzte Wanderwege werden gesperrt, Sportveranstaltungen und Feste fallen aus.

Was bedeutet das konkret für Urlauber?

Für viele Reisende ist weniger der Sturm selbst das Problem, sondern die Frage, ob Anreise, Inselwechsel oder Rückflug wie geplant funktionieren. Wer in den nächsten Tagen auf die Kanaren fliegt oder von dort zurückreist, sollte:

  • Flugstatus engmaschig prüfen: Am besten direkt in der App oder auf der Website der Airline, nicht nur über allgemeine Fluginformationsseiten.
  • Kontaktmöglichkeiten bereithalten: Airline‑Accounts in Social Media, Hotline‑Nummern und Buchungsbestätigungen griffbereit haben, um im Fall einer Umbuchung schnell reagieren zu können.
  • Keine knappen Umstiege planen: Wer Anschlussflüge in Madrid, Barcelona oder auf einer anderen Kanaren‑Insel gebucht hat, sollte mit deutlichen Verspätungen rechnen und wenn möglich größere Zeitpuffer einbauen.
  • Fährverbindungen hinterfragen: Tagesausflüge auf Nachbarinseln oder Mietwagen‑Rundreisen mit Fähre sollten flexibel bleiben – Abfahrten können sehr kurzfristig gecancelt werden.

Vor Ort gilt: Küstenpromenaden, Wellenbrecher und ausgesetzte Aussichtspunkte sind während des Sturms keine gute Fotolocation. Die Behörden warnen davor, sich dem Meer bei hohen Wellen zu nähern; immer wieder kommt es bei ähnlichen Wetterlagen zu Unfällen durch Überspülungen. Mietwagen sollten nicht an Barrancos oder an Stellen geparkt werden, die bei Starkregen schnell volllaufen, und Bergfahrten in höhere Lagen besser verschoben werden.

Auf der linken Seite hebt sich aus dem Meer eine steile Küste in die Höhe. Durch die Wolken darüber bricht die Sonne.

Ohne Sturm sehr idyllisch: Gran Canaria | Foto: Joel Rohland

Wie lange wird »Therese« die Inseln beschäftigen?

Nach aktuellem Stand bewegt sich »Therese« langsam über den Archipel, sodass Regen und Sturm nicht nur ein kurzes Ereignis von wenigen Stunden bleiben. Aemet geht davon aus, dass die unbeständige Wetterlage mindestens bis zum Wochenende 21. und 22. März 2026 anhält, bevor sich die Situation schrittweise entspannt. Das bedeutet: Auch Reisende, die erst in ein, zwei Tagen anreisen, sollten die Entwicklung im Blick behalten.

Gleichzeitig gilt: Die Infrastruktur auf den Kanaren ist grundsätzlich an heftige Wetterlagen gewöhnt, und oft beruhigt sich die Situation nach einigen Tagen wieder, sodass ein Großteil des Urlaubs wie geplant stattfinden kann. Wer jetzt auf dem Weg dorthin ist oder kurzfristig abreisen möchte, muss sich aber auf Flexibilität einstellen – bei der Flugdurchführung, bei Fährzeiten und beim Programm vor Ort.

Tagesaktuelle Infos bekommt ihr hier:

Offizielle Warnkarte und Prognose: Spanischer Wetterdienst Aemet (Rubrik »Canarias« und »Avisos meteorológicos«)

Aktuelle Fluginfos: Direkt bei der Airline‑App bzw. auf der Website des Abflug‑ oder Ankunftsflughafens

Lage vor Ort: Webseiten/X‑Kanäle von Cabildos, Protección Civil und lokalen Medien der jeweiligen Insel. Allerdings sind die dann auf Spanisch.