Malerische Buchten mit kristallklarem Wasser, abgeschiedene Bergdörfer und archäologische Stätten – Zypern, die Insel der Götter, ist definitiv eine Reise wert und lädt zum Entdecken ein. Unsere Reisetipps für einen Urlaub in Zypern.

Warum sich ein Urlaub auf Zypern lohnt

Morgens wandern im Troodos-Gebirge, nachmittags im Mittelmeer baden und abends Mezé direkt am Hafen essen: Zypern verbindet auf kleinem Raum erstaunlich viele Welten. Die Insel im östlichen Mittelmeer lockt mit antiken Stätten, stillen Bergdörfern, türkisfarbenen Buchten und bis zu 340 Sonnentagen im Jahr. Wer genauer hinschaut, entdeckt weit mehr als nur ein klassisches Badeziel.

Und dann ist da noch die Küche. Zyperns regionale Gastronomie verbindet Einflüsse aus der Türkei, Griechenland und dem Nahen Osten zu etwas Eigenem. Ein Grund mehr, länger zu bleiben.

Neugierig geworden? In diesem Artikel haben wir viele Tipps für den nächsten Urlaub in Zypern zusammengetragen.

Was isst du da, Zypern? Das sollte man probieren!

Auf Zypern beginnt der Tag mit einem Frühstück, das anderswo schon als Hauptmahlzeit durchgehen würde. Sauerteigbrot aus dem Holzofen, Spiegelei mit Oregano, grüne Oliven mit Koriander, gepökelte Schweinelende, zypriotischer Honig und ein Weißkäse aus Halloumi-Molke. Wer sich dieser Tradition hingibt, startet königlich in den Tag.

Das eigentliche Herzstück der zypriotischen Küche ist aber das Mezé. Fleisch oder Fisch, das ist hier die erste Frage. Die zweite erübrigt sich dann von selbst, denn was folgt, ist kein einzelnes Gericht, sondern eine Parade von bis zu 30 kleinen Speisen. Den Auftakt machen Salate, Oliven und gegrillter Halloumi. Der traditionelle Käse, hergestellt aus Schafs-, Ziegen- oder Kuhmilch, wird mit Olivenöl bestrichen und direkt auf dem Grill zubereitet. Dazu ein Dressing aus Olivenöl, Weißweinessig und Zitronensaft, verfeinert mit Zitronenschale, Koriander, Knoblauch, Senf und Kapern. Danach kommt Fisch oder Fleisch.

Typisch auf Zypern: Mezé, viele verschiedene kleine Gerichte

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Eine besondere Delikatesse ist zum Beispiel »Lountza«; eine Spezialität Zyperns, bei der geräuchertes, in Rotwein getränktes Schweinefleisch mit Koriander bedeckt in der Sonne getrocknet wird. Das Mezé endet mit süß eingelegtem Obst und ist die beste Möglichkeit, binnen kurzer Zeit möglichst viele Köstlichkeiten der zypriotischen Küche kennen zu lernen.

Typisch Zypern: die Kafenia

Ob im entlegensten Bergdorf oder im Neubauviertel einer Stadt: Ein Kafenion findet sich immer. Das zypriotische Kaffeehaus ist mehr als eine Einkehrmöglichkeit, es ist eine Institution. Karten spielen, Tavli, das zypriotische Backgammon, Zeitung lesen, in der Sonne sitzen und reden. Oder einfach schweigen. Einen Getränkezwang gibt es nicht, und so können Stunden vergehen, ohne dass irgendjemand daran Anstoß nimmt.

Die Einrichtung ist meist noch aus Großmutters Zeiten: Holzstühle, Holztische, eine kleine Theke. Mehr braucht es nicht. Die Atmosphäre ergibt sich von selbst.

Auch der Kaffee folgt eigenen Regeln. Statt Espressomaschine kommt das Briki zum Einsatz, ein kleines, langstielig es Kännchen mit bauchiger Unterseite und schmalem Hals, in dem der Kaffee direkt aufgebrüht wird. Das Ergebnis ist kräftig, aromatisch und nichts für Eilige. Passend zum Rest.

Unsere Reisetipps für Zypern: Unbedingt einen typischen Kaffee dort probieren

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Auf Zyperns Weinstraßen wandeln

Fünftausend Jahre Weinbau auf einer Insel, die viele nur mit Strand und Sonne verbinden. Zypern hat also eine etwas längere Tradition in Sachen Reben, als man vermuten würde. Archäologen haben das belegt, und der bekannteste Beweis wächst noch heute: Der Commandaria aus dem Ort Kolossi nahe Limassol gilt als ältester Markenwein der Welt. Der süße Dessertwein wird ausschließlich an den südlichen Ausläufern des Troodos-Gebirges angebaut und ist auf Zypern so etwas wie flüssiges Kulturerbe.

Weinberg auf Zypern

Foto: ShotnCut/Shutterstock.com

Fünftausend Jahre Weinbau auf einer Insel, die viele nur mit Strand und Sonne verbinden. Zypern hat also eine etwas längere Tradition in Sachen Reben, als man vermuten würde. Archäologen haben das belegt, und der bekannteste Beweis wächst noch heute: Der Commandaria aus dem Ort Kolossi nahe Limassol gilt als ältester Markenwein der Welt. Der süße Dessertwein wird ausschließlich an den südlichen Ausläufern des Troodos-Gebirges angebaut und ist auf Zypern so etwas wie flüssiges Kulturerbe.

Wer tiefer in die Weinwelt der Insel eintauchen möchte, findet gleich sieben Weinstraßen, die sich über Zypern verteilen. Eine davon führt in die Bergregion Pitsilia, vorbei an Dörfern wie Pelendri, Kyperounta und Agros, durch ein Anbaugebiet mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung, das insgesamt 32 Dörfer umfasst. In der Nähe liegt das Weingut Lambouri Winery in Platres, eines der höchstgelegenen Weingüter Europas und in den vergangenen Jahren vielfach ausgezeichnet. Wer im Parklane Resort & Spa in Limassol übernachtet, hat diese Route praktisch vor der Haustür.

Nikosia: Die letzte geteilte Hauptstadt Europas

Während sich an den Küsten Zyperns vieles um Strände, Buchten und Promenaden dreht, zeigt Nikosia eine andere Seite der Insel. Die Hauptstadt, auf Griechisch Lefkosia genannt, liegt im Landesinneren und ist bis heute die letzte geteilte Hauptstadt Europas. Mitten durch die Altstadt verläuft die sogenannte Green Line, die den griechisch-zypriotischen Süden vom türkisch kontrollierten Norden trennt. Was auf der Landkarte politisch wirkt, ist vor Ort vor allem eines: spürbar.

Rund um die Ledra Street, die bekannteste Einkaufsstraße der Stadt, treffen Cafés, Boutiquen und moderne Bars auf Kontrollpunkte und historische Mauern. Der Grenzübergang lässt sich zu Fuß passieren – Reisepass oder Personalausweis sollte man dabeihaben. Wenige Schritte reichen, und Straßenschilder, Sprache und Atmosphäre verändern sich merklich.

Ledra Street in Nikosia

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Die Altstadt von Nikosia wird von venezianischen Mauern aus dem 16. Jahrhundert umschlossen. Dahinter liegen enge Gassen, kleine Innenhöfe und traditionelle Häuser mit hölzernen Balkonen. Viele Besucher bleiben rund um die Küste der Insel – und verpassen damit eine der spannendsten Städte Zyperns.


Welche weiteren Sehenswürdigkeiten in Nikosia locken, haben wir dir hier zusammengefasst.


Streifzug durch Limassol und Besuch von Kap Greco

Limassol ist eine Stadt, die Geschichte nicht versteckt, sondern zeigt. Als zweitgrößte Stadt Zyperns hat sie viele Herren kommen und gehen sehen, und jeder hat seine Spuren hinterlassen. Römische Bauten wie das Stadion, das byzantinische Kastell, der türkische Stadtteil mit seinem Basar und kleinen Cafés: Wer durch Limassol spaziert, spaziert durch Jahrhunderte.

Wer die Küste weiter erkundet, stößt am Kap Greco auf eine Legende. Etwa zehn Kilometer von Ayia Napa entfernt soll einst ein Meeresungeheuer in den Höhlen an der Steilküste gehaust haben. Das Ungeheuer ist verschwunden, die Höhlen sind geblieben, und sie sind durchaus sehenswert. Das gesamte Gebiet steht heute unter Nationalpark-Schutz. Wer möchte, wandert auf gut angelegten, nicht allzu anspruchsvollen Wegen direkt am Meer entlang bis nach Ayia Napa. Ob dabei das ein oder andere Rauschen im Wasser zur Legende passt, entscheidet jeder selbst.

Meereshöhlen in Ayia Napa auf Zypern

Foto: Crazy nook/Shutterstock.com

Adventure Park im City of Dreams Mediterranean

Seit Oktober 2025 hat Limassol eine neue Adresse für alle, denen ein Tag am Pool zu wenig ist. Der Adventure Park im City of Dreams Mediterranean bringt auf rund 5.000 Quadratmetern eine der größten Outdoor-Erlebniswelten Zyperns in die Stadt.

Herzstück ist der Zipline Coaster, laut Betreiber der einzige seiner Art auf der Insel. Besucher gleiten dabei in gesichertem Gurtsystem durch Kurven und über das gesamte Gelände. Wer es etwas langsamer angehen will, aber trotzdem Höhe sucht, findet sie im zweistöckigen High-Ropes-Parcours mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Kletterfreunde können sich an mehreren bis zu acht Meter hohen Wänden ausprobieren, die architektonisch an die historische Kolossi-Burg angelehnt sind.

Dazu kommen ein Trampolin- und Parkourbereich, ein 18-Loch-Abenteuer-Minigolfplatz mit Wasser- und Hinderniselementen sowie ein schiffsthematisierter Spielbereich für die Jüngsten. Familien mit Kindern unterschiedlichen Alters finden hier also für jeden etwas. Mit seiner Mischung aus Action, Geschicklichkeit und Familienunterhaltung gehört der Adventure Park zu den größten neuen Freizeitattraktionen, die Zypern in den vergangenen Jahren gesehen hat.

Weitere Informationen gibt es auf der Website des Adventure Parks.

Schiffstouren entlang der Küste Zyperns

Wer Zypern vom Wasser aus erleben möchte, hat von Mai bis Oktober die Wahl zwischen mehreren Küstentouren. Die Routen führen ab Lemesos-Hafen zum Strand Lady’s Mile, ab Pafos-Hafen zur Coral Bay, von Agia Napa nach Paralimni und Protaras, von der Larnaka-Marina in die Agia-Napa-Region sowie von Polis und Latchi entlang der wilden Akamas-Küste. Imbiss und Getränke sind in der Regel im Preis inbegriffen. Eine malerischere Art, die Insel kennenzulernen, gibt es kaum.

Schiff mit Touristen vor der Küste Zyperns

Foto: Hipses

Auf den Spuren der roten Dörfer

Zypern wartet im Südosten der Insel mit einer Besonderheit auf: Die für die Mittelmeerinsel so typische rote Erde ist hier derart markant, dass der Landstrich nördlich von Larnaka bis Kap Greko auch als »Land der roten Erde« bezeichnet wird. Hier liegen die Kokkinochoria – die roten Dörfer von Zypern. Leicht zu befahrende, intakte Straßen machen die Dörfer zu einem idealen Ziel für eine Entdeckungstour mit dem Fahrrad.

Wer lieber mit dem Auto unterwegs ist, kann entlang der Küstenstraße bis Agia Napa oder Protaras fahren. Auf insgesamt rund 100 Kilometern Wegstrecke zwischen Deryneia und Larnaka laden die roten Dörfer immer wieder zu Pausen ein.

Küste von Kokkinochoria, Zypern, aus der Vogelpersepektive

Foto: f8grapher/Shutterstock.com

Tipps: Das Dorf Liopetri, berühmt für seine schmackhaften Kartoffeln. Entlang der Straßen in diesem Gebiet lässt sich die für die Region typische dörfliche Architektur bestaunen. In Deryneia lohnt sich ein Besuch des Volkskunstmuseums und in Frenaros, im Herzen der roten Dörfer, ein Abstecher zur mittelalterlichen Archangelos Michael-Kirche. Kurz hinter dem Bauerndorf Avgorou liegt der Akhna-Damm, ein beliebter Platz zur Vogelbeobachtung.

Wandern im Troodos National Park

Zypern ist grüner als viele denken. Rund 20 Prozent der Landesfläche sind noch mit Wald bedeckt, geprägt von Schwarz- und Aleppo-Kiefern, Pinien, Platanen und Steineichen. Zwei Baumarten gibt es nirgendwo sonst auf der Welt: die Troodos-Kiefer und die Troodos-Zeder.

Das grüne Herz der Insel schlägt im Troodos-Gebirge. Hier liegt der größte der sieben zypriotischen Nationalparks, rund 9.300 Hektar groß, mit vier Naturreservaten. 800 verschiedene Pflanzenarten sind hier heimisch, 72 davon endemisch, also ausschließlich auf Zypern zu finden. Zwölf Arten kommen sogar nur im Troodos-Gebiet vor. Wer Zypern nur vom Strand kennt, hat die halbe Insel noch nicht gesehen.

Troodos-Nationalpark auf Zypern

Foto: Milan Seitler

Wer tiefer in die Natur des Troodos eintauchen möchte, findet im Troodos National Park Environmental Information Centre mitten im Nationalpark einen guten Ausgangspunkt. Ausstellungen zu Umwelt und Naturkunde, ein kleiner Shop und ein Kino geben Orientierung, bevor es nach draußen geht. Ausgewiesene Wanderrouten mit insgesamt 50 Kilometern Länge durchziehen das Gebiet, spezielle Mountainbike-Strecken sind ebenfalls ausgeschildert.

Wer im Frühling auf Zypern ist, sollte sich die Nature Trails nicht entgehen lassen. Auf drei bis zwölf Kilometern führen sie durch eine Landschaft, die dann in voller Blüte steht: Anemonen, Narzissen, Gladiolen, Schwertlilien, Krokusse, Tulpen, Klatschmohn, Alpenveilchen und weißer Affodill säumen den Weg. Neugierig? Wandern auf Zypern kann so aussehen.

Wintersport auf Zypern

Nur eine Autostunde von der Küste entfernt beginnt eine andere Welt. Das Troodos-Gebirge erhebt sich bis auf 1.952 Meter, gekrönt vom Mount Olympus, der schon von Weitem das Panorama dominiert. Zeus soll ihn zu seinem Hauptwohnsitz erkoren haben. Geschmack hatte er.

Im Winter verwandelt sich das Gebirge in ein kompaktes Skigebiet. Der Cyprus Ski Club betreibt vier Lifte, die Skifahrer auf kurze, aber abwechslungsreiche Pisten bringen. Insgesamt rund vier Kilometer Abfahrtsstrecke, verteilt zwischen 1.700 und 1.952 Metern Höhe. Groß ist das Skigebiet nicht, aber für einen Wintertag mit Bergkulisse reicht es allemal. Strandurlaub und Skifahren auf derselben Insel: Zypern macht es möglich.

Skifahrer auf Zypern fahren einen Berg hinab

Foto: polispoliviou/Shutterstock.com

Golf spielen auf Zypern

An der Südküste Zyperns, zwischen Pafos und Lemesos gelegen, bietet der mittlerweile fast 20 Jahre alte Golfplatz Aphrodite Hills von fast jedem Loch aus einen Panoramablick auf das Mittelmeer und den berühmten Felsen der Aphrodite.

Aphrodite Felsen auf Zypern mit Drohne fotografiert

Foto: FOTOGRIN/ Shutterstock.com

Auf einer Länge von mehr als sechs Kilometern führt der Kurs durch Schluchten, Täler und über anspruchsvolle Greens. Anfänger trainieren auf einer Driving Range mit zwei Abschlagzonen oder an einem der drei Academy Holes.

Fast in direkter Nachbarschaft zur Anlage des Aphrodite Hills liegt der Secret Valley Golf Club. Inmitten einer Berglandschaft mit Felsformationen werden die Runden auf diesem Platz zu einem Naturerlebnis.

In den Hügeln von Tsada, nördlich von Pafos, wurde 1994 der erste Golfplatz der Insel, der Minthis Hills Golf Club, eröffnet. Hier spüren Golf-Urlauber schon beim Abschlag den Atem der jahrhundertealten Geschichte Zyperns: Der Kurs führt rund um ein ehemaliges Kloster aus dem zwölften Jahrhundert, das komplett in die Anlage integriert wurde.

Grüner Golfplatz auf Zypern aus der Vogelperspektive

Foto: sadullahkisi/ Shutterstock.com

Außerdem gibt es noch den Elea Golf Club. Der Platz aus der Feder des Architekten Nick Faldo ist direkt an die Luxusanlage des Palmerston Pafos Resort angegliedert.

Die schönsten Klöster Zyperns

Kykkos ist kein gewöhnliches Kloster. Es ist das berühmteste und reichste der Insel, thront auf 1.318 Metern im Troodos-Gebirge und ist schon die Anfahrt wert. Schmale, gewundene Bergstraßen mit atemberaubenden Abgründen führen hinauf, etwa 70 bis 80 Kilometer von Limassol entfernt. Wer ein ruhiges Gemüt mitbringt, wird belohnt.

Gegründet um das Jahr 1100, bewahrt das Kloster eine der bedeutendsten Marien-Ikonen der orthodoxen Welt. Sie soll vom Evangelisten Lukas persönlich gemalt worden sein. Nur wenige Kilometer entfernt, auf dem Throni-Hügel, liegt das Grab von Erzbischof Makarios III., dem ersten Präsidenten der Republik Zypern.

  • Kykkos ist ganzjährig geöffnet, von Juni bis Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr, von November bis Mai von 10 bis 16 Uhr, außer an hohen Feiertagen.
Kykko-Kloster auf Zypern

Foto: Roxana Bashyrova/Shutterstock.com

Das Machairas-Kloster liegt auf etwa 870 Metern im östlichen Troodos-Vorgebirge, rund 40 Kilometer von Lefkosia entfernt. Sein Name geht auf eine Legende zurück: Als die wundertätige Ikone der Jungfrau Maria hier aufgefunden wurde, soll sie von einem Messer bewacht worden sein. Machairi bedeutet auf Griechisch genau das. Auch diese Ikone wird dem Evangelisten Lukas zugeschrieben.

  • Das im 12. Jahrhundert gegründete Kloster ist in der Regel montags bis freitags von 9:30 bis 18:00 Uhr geöffnet, an Wochenenden bereits ab 6:30 Uhr. Aktuelle Zeiten sollte man vorab prüfen. Besucher werden um ruhiges und respektvolles Verhalten gebeten.

Noch älter und noch dramatischer gelegen ist das Stavrovouni-Kloster. Es thront auf einem steilen Felsen in rund 750 Metern Höhe, etwa 40 Kilometer von Larnaka entfernt, und gilt als das älteste Kloster Zyperns überhaupt. Gegründet wurde es 327 oder 329 von der Heiligen Helena, der Mutter Kaiser Konstantins, die hier einen Teil des in Jerusalem gefundenen Kreuzes Christi zurückließ. Die Reliquie wird bis heute in einem silbernen Kreuz in der Ikonostase aufbewahrt. Männliche Besucher dürfen das Kloster betreten, Frauen können die nahegelegene Kapelle Agia Varvara besuchen. Fotografieren und Filmen ist streng verboten.

  • Geöffnet ist das Kloster von September bis März von 7:00 bis 11:00 Uhr und von 14:00 bis 17:00 Uhr, von April bis August von 7:00 bis 12:00 Uhr und von 15:00 bis 19:00 Uhr.
Stavrovouni-Kloster in Zypern

Foto: AlexLev/Shutterstock.com

Die schönsten Strände auf Zypern

Der Nissi Beach ist ein echter Allrounder: Am langgezogenen feinen Sandstrand kann man hervorragend sonnenbaden und entspannen. Dank der tieferen Stellen im Meer lädt die Bucht aber auch zum Schnorcheln ein. Durch das seichte Wasser kannst du außerdem die vorgelagerte kleine Insel Nissi leicht erreichen. In der Hauptsaison ist der Trubel am beliebten Nissi Beach größer, wenn das Partyvolk in den zahlreichen Bars und Clubs die Nacht zum Tag macht.

Insel vor dem Nissi Beach in Zypern

Foto: George Lemon

Einer der schönsten Strände Zyperns findest du an der Coral Bay. Zehn Kilometer nördlich von Pafos gelegen, stehen tagsüber zahlreiche Wassersportmöglichkeiten in der geschützten Bucht bereit.

Zahlreiche kleine, romantische Buchten erwarten dich am Governor’s Beach östlich von Lemesos. Eindrucksvoll hebt sich der schwarze Lavasand von den weißen Kalksteinfelsen ab. Hier laden grüne Liegewiesen zum Verweilen ein.

Idyllischer Strand auf Zypern mit Badenden

Foto: Emil225/ Shutterstock.com

Die feinsandigen Strände in der Umgebung des Städtchens Agia Napa fallen flach ab. Vor allem Familien mit Kindern fühlen sich an den idyllischen Buchten wohl. Sie ziehen über sechs Kilometer an der Küste entlang.

Ein Refugium für alle, die es eher ruhiger mögen, ist der einsam gelegene Ágios Geórgios Beach. Nahe des Klosters Ágios Geórgios Alamános bieten sich weiße, vom Meer glatt geschliffene Felsplatten als Sonnenliegeplätze an.

Last but not least: die Konnos-Bucht. Sie taucht nördlich des Kaps in Richtung Protaras auf. Die Strände mit weißem Sand und klarem, tiefblauem Wasser verheißen etwas Ruhe im Gegensatz zum beispielsweise eher wuseligen Nissi Beach.

Zwei neue Museen eröffnen 2026 in Paphos

Kulturinteressierte Reisende können sich in Paphos auf zwei neue Museen freuen, die das Kulturangebot der Stadt erweitern werden. Im historischen Zentrum entstehen das Georgios K. Tornaritis Museum of Natural History and Art sowie das Multi-Thematic Museum. Beide Einrichtungen werden in den restaurierten ehemaligen Lagerhäusern des Matthew Charalambides untergebracht und sollen gemeinsam mit bestehenden Kulturstätten wie dem Markideio Theater zur weiteren Belebung der Altstadt beitragen.

Das Georgios K. Tornaritis Museum of Natural History and Art widmet sich dem kulturellen und naturhistorischen Erbe Zyperns und basiert auf Sammlungen aus dem Nachlass des zyprischen Juristen, Kunstförderers und Sammlers Georgios K. Tornaritis. Das Multi-Thematic Museum soll ergänzend verschiedene kunst- und kulturhistorische Exponate präsentieren und damit einen breiten Einblick in die Geschichte und Identität der Region geben.

Die Bauarbeiten begannen im Oktober 2025 und sollen nach Angaben der Stadt bis Ende Mai 2026 abgeschlossen werden. Anschließend folgen die Einrichtung der Ausstellungen und die Vorbereitung der Eröffnung. Das wird vermutlich noch im Sommer 2026 der Fall sein.

Mitbringsel: Die besten Souvenirs aus Zypern

Frau shoppt Armbänder auf einem Markt auf Zypern

Kristi Blokhin/ Shutterstock.com

Könnte es eine schöne Erinnerung an eine Zypern-Reise geben, als eine kleine Aphrodite-Statue? Das beliebte Mitbringsel von der Insel der Liebesgöttin steht bei Zypernreisenden hoch im Kurs – du findest sie in vielen Shops.

Als attraktive Souvenirs bieten sich außerdem die traditionellen zypriotischen Handarbeiten an: Stickereien (Lefkaritika), Webarbeiten, Töpferwaren, Lederwaren, Körbe, Kupferwaren, Gold- und Silberschmuck. Wenn du auf Nummer sicher sicher gehen willst, kauf die Handarbeiten in den staatlichen »Cyprus Handicraft Center«, die es in Lefkosia, Lemesos, Larnaka und Pafos gibt.

Geflochtene Körbe in einem Souvenirshop auf Zypern

Foto: kirill_makarov/Shutterstock.com

Berühmt sind vor allem die in Lefkara hergestellten Spitzen namens Lefkaritika, die schon Leonardo da Vinci für die Altardecken des Mailänder Doms erworben haben soll. Im Dorf Fyti werden bunte Webarbeiten hergestellt, in Phini und Kornos Töpferwaren, in Liopetri Korbwaren und in Geroskipou »Cyprus Delight«, ein süßes Konfekt. Auch der filigrane Silberschmuck aus Lefkara ist ein einzigartiges Mitbringsel, ebenso wie die alten Motiven nachempfundenen Keramiken aus den Werkstätten in Larnaka.

Autofahren in Zypern: Achtung, Linksverkehr!

Wer auf Zypern ans Steuer greift, sollte eines nicht vergessen: Hier wird links gefahren. Die internationalen Verkehrszeichen sind entsprechend auf der linken Straßenseite angebracht, Straßenschilder und Wegweiser sind zweisprachig auf Griechisch und Englisch.

Besondere Vorsicht gilt auf engen Nebenstraßen, vor allem im Troodos-Gebirge. Vor unübersichtlichen Kurven wird gehupt. Das ist keine Unhöflichkeit, sondern hier so üblich und wird schlicht erwartet.

Die Geschwindigkeitsgrenzen: 50 km/h innerorts, 80 km/h auf Landstraßen, 100 km/h auf Autobahnen, mit einem Mindesttempo von 65 km/h. Lokale Schilder können abweichen, also Augen offen halten.

Straße, die auf Zypern durch ein Gebirge führt

Foto: Igor Starkov

Autobahnen verbinden die Städte Lefkosia, Lemesos, Larnaka, Pafos und Agia Napa. Die Benutzung der Autobahnen ist kostenfrei. Eisenbahnverbindungen gibt es leider nicht, dafür das preiswerte System der Sammeltaxis und Busse. Zwischen den Städten verkehrt die Bus-Gesellschaft Intercity Buses.

Weitere Informationen gibt es auf der Website von Visit Cyprus oder vor in Frankfurt: Taubenstrasse 1, 60313 Frankfurt, Tel.: 069/25 1919, E-Mail: info@zyperntourismus.de.


Wer noch die passende Unterkunft sucht, für den haben wir einen Tipp: Redakteur Konrad stellt dir hier das im Frühling 2026 eröffnete Ayã Resort vor.


 

Urlaub auf Zypern: Das solltest du wissen

Häufige Fragen

Brauche ich für die Einreise nach Zypern einen Reisepass?

Bürger der Europäischen Union sowie der Schweiz, Islands, Liechtensteins und Norwegens können mit dem Personalausweis einreisen. Wichtig: EU-Recht gilt nur in der Republik Zypern. Wer die Grenze zur Türkischen Republik Nordzypern oder die sogenannte Grüne Linie überqueren möchte, sollte sich vorab beim Auswärtigen Amt über die geltenden Regelungen informieren.

Welche Flughäfen gibt es auf Zypern und wie kommt man vom Flughafen in die Stadt?

Die Republik Zypern hat zwei internationale Flughäfen: Larnaka (LCA) und Paphos (PFO). Larnaka ist der größte und wird von Lufthansa ab Frankfurt und München sowie von Austrian Airlines ab Wien mehrmals wöchentlich angeflogen. Vom Flughafen ins Stadtzentrum fahren Buslinien in rund 15 bis 20 Minuten, das Ticket kostet 2,40 Euro (nachts bis zu 4 Euro). Paphos wird hauptsächlich von Billigfluggesellschaften wie Ryanair, Easyjet und TUI Airways angesteuert. Die öffentlichen Busse der Linien 612 und 613 fahren regelmäßig (tagsüber etwa alle 30–60 Minuten) vom Airport in die Stadt und benötigen 20–30 Minuten. Ein Einzelticket kostet ca. 2 Euro tagsüber und 3 Euro nach 21 Uhr.

Darf ich auf Zypern eine Drohne mitbringen?

Nein. Seit März 2026 gilt auf Zypern ein landesweites Flugverbot für zivile Drohnen, das auf einen Drohnenangriff auf den britischen Militärstützpunkt Akrotiri zurückgeht. Das Verbot betrifft private und gewerbliche Flüge gleichermaßen und gilt für die gesamte Republik Zypern einschließlich Küsten- und Territorialgewässer.

Was sollte man beim Besuch von Kirchen und Klöstern beachten?

Schultern und Knie sollten bedeckt sein, Shorts, Miniröcke und ärmellose Oberteile sind in Kirchen, Moscheen und Klöstern nicht angemessen. Fotografieren ist in vielen Sakralbauten nur mit Genehmigung erlaubt, am besten vor Ort nachfragen. In der Nähe militärischer Anlagen weisen Schilder auf Foto- und Aufenthaltsverbote hin, die unbedingt zu respektieren sind.

Brauche ich einen Steckdosenadapter für Zypern?

Ja. Auf Zypern sind britische Steckdosen mit drei rechteckigen Stiften verbreitet, für die ein Adapter nötig ist. Der Strom wird mit 230 V geliefert, viele Hotels haben zusätzlich 110-V-Anschlüsse etwa für Elektrorasierer. Wer den Adapter vergisst, bekommt ihn oft an der Hotelrezeption oder im Supermarkt.

Was muss man über die Ladenöffnungszeiten auf Zypern wissen?

Die Öffnungszeiten variieren je nach Region, Jahreszeit und Geschäftstyp. Generell öffnen die meisten Geschäfte montags bis samstags zwischen 8:00/9:00 und 20:00–21:00 Uhr. Im Winter schließen viele etwas früher (oft gegen 19:30–20:00 Uhr), im Sommer bleiben sie länger offen.

Gut zu wissen: Traditionell schließen viele kleinere Läden mittwochs und samstags bereits am Nachmittag. Manche Geschäfte machen zudem im Sommer zwischen 14:00 und 17:00 Uhr eine Siesta-Pause. In den touristischen Regionen sind Supermärkte, Souvenirläden und Boutiquen jedoch meist durchgehend geöffnet, häufig auch sonntags bis spätabends.