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Wenn ein Hollywood-Star mit Familie reist, wird wenig dem Zufall überlassen. Chris Hemsworth und Elsa Pataky wählen ihre Ziele mit Bedacht. Zeit füreinander, Abwechslung für die Kinder, Kultur für den Kopf und Abenteuer für das innere Kind. Genau deshalb landete die Familie zuletzt in Abu Dhabi. Wir durften genauer hinschauen, wo Thor privat Pause macht und warum das Emirat inzwischen ganz oben auf der Wunschliste für Familien mit Lust auf Wow-Momente steht.

Action mit Stil: Adrenalin auf Yas Island

Der Startpunkt liegt auf Yas Island, wo sich ein spaciges Highlight ans nächste reiht. Bei »CLYMB Abu Dhabi« geht es hoch hinaus. Im größten Indoor-Skydiving-Flugtunnel der Welt schwebt sogar Nervosität kurz schwerelos durch die Luft. Direkt daneben locken Kletterwände mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Anfänger, kleine Abenteurer und sportliche Eltern finden hier passende Routen. Alles wirkt durchdacht, modern und überraschend entspannt. Was sollen wir sagen? Beweisfoto: Chris hat sich getraut. Okay, das haben wir von einem Superhelden aus dem Marvel-Kosmos auch nicht anders erwartet.

Chris Hemsworth fliegt im CLYMB in Abu Dhabi.

Chris Hemsworth fliegt im CLYMB. I Foto: DCT Abu Dhabi

Surfen gehört für Chris Hemsworth zum Alltag. Sein Zuhause in Byron Bay im australischen Bundesstaat New South Wales liegt in einer der bekanntesten Surfregionen des Landes. Wellen am Morgen, Brett unter dem Arm, kurze Wege zum Ozean. Kein Image, sondern gelebte Routine. Wer so lebt, achtet auch im Urlaub darauf, dass Wasser mehr ist als nur Kulisse. Orte, an denen Surfen unkompliziert funktioniert, zählen für ihn spürbar mehr als reine Stranddekoration.

Wasser spielt ebenfalls eine Hauptrolle. »Surf Abu Dhabi« auf Hudayriyat Island bringt kontrollierte Wellen in die Wüste. Anfänger stehen hier genauso sicher auf dem Board wie Fortgeschrittene, die an der Technik feilen. Danach wartet eine entspannte Gastroszene mit Blick aufs Wasser. Ein Ort, an dem Zeit plötzlich keine Eile kennt.

Chris Hemsworth liebt Surfen. So musste er auch den Wasserpark in Abu Dhabi ausprobieren.

Chris Hemsworth liebt Surfen. So musste er auch den Surfpark in Abu Dhabi ausprobieren. I Foto DCT Abu Dhabi

Freizeitparks, die auch Erwachsene ernst nehmen

Abu Dhabi denkt Freizeitparks größer. In der »Ferrari World« trifft Hochgeschwindigkeit auf Design und ja, hier fährt mit der Formula Rossa tatsächlich die schnellste Achterbahn der Welt. In wenigen Sekunden schießt der Zug auf bis zu 240 Stundenkilometer, Schutzbrille inklusive. Mitfahren dürfen Kinder ab einer Körpergröße von 1,40 Metern, das Erlebnis richtet sich klar an größere Kids, Teenager und Erwachsene mit Lust auf Tempo.

Achterbahn in der Ferrari World in Abu Dhabi. Die schnellste Achterbahn der Welt.

Achterbahn in der Ferrari World in Abu Dhabi. Die schnellste Achterbahn der Welt. I Foto: DCT Abu Dhabi

Gleichzeitig bleibt der Park erstaunlich familienfreundlich. Neben dem Adrenalin-Klassiker warten zahlreiche ruhigere Attraktionen, Simulatoren und Fahrgeschäfte ohne Größenstress. Der Wechsel zwischen rasantem Nervenkitzel und entspannten Erlebnissen sorgt dafür, dass niemand warten muss, während andere fahren. Genau diese Balance macht die Ferrari World auch für Familien mit unterschiedlich mutigen Mitgliedern attraktiv.

Freizeitpark, aber Indoor

Direkt nebenan setzt die »Warner Bros. World Abu Dhabi« auf Fantasie statt Geschwindigkeit. Der riesige Indoor-Park führt durch detailreich gestaltete Themenwelten, von Gotham City bis Bedrock. Batman, Scooby-Doo oder die Feuersteins tauchen hier nicht als bloße Kulisse auf, sondern prägen ganze Straßenzüge und Attraktionen.

Chris Hemsworth auf dem Formel Eins Race Track in Abu Dhabi.

Chris Hemsworth auf dem Formel Eins Race Track in Abu Dhabi. I Foto DCT Abu Dhabi

Für Familien besonders angenehm: Viele Fahrgeschäfte kommen ohne Mindestgröße oder mit sehr niedrigen Vorgaben aus. Interaktive Rides, sanfte Bahnen und spielerische Erlebnisse sprechen jüngere Kinder genauso an wie Erwachsene, die mit Comic-Helden aufgewachsen sind. Alles findet wetterunabhängig in klimatisierten Hallen statt, was den Park auch an heißen Tagen entspannt macht.

Das Tempo bleibt moderat, der Unterhaltungswert hoch. So entsteht ein Ort, an dem gemeinsame Zeit im Vordergrund steht und nicht der Nervenkitzel einzelner Attraktionen.

Dann ruft wieder das Wasser. »Yas Waterworld« verbindet Rutschen, Wellen und Storytelling rund um die Geschichte der Perlentaucher. Mehr als 60 Attraktionen sorgen, dafür, dass jeder sein persönliches Tempo findet.

Kunst die bewegt

Nach so viel Action folgt ein Perspektivwechsel. Der Louvre Abu Dhabi zählt längst zu den ikonischen Orten der Stadt. Die schwebende Kuppel filtert das Sonnenlicht in einem fast poetischen Spiel aus Schatten und Helligkeit. Kunst aus verschiedenen Epochen hängt nicht nach Herkunft sortiert, sondern nach Idee. Das Ergebnis fühlt sich überraschend zeitgemäß an.

Architektonisch brilliantes Museum mit Kuppel und Kanälen

Mohamed Somji/Louvre Abu Dhabi

Ganz in der Nähe wächst ein weiterer Kulturbau heran. Das Guggenheim Abu Dhabi setzt auf spektakuläre Formen aus der Feder von Frank Gehry. Schon jetzt wirkt das Gebäude wie ein Kunstwerk für sich. Der Museumsbesuch der Zukunft bekommt hier ein architektonisches Statement, das lange im Gedächtnis bleibt.

Mit »teamLab Phenomena« zeigt Abu Dhabi, wie Kunst und Technologie verschmelzen. Digitale Installationen reagieren auf Bewegung, Licht und Nähe. Räume verändern sich ständig. Neugier ersetzt klassische Ausstellungsschilder.

Scheich-Zayid-Moschee

Andreas Dauerer

Spirituelle Ruhe in der Scheich-Zayid-Moschee

Ein Besuch in Abu Dhabi bleibt ohne die Scheich-Zayid-Moschee unvollständig. Schon aus der Ferne wirkt das Bauwerk wie eine Erscheinung aus Licht. Mehr als 80 Kuppeln, strahlend weißer Marmor aus Mazedonien, kunstvolle Einlegearbeiten aus Halbedelsteinen. Jeder Schritt durch die weitläufigen Innenhöfe verlangsamt automatisch den Rhythmus.

Im Inneren ziehen florale Ornamente, vergoldete Säulen und einer der größten handgeknüpften Teppiche der Welt den Blick auf sich. Er allein wiegt mehrere Tonnen und wurde in jahrelanger Arbeit gefertigt. Darüber hängen monumentale Kronleuchter aus Swarovski-Kristallen, deren warmes Licht die Räume sanft füllt.

Moschee in Abu Dhabi

Elena Przhevalskaia/Shutterstock.com

Trotz ihrer Größe wirkt die Moschee nicht überwältigend, sondern erstaunlich zugänglich. Besucher aller Glaubensrichtungen sind willkommen, Familien eingeschlossen. Auch Kinder erleben diesen Ort nicht als Museum, sondern als Raum der Ruhe. Gespräche werden leiser, Schritte vorsichtiger. Respekt, Staunen und Stille gehen hier ganz selbstverständlich Hand in Hand.

 

Wüste statt Wolkenkratzer

Wer nach all den urbanen Eindrücken weiter schauen möchte, setzt sich ins Auto und fährt rund 90 Minuten ins Landesinnere nach Al Ain. Die Stadt gilt als grüne Seele des Emirats und gehört zum Unesco-Welterbe. Palmenhaine, natürliche Quellen und historische Bewässerungssysteme prägen das Bild. Glas und Stahl treten in den Hintergrund, stattdessen bestimmen Oasen, Lehmarchitektur und das Hadschar-Gebirge den Horizont.

Chris Hemsworth in der Wüste von Abu Dhabi mit einem Falken.

Chris und seine Frau Elena in der Wüste Abu Dhabis. I Foto: DCT Abu Dhabi

Von hier aus ist die Wüste nicht weit. Genau diesen Weg ist auch Chris Hemsworth mit seiner Familie gegangen. Sanfte Dünen ersetzen die Stadt, das Licht wird weicher, die Geräusche leiser. In der Abendstimmung zeigt sich Abu Dhabi von seiner ursprünglichsten Seite. Falken spielen dabei eine besondere Rolle. Die Tiere gelten als Symbol der Region und stehen für eine jahrhundertealte Tradition, die bis heute gepflegt wird. Die Begegnung mit ihnen wirkt ruhig, respektvoll und fast meditativ, auch für Kinder.

Al Ain erzählt von der Geschichte des Landes, die Wüste von seinem Rhythmus. Beides ergänzt sich. Spaziergänge durch schattige Palmenhaine, Ausblicke in endlose Sandlandschaften und Momente, in denen Zeit keine Rolle spielt, schaffen einen Kontrast zur Metropole an der Küste.

Wüste bei Abu Dhabi mit Kamelen

Foto: DCT Abu Dhabi

Zurück in der Stadt öffnet sich der Blick wieder nach vorn. Museen wie das Natural History Museum Abu Dhabi schlagen den Bogen von der Entstehung der Erde bis in die Zukunft. So entsteht ein Gesamtbild, das zeigt, wie selbstverständlich Abu Dhabi Natur, Tradition und moderne Kultur miteinander verbindet.