Ein simples Abendessen für zwei in diesen Sternerestaurants – und schon ist das Urlaubsgeld futsch. Wer bei der Menükarte nicht sofort in Ohnmacht fällt, sondern mutig weiterblättert, landet schnell in einer Welt voller Kaviarberge, multisensorischer Träume und Schneekrabben, die kaiserlicher behandelt werden als ein Dackel auf Sylt. Das sind die zehn teuersten Restaurants der Welt mit Michelin-Stern.

1. Ginza Kitafuku, Tokio – 2.130 $

Was kostet die Welt? Oder besser: eine Echizen-Krabbe? Die seltene Spezialität im Ginza Kitafuku wird nicht einfach serviert, sie wird zelebriert. Nur 0,04 Prozent des jährlichen Fangs erhalten das edle »Kiwami«-Siegel – der Feinschmecker unter den Krustentieren. Ein Dinner hier ist weniger Mahlzeit, mehr Investition in kulinarische Unsterblichkeit.

Krabben-Sashimi im Kaiseki-Menü

Foto: Amazingness/Shutterstock.com

2. Ultraviolet, Shanghai – 1.230 $

Seit März geschlossen, doch in der Hall of Fame der dekadentesten Dinner bleibt dieses Theater der Sinne unvergessen. Zwölf Plätze, 360-Grad-Projektionen, Gerichte mit Wow-Effekt – im Ultraviolet in Shanghai gibt’s kein Essen, das ist Netflix für Gourmets.

3. Caviar Russe, New York – 950 $

Elf Gänge. Sechs verschiedene Kaviar. Eine »Tour de Luxus«, bei der selbst James Bond neidisch schlucken würde. Wer sich im Caviar Russe in New York durchprobiert, schwimmt sprichwörtlich in den teuersten Perlen der Fischwelt.

Restaurant Caviar Russe in New York

Foto: Leonard Zhukovsky/Shutterstock.com

4. Masa, New York – 950 $

Trüffel, Toro, Ossetra – und mittendrin: Chef Masa Takayama, der Picasso des Sushis. Wer je wissen wollte, wie sich roher Fisch mit Goldakzent anfühlt – in der Masa Bar in New York liegt die Antwort auf einem handgeschnitzten Holztablett.

5. Azabu Kadowaki, Tokio – 825 $

Klein, intim, fabelhaft japanisch. Trotz horrender Preise wirkt ein Besuch im Azabu Kadowaki in Tokio durch den günstigen Yen fast schon wie ein Spartipp. Fast.

6. Quince, San Francisco – 795 $

Trüffelsaison? Im Quince wird daraus eine Religion. Hier wandert Weißes Gold aus dem Piemont auf den Teller, verfeinert mit regionalem Chic und einer Prise Zen-Garten-Ästhetik.

7. Alchemist, Kopenhagen – 760 $

Über 50 Gänge. Lichter, Klang, Botschaft. Das Alchemist ist Restaurant, Planetarium und Theaterbühne in einem. Wer hier isst, wird gleichzeitig unterhalten, überrascht und philosophisch aufgeladen.

Inneneinrichtung Restaurant Alchemist in Kopenhagen

Foto: Alchemist/Instagram

8. Sazenka, Tokio – 745 $

Im Sazenka trifft China auf Japan – aber nicht im Take-away-Stil, sondern auf Porzellan mit Zen-Hintergrundmusik. Shanghai-Krabbe, Teezeremonie, Omakase. Ein Erlebnis in Slow Motion und Seide.

9. Guy Savoy, Paris – 715 $

Die Grande Nation zelebriert ihre Klassiker im Gewand der Innovation. Serviert mit Blick auf die Seine, versteht sich. Wer im Guy Savoy in Paris speist, sitzt nicht nur am Tisch, sondern auch mitten in der französischen Esskulturgeschichte.

teure Restaurants: das Guy Savoy in Paris

Foto von Instagram/Guy Savoy

10. Ginza Fukuju, Tokio – 685 $

Saisonal, künstlerisch, fast schon spirituell. Im Ginza Fukuju wird das Kaiseki-Menü zur meditativen Reise. Der Preis? Weniger ein Schock, mehr ein leiser Schmerz im Geldbeutel.

Quelle: Aktuellen Daten der Sternerestaurants des »Chef’s Pencil«-Rankings«