Mit der Weltsprache Englisch kommen Reisende im Urlaub fast überall durch – selbst im abgelegensten Urlaubsort. Doch bei der Verständigung im Ausland sollten Touristen darauf achten, nicht zu »deutsch« zu denken, ansonsten sind peinliche Situationen programmiert. 

»The check, please!« – mit diesem selbstbewussten Satz möchte der deutsche Urlauber im englischen Café oder Restaurant eigentlich nur die Rechnung haben. Stattdessen erntet er einen leicht irritierten Blick. Kein Wunder: Ein »check« ist eher eine Kontrolle oder ein medizinischer Test, während die Rechnung im britischen Englisch ganz schlicht »bill« heißt. Aber Achtung: In den USA ist »Check« tatsächlich ganz normal. Aber schon hier wird klar: Die englische Sprache ist ein Minenfeld.

Und das Abenteuer beginnt meistens im Hotel …

Einchecken mit Nebenwirkungen

Schon an der Rezeption lauert die erste Falle. »I have reserved a room« klingt zwar logisch, aber ein wenig so, als hätte man gerade selbst irgendwo ein Zimmer für sich organisiert. Eleganter ist: »I have a reservation.« Richtig gefährlich wird es beim Verb »to become«. Denn »Ich bekomme ein großes Bett“ wird gerne zu: »I become a big bed.« Herzlichen Glückwunsch – der Gast hat sich in ein Möbelstück verwandelt. Gemeint wäre natürlich: »I get a big bed.«

Ähnlich läuft es mit Frühstück, WLAN oder Schlüsselkarten. Wer überall »become« sagt, mutiert schneller zum Hotelinventar als einem lieb ist.

Dünner Mann, Typ Hipster, steht am Check-in-Tresen eines Hotels und hält sich ein Zettel vors Gesicht

Foto: Helene Lopes

Das Badezimmer der Missverständnisse

Auch im Bad wird es heikel. »The water makes me sick« klingt, als hätte die Dusche gefährliche Nebenwirkungen. Der Deutsche meint meist nur: »Mir wird kalt.« Besser wäre ganz schlicht: »It’s too cold.«
Und wenn die Handtücher schmutzig sind, sagt man besser nicht: »They are nasty.« Denn dann haben sie plötzlich eine böse Persönlichkeit. Richtig ist einfach: »They are dirty.«ro

Das Personal, das keins ist

Ein Klassiker an der Rezeption: »Your personal is very friendly.« Das klingt, als würde man das Privatleben der Mitarbeiter loben. Gemeint ist das Personal – und das heißt auf Englisch »staff«. Noch schöner wird es beim Wort »Chef«. Für Engländer ist das der Koch. Wer also sagt: »My chef is very strict«, erzählt von einem besonders strengen Mann in der Küche – und nicht vom Vorgesetzten im Büro.

Raus in die Stadt – mit sprachlichen Stolperdrähten

Kaum verlässt man das Hotel, geht es munter weiter. Beim Fotografieren ruft jemand: »We make a photo!« Für Engländer klingt das, als würde man ein Bild aus Holz und Kleber basteln. Fotos werden genommen: »We take a photo.« Und wer erklärt: »I am here since three days« klingt wie ein festinstalliertes Denkmal. Korrekt ist: »I have been here for three days.«

Junge Frau mit Sonnenhut hält lächelnd eine Kamera in der Hand

Foto: Pavle Bugarski/Shutterstock.com

Kaffeepause mit Lachgarantie

Im Café bestellt der Deutsche gern mit den Worten: »I get a coffee.« Das klingt etwas ruppig. Höflicher ist: »Can I have a coffee, please?«. Und statt »The waiter, please!« sagt man besser einfach: »Excuse me.« Besonders schön wird es beim Geschmack: »It tastes funny.« Das bedeutet nicht »komisch«, sondern »lustig«. Der Kuchen scheint also einen guten Witz zu erzählen. Wenn er nicht gut schmeckt, sagt man: »It tastes strange.« Und nach dem Essen erklärt der Deutsche gern mal zufrieden: »I am full.« Völlig korrekt – könnte für manche Engländer aber ein bisschen nach Schwangerschaft klingen. Es wirkt vor allem leicht altmodisch oder etwas kindlich. Eleganter: »I’m stuffed« oder »I’m satisfied«.

Und hier noch eine Tabelle mit wichtigen Worten aus der englischen Sprache für den Urlaub, mit einigen Unterscheidungen für alle, die nach Großbritannien oder in die USA reisen.

Deutsch Englisch (britisch) Englisch (amerikanisch)
Toilette toilet/lavatory restroom/bathroom
Waschraum washroom restroom
Rezeption reception front desk
Schlüsselkarte key card key card
Zimmerschlüssel room key room key
Aufzug lift elevator
Erdgeschoss ground floor first floor
Erster Stock first floor second floor
Ausgang exit exit
Eingang entrance entrance
Frühstücksbuffet breakfast buffet breakfast buffet
Leitungswasser tap water tap water
Mineralwasser sparkling water sparkling water
Stillwasser still water still water
Speisekarte menu menu
Tagesgericht special special
Rechnung bill check
Trinkgeld tip tip
WLAN Wi-Fi Wi-Fi
Passwort password password
Klimaanlage air conditioning/AC air conditioning/AC
Heizung heating heating
Steckdose power socket outlet
Notausgang emergency exit emergency exit
Bushaltestelle bus stop bus stop
Fahrkarte ticket ticket
Fahrplan timetable schedule