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Es ist die Geschichte des britischen Forschers Percy Fawcett, der von der Existenz einer versunkenen Stadt im Dschungel Boliviens überzeugt ist und für das Erkunden immer wieder sein Leben aufs Spiel setzt. Ein Film voller Abenteuer mit beeindruckenden Landschaftsszenen des Regenwaldes, der ab sofort in den deutschen Kinos zu sehen ist.

©Studiocanal

Das Abenteuerdrama »Die versunkene Stadt Z« beruht auf einer wahren Geschichte. Percy Fawcett (Charlie Hunnam), britischer Forscher und Abenteurer, reiste 1906 im Auftrag der Royal Geographical Society zur Landvermessung nach Bolivien. Dort sollte er den Grenzverlauf zwischen Bolivien und Brasilien festlegen, um einen möglichen Krieg zu verhindern. Damals galt das südamerikanische Regenwaldgebiet als eines der letzten nicht vollständig vermessenen Gebiete der Erde.

Vergangene Zivilisationen – Hirngespinste oder Wirklichkeit?

Auf seiner nicht ganz ungefährlichen Expedition ins Amazonasgebiet stößt er auf Spuren vergangener Zivilisationen. Er ist fest überzeugt von der Existenz einer versunkenen Stadt. Fawcett nannte sie »die versunkene Stadt Z«. Hierbei steht der letzte Buchstabe des Alphabets für die seiner Meinung nach letzte bedeutende geografische Entdeckung der Menschheit.

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Zurück in England berichtet er von seiner Entdeckung. Dort wird er für seine »Hirngespinste« verhöhnt, Naturvölker seien »Wilde«, nichts weiter. Ihn aber hat der Forscherdrang gepackt, er ist besessen von der Idee, die Stadt Z zu entdecken. Er muss sich entscheiden. Entweder zu Hause bei Gattin Nina (Sienna Miller) und Kindern zu bleiben und seine Entdeckung aufgeben, oder die jahrelange Abwesenheit seiner Familie in Kauf nehmen und sich trotz gefährlicher Krankheiten und Risiken erneut ins Amazonasgebietes zu begeben.

Rückkehr in den Dschungel

Kurze Zeit später, bestärkt durch seine Frau Nina, tritt er erneut die Reise an. Gezwungen, Beweise für seine Behauptungen zu finden, besucht er immer wieder den südamerikanischen Kontinent und riskiert jedes Mal aufs Neue sein Leben. Durch seine ständige Abwesenheit ist er seiner Familie längst fremd geworden. Immer noch wird er für verrückt erklärt. Jahre später, den 1. Weltkrieg überlebt, begibt sich Fawcett zusammen mit seinem erwachsenen Sohn Jack (Tom Holland) auf eine letzte gefährliche Reise zum Amazonas …

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Dem US-amerikanischen Regisseur James Gray gelingt es, 140-minütige Aufmerksamkeit zu erzeugen und den Zuschauer selbst in den bolivianischen Regenwald reisen zu lassen. Die imposanten Aufnahmen des Regenwaldes beeindrucken. Abenteuerlust und Forscherdrang schleichen sich heimlich durch den Kinosaal.

Schauspielerische Glanzleistungen

Charlie Hunnam überzeugt in seiner Rolle als besessener Forscher. Ein Forscher, der alles dafür geben würde, um seine Stadt Z zu finden, selbst sein Leben. Schauspielerisch überzeugen auch seine Kollegen. Sienna Miller als Nina Fawcett, die ihren Mann von Anfang an unterstützt. Und die sich als selbstständige Frau, untypisch für damals, selbst auf Reise begeben will. Trotz der Strapazen siegt ihr Verstand. So sorgt sie sich all die Jahre um ihre Kinder, unterstützt aber bis zum letzten Tag das Vorhaben ihres Mannes. Twilight-Star Robert Pattinson glänzt in der Rolle als treuer Reisebegleiter Henry Costin. Auch er kämpft gegen die Skepsis und eingeschränkte Sichtweise der Menschen.

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Als Zuschauer ist man hin- und hergerissen zwischen Empathie, Verständnislosigkeit und Bewunderung. Fawcetts Drang auf der einen Seite, etwas Unerforschtes zu erkunden und die Menschheit über die Existenz der Spuren und damit auch deren geschichtlichen und kulturellen Hintergrund aufzuklären.

Er ist fasziniert von der fremden Welt, die sich ihm eröffnet hat. Eine fremde Welt, die man selber auf einmal erfahren möchte und Fawcett für sein Durchhaltevermögen bewundert.

Entgegen aller Erwartungen der Gesellschaft. Auf der anderen Seite aber auch verständnislos darüber, wie Fawcett sein Leben und seine Familie aufgibt und krampfhaft an seinen Visionen festhält. Ein  Abenteuer, das kein Ende zu nehmen scheint.

Persönliches Fazit: Nach dem Film »Die versunkene Stadt Z« will man unbedingt den Rucksack packen (Kompass und Landkarte nicht vergessen!), Flüge buchen und sich auf ein Abenteuer in den Regenwald begeben, um sich quasi selbst von Fawcetts Entdeckungen zu überzeugen.

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