Wer immer schon mal wie auf Wolken gehen wollte, der ist auf La Palma genau richtig. Denn auf den höchsten Gipfeln der Insel gibt es ein seltenes Naturschauspiel, nämlich ein Meer aus Wolken. Und das ist so spektakulär wie wunderschön!
La Isla Bonita, »die schöne Insel«: Während Madonna-Fans nun für den restlichen Tag einen Ohrwurm haben, denken wir an La Palma, die grünste Insel der Kanaren. Paradies für Wanderer, Naturfans und Liebhaber farbenfroher kleiner Orte. La Palma ist super vielseitig und die Natur so wunderschön!
Mit 88.000 Einwohnern und einer Fläche von 708 Quadratkilometern ist La Palma die fünftgrößte Insel der Kanaren und verzaubert mit ihren Steilhängen, üppigen Wäldern, schwarzen Stränden und hohen Bergen. 2002 wurde La Palma als erste Kanarische Insel zum Biosphärenreservat erklärt und so gibt es auf der Insel einige geschützte Naturgebiete. Fun Fact: Setzt man die Höhe der Insel mit ihrer Fläche in Relation, dann ist La Palma eine der höchstgelegensten Inseln der Welt.
Apropos Höhe
Im Norden der Insel befindet sich der Roque de los Muchachos (mehr Infos hier auf der Webseite von Visit La Palma). Er liegt im Nationalpark Caldera de Taburiente (mehr Infos hier auf der Webseite von Visit La Palma) und misst mit 2.420 Metern den höchsten Punkt der Insel. Auf dem Roque de los Muchachos befindet sich auch das Astrophysikalische Observatorium und ein wirklich besonderes Fotomotiv – neben dem atemberaubend schönen Sternenhimmel in der Nacht natürlich. Bei Tag ist sogar schon die Anfahrt zum Observatorium ein echtes Highlight. Wanderfans freuen sich über einen besonders schönen Aufstieg durch eine beeindruckende Landschaft.
Aber nicht nur die Landschaft lässt uns staunen. Von hier aus lässt sich nämlich auch das Wolkenmeer von Las Palmas besonders gut anschauen. Wolkenmeer? Ja, genau. Ein Meer aus Wolken, das fast wie ein sehr fluffiger Teppich wirkt, in den man gerne eintauchen möchte. Aber wie kommt es dazu, dass dieses Phänomen gerade auf La Palma so beeindruckend ist?
Phänomene, Phänomene!
Meterologische, um genau zu sein. Das Wolkenmeer wird möglich durch eine so genannte »thermische Inversion«. Das bedeutet, die Temperatur steigt in der Höhe an, anstatt zu fallen. Auf La Palma kommen die dann noch Passatwinde dazu und diese drücken die Wolken gegen die Berge, so dass sich die Feuchtigkeit auf 600 bis 1.800 Meter über dem Meeresspiegel niederschlägt. Die trockenen und wärmeren Winde aus den höheren Bereichen verhindern dann, dass die Wolken aufsteigen. Und das sieht dann aus wie ein Meer aus Wolken. Besonders gut kann man es im Norden und Nordosten der Insel beobachten, bei passenden Bedingungen sogar jeden Tag. Besonders beeindruckend ist es bei Sonnenauf- und untergang im Frühling und Herbst. Am Morgen wirkt es wunderschön sanft und am Abend so leuchtend-schön, dass es fast den Atem verschlägt.
Ein Wasserfall aus Wolken
Auf der Westseite der Insel lässt sich dann noch mit ein bisschen Glück eine weitere Wolkenattraktion beobachten. Denn dort scheint es manchmal, als würden die Wolken das Gebirge fluten. Ein atemberaubender Anblick, den die Einheimischen »la cascada de nubes«, Wolkenwasserfall, nennen. Wir nennen ihn »Gänsehautmoment« – aber in langhanhaltend.
Der Wolkenwasserfall von La Palma lässt sich besonders gut in der Gegend von El Paso, in der Nähe des Besucherzentrums des Nationalparks Caldera de Traburiente beobachten. Wenn die Passatwinde die Wolken westwärts schieben, wird jeder Fotograf leuchtende Augen bekommen.
Einmal über den Wolken stehen – La Palma macht es auf die schönste Weise möglich.
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