Palmen vor schneebedeckten Gipfeln, Espresso unter Arkaden und Wanderwege, die direkt aus der Altstadt beginnen. Südtirol zeigt sich hier im Meran von seiner charmantesten Seite. Die Kurstadt vereint alpine Natur, mediterrane Leichtigkeit und eine ordentliche Portion Lebensfreude. Diese sieben Erlebnisse bringen das Flair besonders gut auf den Punkt.
1. Ein Bad zwischen Bergen und Palmen: Therme Meran
Draußen plätschert die Passer, im warmen Wasser steigen Dampfwolken auf. Wer im Außenbecken liegt, sieht gleichzeitig Palmen und Berggipfel. Genau diese Mischung macht den Reiz der Therme Meran aus. Hinter der gläsernen Architektur warten 25 Innen- und Außenpools, dazu ein weitläufiger Saunabereich und ein großer Park mit Liegewiesen. Nach einer Wanderung fühlt sich das warme Thermalwasser wie eine kleine Belohnung an. Besonders stimmungsvoll wird es am Abend, wenn die Stadtlichter langsam angehen.

Helmuth Rier/IDM Südtirol
2. Hoch hinaus und mit Schwung zurück: Meran 2000 und der Alpin Bob
Ein paar Minuten Gondelfahrt reichen, und plötzlich liegt die Stadt tief unten im Tal. Oben beginnt eine Welt aus Almwiesen, Panoramawegen und Hütten mit Apfelstrudel auf der Terrasse. Wer Lust auf Tempo hat, setzt sich in den Alpin Bob. Die Sommerrodelbahn zieht sich über 1,1 Kilometer den Hang hinunter, mit Kurven, Wellen und einem Panorama, das während der Fahrt fast ablenkt. Fast.

Foto: Michael Derrer Fuchs
3. Blonde Mähnen und Bergblick: Ausreiten in Hafling
Auf dem Hochplateau oberhalb der Stadt wirken die Wiesen wie eine große Bühne für die berühmtesten Pferde Südtirols. Die Haflinger tragen ihre blonden Mähnen wie ein Markenzeichen und gelten als besonders gutmütig. Genau deshalb eignen sie sich ideal für gemütliche Ausritte durch die Südtiroler Wälder und über Almwege. Reiterhöfe führen Gäste durch eine Landschaft, die sich ständig zwischen Dolomitenblick und Apfelplantagen verändert. Sattelfest sein hilft, ein Lächeln reicht allerdings auch.
4. Eine Reise durch Pflanzenwelten: Schloss Trauttmansdorff
Terrassen steigen den Hang hinauf, Palmen rauschen im Wind, dahinter glitzern die Berge. Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff fühlen sich eher wie ein botanisches Abenteuer an als wie ein klassischer Park. Exotische Pflanzen aus aller Welt wachsen neben alpiner Flora, Kunstinstallationen tauchen zwischen Bambuswäldern oder Kakteen auf. Immer wieder öffnen sich Aussichtspunkte mit Blick über das Tal. Ein Spaziergang verwandelt sich schnell in eine kleine Weltreise.

Foto: Julia Faerber Summer 23
5. Spaziergang mit Aussicht: der Tappeinerweg
Ein schmaler Weg zieht sich oberhalb der Dächer entlang, begleitet von Olivenbäumen, Feigen und Zypressen. Der Tappeinerweg gilt als einer der schönsten Panoramawege Südtirols. Rund sieben Kilometer schlängelt sich die Promenade über der Stadt entlang. Mal öffnet sich der Blick auf rote Dächer und Kirchtürme, mal auf Weinberge und das grüne Tal der Passer. Die Strecke verläuft angenehm flach. Perfekt für einen langen Spaziergang, bei dem die Kamera ständig in der Hand landet.
6. Aperitivo an der Passer
Die Passer rauscht durch die Stadt, daneben flanieren Spaziergänger zwischen Palmen und Jugendstilfassaden. Cafés stellen ihre Stühle Richtung Wasser, Eisbecher wandern über die Tische. Wer weiter Richtung Altstadt läuft, landet unter den historischen Lauben der Laubengasse. Hier reihen sich kleine Läden, Bars und Restaurants dicht aneinander. Spätestens am frühen Abend beginnt das Ritual des Aperitivo. Ein Spritz im Glas, Stimmengewirr in der Luft und das Gefühl, dass der Tag ruhig noch länger dauern darf.

Foto: dubhagusgeal/Shutterstock.com
7. Wandern auf den Waalwegen
Waalwege gehören zu den angenehmsten Wanderpfaden der Region. Früher transportierten diese Kanäle Wasser zu Weinbergen und Obstgärten. Heute führen die Wege entlang der alten Bewässerungssysteme durch ruhige Landschaften. Besonders beliebt sind der Marlinger Waalweg oder der Untersteiner Steig. Die Pfade verlaufen meist eben, oft im Schatten, und öffnen immer wieder den Blick über das Etschtal.
