Ganz in der Nähe von Frankfurt, nur 30 Kilometer nordwestlich gelegen, ist eine Oase im Grünen beheimatet: der Naturpark Taunus. Hier kann man schnell verloren gehen, denn der Park ist enorme 134.775 Hektar groß. Nicht aber, wenn man mit Rangerin Susanne Weidert-Horn unterwegs ist. Die 54-Jährige führt kenntnisreich durch den Naturpark und zeigt Besuchern die Tier- und Pflanzenwelt.

Schon seit nunmehr sechs Jahren ist Susanne Weidert-Horn Rangerin im Naturpark Taunus. Das ist eine lange Zeit. Viele sagen deshalb, niemand kenne den Park heute besser als sie. Dabei tut sie eigentlich »nur« das, was Ranger in Natur- und Nationalparks nahezu täglich tun: Führungen organisieren, mit Kinder und Erwachsenen im Wald unterwegs sein und ihnen die Tier- und Pflanzenwelt näherbringen.

Susanne Weidert-Horn weiß natürlich, wo ihre Schützlinge die größte Chance haben, Tiere leibhaftig zu sehen. Zum Beispiel die populären, aber extrem scheuen Wildkatzen. Dennoch hält Mutter Natur immer wieder Überraschungen bereit. Dann nämlich taucht plötzlich aus dem Nichts eine Horde Wildschweine auf.

Familie Wildschweine

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Oder ein scheues Reh. Nicht auszuschließen auch, dass eine Blindschleiche den Weg kreuzt. Dann ist natürlich der Oha-Effekt groß. Aber auch bei vermeintlich uninteressanten Begegnungen lernen die Teilnehmer eine Menge. Zum Beispiel, wenn ein Mistkäfer auftaucht. Denn auch er hat eine wichtige Funktion im Öko-System Wald.

Unterwegs im Dienste der Natur

Eine der am häufigsten gestellten Fragen bei den Führungen ist, wie und warum Susanne Weidert-Horn eigentlich Rangerin geworden ist. »Nach der Arbeitszeit in einer internationalen Bank und Mutterzeit wollte ich zu meiner Leidenschaft – der Natur – zurück. Ich wollte im Dienste der Natur unterwegs sein. Als der Naturpark Taunus eine Ausbildung zur zertifizierten Natur- und Landschaftsführerin angeboten hat, habe ich mich hierzu entschlossen. Die Ausbildung wurde von der Naturschutzakademie in Wetzlar fachlich geleitet und ging über mehrere Wochenenden«, erläutert sie.

Wer nun einfach nicht so losmarschieren möchte, kann sich auch einer Erlebnis- oder Themenführung anschließen. Das Angebot ist breit gefächert. Wie wäre es mit Touren, die sich auf die Spuren der »Römer und Kelten« oder der »Geschichte und Kultur« begeben? Wem das zu historisch ist, muss nicht verzagen. Man kann auch gezielt nach »Heilkräutern« suchen oder sich erläutern lassen, welche Funktion der Naturpark Taunus im Zusammenhang mit »Klimawandel und Nachhaltigkeit« hat.

Rodeln und Skifahren rund den Großen Feldberg

Insgesamt stehen Besuchern 220 Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 1.350 Kilometern zur Verfügung.

Landschaftsaufnahme des Taunus

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Wer von weiter weg anreist, kann das Naturerlebnis auch mit einem der touristischen Sehenswürdigkeiten im Taunus verknüpfen. Kulturinteressierte Besucher können die geschichtlichen Höhepunkte aus nahezu allen Epochen, wie zum Beispiel das Weltkulturerbe Römerkastell Saalburg, das Schloss Bad Homburg oder dasFreilichtmuseum Hessenpark erkunden.

Manch einer wird sich vielleicht fragen: Lohnt ein Besuch auch im Winter? Oder ist der Naturpark Taunus vor allem etwas für Schönwetter-Wanderer, die milde Temperaturen genießen wollen? Klar: Im Winter ist in dem Park nicht so viel los wie im Sommer. Aber Susanne Weidert-Horn begrüßt auch in der kalten Jahreszeit viele Gäste. Denn die Einsamkeit der Winterlandschaft hat auch ihren Charme.

Mann blickt auf Winterlandschaft

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Und wer mehr Action will, konzentriert sich auf die vielen Möglichkeiten für Wintersportler, die das Mittelgebirge bereithält. Vor allem rund um den 881 Meter hohen Großen Feldberg. Dort kann man vor allem auf den Abfahrten »Siegfriedschuss« und »Nordbahn« prima rodeln und Skifahren.

Weitere Informationen über den Naturpark Taunus gibt es hier.

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