Die sieben Millionen Megalopolis Hongkong ist eine pulsierende Mischung aus top-aktueller Moderne und fernöstlichem Charme, eine Schatztruhe voller Einkaufsmöglichkeiten, der Himmel für Feinschmecker inmitten jahrtausendealter Kultur und Geschichte. Koloniale Architektur und Wolkenkratzer beeinflusst von der Lehre des Feng Shui. Unsere Wanderstory zeigt außerdem das grüne, erholsame Gesicht des Inselarchipel Hongkongs, traumhafte Pfade durch betörend schöne Wälder zu einsamen Traumstränden – zu einem Hongkong, wie es kaum einer kennt. Text: Norbert Eisele-Hein

Anreise. Die Lufthansa fliegt täglich nonstop von Frankfurt/M. nach Hongkong. Günstige Angebote gibt es bereits ab € 399.

Unterkunft. The Mira Hotel, Luxus-Designhotel im Herzen Tsim Sha Tsuis, ab € 175 pro Nacht im DZ, www.themirahotel.com. Im Hotel kocht Chef Ken Yu in seinem Fine-Dining-Tempel „Cuisine Cuisine” auf 2-Michelin-Stern-Niveau. Das Interior-Desing, der Wellness-Bereich und der riesige Pool mit seinen verspielten Lichtinstallationen sind obendrein sehenswert.

Intercontinental Hong Kong, der Hotelklassiker mit der besten Aussicht Hong Kongs unweit der Star Ferry, ab € 200 pro Nacht im DZ, www.intercontinental.com. Eine riesige Lobby und Suiten an der Wasserfront mit direktem Blick auf die Skyline von Hongkong-Island rechtfertigen den gehobenen Preis. Das SPOON von Maître Alain Ducasse, das NOBU von Chef Nobu Matsuhisa und das Yan Toh Heen von Chef Lau Yiu Fai verzaubern Feinschmecker ebenso auf Sterneniveau.

Das Ovolo Central, direkt über dem pulsierenden Ausgehviertel Lan Kwai Fong, ist noch ein echter Geheimtipp, ab 99 € pro Nacht im DZ, www.ovolohotels.com, die Zimmer sind wunderbar ausgestattet, das Frühstück im Ovolo Cafe ist lecker und das „Signature Minibar”-Konzept ein echter Verkaufsschlager. Egal, was Sie gerne trinken, Jude Mendes, der Geschäftsführer sorgt dafür, dass sie nur ihre Lieblingsalkoholika im Kühlschrank finden. Er hat sogar Bayerisches Weißbier in seinem Sortiment.

Sprache. Ein paar Brocken Kantonesisch können hilfreich sein, aber mit Englisch kommt man in der ehemaligen englischen Kronkolonie wunderbar durch.

Klima & Reisezeit. Hongkong ist ganzjährig gut zu bereisen, der subtropische Klimagürtel sorgt für heiße, feuchte Sommer mit Taifunneigung und durchaus frische Winter, extrem schwül ist es zwischen Juni und August, beste Reisemonate nicht nur für Wanderer: April, Mai und September, Oktober.

Sehenswürdigkeiten. Der 540 Meter hohe Peak bietet einen spektakulären Blick auf die Skyline, den Hafen und die Halbinsel Kowloon. Schon die Fahrt mit der steilen Zahnradbahn durch die Hochhausfluchten ist ein unvergessliches Erlebnis. Ngong Ping 360 – die Fahrt mit der Gondelbahn zum Big Buddha und Po Lin-Kloster auf Lantau Island bringt spirituellen Einblick und öffnet das Tor zur faszinierenden Natur der Inselwelt Hongkongs. Mong Kok (Metro Station) – Kaufhäuser mit monströsen Leuchtreklamen, Stundenhotels und winzige Marktstände mit gefälschten Designerwaren, das Gedränge ist spannend und anstrengend. Der Hong Kong Park eignet sich vorzüglich, um den Akku nach einer anstrengenden Stadtbesichtigung wieder aufzufüllen. Der botanische Garten mit seinem plätschernden Wasserfall inmitten der Hochhäuser sorgt für einen atemraubenden Kontrast, morgens kann man hier den Chinesen beim Thai Chi zusehen.

Restaurants. Hong Kong ist der Himmel für Food Lovers. Der Nachtmarkt in der Temple Street bietet ein enormes Preis-Leistungs-Verhältnis und lässige Traveller-Atmosphäre. Wohl nirgends auf der Welt gibt es eine höhere Restaurantdichte als in Hong Kong und es gibt auch nirgends mehr prämierte Spitzenrestaurants. Auch die kleinen Fress-Ständchen in Tsim Sha Tsui oder Mon Kok bieten leckere Snacks: frittierte Tintenfischchen am Spieß. Viele kleine Garküchen zaubern zudem schnell und spottbillig Nudelsuppen mit Ente, Huhn oder Shrimps. Richtig opulent und nobel Fisch essen lässt sich in Lei Yue Mun, wo der Fisch grundsätzlich noch lebend ausgewählt und frisch zubereitet wird. Ein internationales Cross Over an Restaurants findet sich in Lan Kwai Fong und Soho: Thai, Mexican, Pizza & Pasta, Argentinisch, Japanisch… hier stapeln sich die Restaurants in den steilen Hanglagen von Hong Kong Island. Im Michelin Guide „Hong Kong, Macau 2015″ findet man neben sämtlichen Sternerestaurants auch einfache Lokale, die hervorragendes Essen bieten.

Trinkgeld. In den meisten Restaurants wird der Service bereits aufgeschlagen, ansonsten lässt man das Kleingeld liegen (max. 5-10 %).

Shopping-Tipps. Die Nathan Road in Tsim Sha Tsui bietet unendliche viele Kamerashops, kleine Schneidereien, die ordentliche Maßarbeit abliefern und viel Souvenirshops. Die Hauptverkehrsader Kowloons zieht sich mehrere Kilometer nördlich durch bis Mong Kok (Metro-Haltestelle), wo ausgedehnte Straßenmärkte mit gefälschten Markenartikeln (Handtaschen, Uhren, Bekleidung) und zahllose Elektronikshops konkurrieren. Echte Designerartikel gibt es im brandneuen International Center of Commerce, einer gigantischen Mall in den Untergeschossen des höchsten Wolkenkratzers, konzipiert und unterteilt nach den Feng-Shui Prinzipien. Sämtliche top Designer haben zudem ihre eigenen Tempel an der „Waterfront”, also zwischen dem Peninsula-Hotel und dem Pier der Star Ferry und auf Hongkong-Island im International Finance Centre. Kleinere Boutiquen und Galerien für den ausgefalleneren Geschmack finden sich in SoHo.

Persönlicher Tipp. OZONE im 118.ten Stock des The Ritz-Carlton-Hotels, asiatische Tapas, japanische Spezialitäten, klassische Drinks mit einem unschlagbaren Blick auf den weltberühmten Victoria-Harbour. Bar Felix im legendären Peninsula Hotel, von Philippe Starck entworfen, bietet die Bar und vor allem auch die Toiletten einen faszinierenden Ausblick. Lan Kwai Fong, unzählige Bars, Clubs, Restaurants und SoHo (Abkürzung für South of Hollywood Road), das sind die beiden fast zusammenhängenden Ausgehviertel auf Hong Kong Island. Restaurants aus New Orleans, der Provence oder Nepal… hier gibt es alles – auch traditionelle Schlangenrestaurants, wo berühmt-berüchtigte Suppen gekocht werden.

Besser nicht. Vorsicht beim Kamera-Kauf, das vermeintlich günstige Angebot entpuppt sich schnell mal als Griff in die Toilette, weil das mitgelieferte Objektiv lichtschwächer ist, die Garantie nur in Hong Kong gültig ist. Zudem kann es bei der Einreise Ärger mit dem Zoll geben. Einfuhrumsatzsteuer und Zoll machen das Schnäppchen erheblich teurer. Nur wer genau weiß, was er will und was es zuhause kostet, kann hier Geld sparen. Vorsicht auch bei gefälschten Handtaschen und Uhren, viele Händler in Mon Kok führen Interessenten über verwinkelte Pfade zu ihren riesigen Arsenalen in den umliegenden Hochhäusern … doch der Verkauf und Kauf ist mittlerweile auch in Hong Kong verboten, somit wird der Käufer zum Hehler und kann gehörig Ärger mit der Polizei bekommen.

Reiseführer. Werner Lips, City/Trip Hong Kong, aus der Reihe: Reise Know-How, handlich, informativ, empfehlenswert, 9,80 €

Info. Hong Kong Tourism Board, Humboldtstrasse 94, 60318 Frankfurt, Tel. 069 – 959 12 90, www.discoverhongkong.com, viele, hilfreiche Apps zum Gratis-Download.

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