In der italienischen Hafenmetropole Triest vereinen sich historisches Österreich-Ungarn-Flair und mediterrane Lebensart. Das gilt auch fürs Essen. Wir verraten dir, in welchen Restaurants du in Triest unbedingt speisen solltest! Wusstest du, dass Triest als Italiens Kaffeehauptstadt gilt?
Die friulanische Hauptstadt Triest mit ihren prachtvollen Boulevards und den weiten Plätzen, allen voran die monumentale Piazza Unità d´Italia, zählt zu den schönsten Städten der Region. Seit vielen Jahrhunderten ist sie ein Schmelztiegel von Kulturen, Sprachen und Ethnien, weshalb sie von den Italienern auch als »Città mitteleuropea«, als mitteleuropäische Stadt, bezeichnet wird.
Wer Triest in den Wintermonaten besucht, etwa um entlang des Canal Grande oder im historischen Stadtzentrum zu schlendern, tut gut daran, immer wieder einen wärmenden Stopp einzuplanen. Denn die Bora, ein Fallwind aus dem Norden, fegt dann oftmals über die historische »Stadt der Winde« hinweg und zerzaust so manche Frisur. Doch das ist kein Problem. Dank der vielen unterschiedlichen Einflüsse findet man vom rustikalen Gasthaus bis zum eleganten Restaurant in Triest alles, was des Genießers Herz begehrt. Auch bei den Cafés ist die Auswahl enorm.
Hier musst du Kaffee trinken!
Kein Wunder, gilt Triest doch als Italiens Kaffeehauptstadt schlechthin. Die Triestiner konsumieren rund dreimal so viel Kaffee wie der Rest des Stiefels. Eine der schönsten Adressen für einen tiefschwarzen Caffé oder cremigen Cappuccino ist das 1914 gegründete Literaturcafé »San Marco« (hier kommst du zur Webseite des Cafés) in Jugendstilambiente mit venezianischen Anklängen.

Foto: Nathan Dumlao
Hier wird der Kaffee in riesigen, glänzenden Retro-Espressomaschinen zubereitet. Im »Café Tommaseo« (hier kommst du zur Webseite) an der gleichnamigen Piazza kann man indes nicht nur eine stilvolle Kaffeepause einlegen, sondern mit Blick aufs Meer auch original friulanische Fischküche genießen.
Rustikales im Siora Rosa und mehr
Wer etwas handfesteren Genüssen zugeneigt ist, macht einen Abstecher zum Buffet bei »Siora Rosa«. Hier steht rustikale Küche im Vordergrund. Es gibt Schweinernes, Meerrettich, Kraut & Co. wie man es aus den Wiener Gasthäusern kennt. Businessleute, Handwerker und Arbeiter legen hier gerne eine Mittagspause in unprätentiösem Ambiente ein.
Moderner, aber ebenso einen Besuch wert ist der unlängst direkt am Wasser eröffnete Ableger einer »EATALY«-Foodfiliale, einer kleinen Markthalle voller Leckereien. Hier kann man zahlreiche regionale Spezialitäten nicht nur für Zuhause erwerben, sondern auch gleich mit Blick auf die Marina verspeisen. Von hier Richtung Osten erstreckt sich entlang des Canal Grande das belebte Viertel San Teresiano mit seinen charmanten Restaurants.

Foto: Sovoque
Fisch im Al Nuovo Antico Pavone und das Weinparadies Gran Malabar
Fischliebhaber werden das »Al Nuovo Antico Pavone« lieben, das mit Gerichten wie Pasta mit Seeigeln oder Steinbutt überzeugt. Die Lage direkt an der Hafenpromenade mit Plätzen im Freien ist besonders im Sommer hübsch. Wer indes auf der Suche nach einem guten, regionaltypischen Wein aus der Karstregion ist, darf einen Besuch in der Weinbar »Gran Malabar« nicht versäumen. 60.000 Flaschen lagern in den Kellern von Besitzer Walter Cusmich, der für seine Gäste stets 40 offene Weine bereithält – natürlich aus dem Friaul ebenso wie aus dem benachbarten Österreich. Prost und alla salute! Auf die Vielfalt dieser kulinarisch kunterbunten Stadt!

Foto: Igor Kukobat/Shutterstock.com
Tipp: Schlemmerausflug nach Grignano
Nach einem Abstecher zum prunkvollen direkt am Meer gelegenen Castel Miramare lohnt sich ein Ausflug in die elf Kilometer vom Zentrum entfernte Gemeinde Grignano. Hier lässt sich im Ristorante »Tavernetta al Molo« bei Grillfisch, Muscheln und Scampi frische Meeresluft schnuppern und anschließend in der Bar »Principe di Metternich« (hier geht es zur Webseite) in guter alter k.und k.- Marnier ein kleiner Brauner genießen – eine ideale Mischung aus mediterranem und österreichischem Savoir Vivre. Das Essen ist hier allerdings nicht so gut, aber der Blick ist wunderschön!

Foto: Mattia Barbieri
Fisch im Ristorante Albagatto
Das »Ristorante Albagatto« ist ein traditionsreiches zentral gelegenes Restaurant mit exquisiter Fischküche sowie einer großen friulanischen Weinauswahl vor allem kleinerer Produzenten. Für romantische Candle-Light-Dinner steht ein Séparée zur Verfügung.

Susanne Wess
Gourmet-Restaurant vom Feinsten
Das »Harry’s Piccolo Restaurant« (hier geht es zur Webseite) ist DAS Gourmetrestaurant am Platz: elaborierte Gerichte mit allen Feinheiten aus aller Herren Länder. Sommelière Elena präsentiert eine 550 Positionen starke Weinkarte mit regionalem Schwerpunkt.
Hier schläft es sich gut!
»Grand Hotel Duch d’Aosta«. Altehrwürdiges Hotel in renoviertem Stadtpalazzo aus dem 19. Jahrhundert an der Piazza Unità d’Italia inklusive Wellnessbereich.
»Urban Design Hotel«. Cooles, zentral gelegenes Designhotel mit Lofts in denkmalgeschütztem Gebäude.
»Savoia Excelsior Palace«. 4-Sterne-Luxushotel mit klassischem Charme direkt an der historischen Strandpromenade Riva del Mandracchio und herrlichem Blick auf den Golf von Triest.
»Grand Hotel Duch d’Aosta«. Renovierter Stadtpalazzo aus dem 19. Jh. an der Piazza Unità d’Italia inkl. Wellnessbereich.
»Hotel Miramare«. Minimalistisches Hotel am Strand mit einzigartigem Meerblick und empfehlenswertem Fischrestaurant.
Infos. Das Fremdenverkehrsamt von Friaul-Julisch-Venetien hat auf seiner Webseite viele Reisetipps und Infos in petto.

Foto: Alain Rouiller
