In Papenburg ist die Aidanova getauft worden – das erste Kreuzfahrtschiff der Welt, das nicht mit Schweröl unterwegs ist, sondern mit einem innovativen Flüssiggasantrieb. Text: Verena Wolff

Bühne frei, Lasershow an: Das jüngste Mitglied der Aida-Familie ist getauft worden. Aidanova heißt der Neuzugang, der in der Meyer Werft in Papenburg gebaut wurde. Doch es ist nicht die x-te Version eines erfolgreichen Vorgängers – sondern tatsächlich eine kleine Revolution. Denn die Aidanova ist das erste Kreuzfahrtschiff der Welt, das ausschließlich mit emissionsarmem Flüssiggas angetrieben wird, sowohl auf hoher See als auch in den Häfen. Bis 2023 soll es zwei weitere Schiffe dieser neuen Generation geben, die ebenfalls an der Ems gebaut werden.

Außenansicht der Aidanova

Aida

Aktuell sind zwölf Schiffe für Aida Cruises auf den Weltmeeren unterwegs. Alle werden auf herkömmliche Weise mit Schweröl angetrieben. Doch das Unternehmen will das Reisen auf hoher See umweltfreundlicher machen – und der neuartige LNG-Antrieb ist ein Schritt in diese Richtung. Die Mannschaft wird bereits im Umgang mit den neuen Anlagen trainiert, wie ein Sprecher des Unternehmens sagt.

Aidanova sticht Anfang Dezember

Die Aidanova ist 337 Meter lang und 42 breit, sie hat mehr als 2600 Passagierkabinen. Letztere gibt es in 21 verschiedenen Varianten, von der Einzelkabine mit Balkon über Familien- und Verandakabinen bis hin zur Penthouse-Suite über zwei Ebenen.

Balkonkabine auf der Aidanova

Aidanova

An Bord ist, wie gewohnt, einiges los. Es gibt einer Street-Food-Meile zum Schlemmen, das Time-Machine-Restaurant sowie das erste schwimmende TV Studio. Das Theatrium, der Aktivbereich Four Elements mit Klettergarten und Wasserrutschen sowie der Beach Club zum Entspannen sind auch an Bord des neuesten Ozeanriesen von Aida zu finden.

Spa- und Wellness-Area auf der Aidanova

Aida

Zudem ein rund 3500 Quadratmeter großer Wellnessbereich, ein Outdoor-Fitnessstudio, insgesamt 17 Restaurants und 23 Bars.

Ende September ist die Ems-Überführung Richtung Nordsee geplant, Mitte November soll das Schiff an die Reederei übergeben werden. Die Jungfernfahrt startet am 2. Dezember in Hamburg. In der Premierensaison sind siebentägige Kreuzfahrten die Inselwelt der Kanaren und Madeiras geplant.

Das Kommando auf der Brücke hat Kapitän Boris Becker, der schon verschiede neue Aida-Schiffe in Dienst genommen hat. Auch die Crew bereitet sich schon auf den neuen Arbeitsplatz vor. In Kürze beginnt das Training für die rund 1400 Männer und Frauen, damit sie im Dezember fit sind für ihr Schiff wenn es heißt: »Leinen los!«

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