Diese Hotels, die einen verzaubern, nicht mehr loslassen, in die man immer wiederkehren will, die sind rar gesät. Wir haben eins gefunden: Aman Sveti Stefan in Montenegro. Text: Jennifer Latuperisa-Andresen

Das Promi-Eiland

Eine Insel. Ein Dorf. Ein Hotel. Sveti Stefan ist ein Eiland in der Adria vor der Küste Montenegros. Obwohl es einst ein Fischerdorf war, hat es bereits eine längere Tradition als Luxushotel und war schon vor Jahrzehnten, als Montenegro noch ein prosperierender Urlaubsflecken war, ein beliebtes Ferienversteck für die namhafte Prominenz Europas. Sophia Loren war schon da, Claudia Schiffer, Willy Brandt, Helmut Kohl und Silvio Berlusconi ebenfalls.

Sicherlich ist es der Zauber, der von diesem trutzigen Eiland ausgeht, sicherlich auch die geschützte Umgebung, und ganz bestimmt die montenegrinische Sonne und der direkte Zugang zum Meer, der auf die Celebritys schon immer eine enorme Anziehungskraft ausgeübt hat. Verdenken kann man es den Promis nicht: Aus der Ferne wirkt das fast kreisrunde Eiland mit seinen 50 hellen Natursteinhäuschen, roten Ziegeldächern und saftig grünen Zypressen wie ein Refugium aus einer anderen Zeit. Nur durch einen schmalen Pfad mit der Küste verbunden, wurde Sveti Stefan um 1400 als Inselfestung errichtet, die jahrhundertelang ein Fischerdorf beherbergte.

Aman Sveti Stefan

Vom Fischerdorf zu einem der schönsten Hotels Europas

Im Sommer 1960 feierte die Fischerinsel erstmals ihre Eröffnung als Luxushotel, 50 Jahre später, 2010, erlebte Montenegros kleine Ikone ihre Renaissance als Amanresort. In den Steinhäusern, die sich vor der saphirblauen Adria abheben, richtete die Luxushotelkette 50 Gäste-Cottages ein. Zentrum des Resorts ist, wie in vielen Adria­dörfern üblich, die von alten Bäumen beschattete Piazza. Kleine Restaurants, Weinstuben, zwei alte Kirchen und eine Kapelle liegen im Herzen des Eilandes und kreieren eine ganz besondere Hotelatmosphäre.

Jenseits der Bucht liegt ein weiterer Teil des Resorts: die Villa Miločer, einst Sommerrefugium von Königin Marija Karađorđević. Die Villa bietet nur acht Suiten mit einem außergewöhnlichen Blick auf die Bucht von Miločer und direktem Zugang zum Strand. Sie beherbergt zudem eine Bibliothek und ein eigenes Restaurant, aber auch den kürzesten Weg zum unfassbar luxuriösen Spa.

Aman Sveti Stefan

Wohlgefühl? Schon beim Einchecken vorhanden.

Pilates und Yoga werden dort so selbstverständlich angeboten wie die üblichen Therapien, wie Aromatherapie, Hot Stone oder Thai Massages, die überall auf der Welt zu Hause sind. Besonders toll wird es allerdings, wenn der Rücken in einem Spa Cottage in Form gebracht wird. Natürlich kann man auch ein Treatment in seinem Inselhäuschen genießen, genau so, wie man dort auch auf der privaten Terrasse mit Blick auf die Adria und die vorbeiziehenden Yachten dinieren kann.

Entgehen sollte man sich jedoch nicht die Piazza, wo eine fantastische gastronomische Auswahl herrscht. Eine Auswahl, die man wohl kaum in einem anderen Hotel dieser Größe finden würde. Wie wäre es also mit kleinen Köstlichkeiten in der Antipasti-Bar oder gut gemixten Cocktails in der Enoteca? Besonders gelungen: die Pasticceria. Zum Niederknien sind die süßen Verführungen, eindrucksvoll die Frühstücksmöglichkeiten, angelehnt an die reiche Back­tradition Europas. Apropos zum Niederknien: Unbedingt den einheimischen Wein probieren! Idealist ein Besuch der Winzerei der Milovic-Familie in Briska Hill. Sie ist circa anderthalb Stunden Fahrtzeit vom Resort entfernt. Die Tour beginnt mit einem Spaziergang durch die Weinberge, auf denen die montenegrinische Traube Vranac angebaut wird. Es folgt ein Besuch des Weinkellers, wo wohlmundende Vintage-Weine präsentiert werden. Das hätte dem Altkanzler Willy Brandt auch gefallen.

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