Keine Lust auf Menschen? Kein Problem. Sogar im an vielen Stellen überlaufenen Europa gibt es dafür reichlich Gelegenheit. Wir haben fünf einsame Urlaubsorte in Europa gefunden, an denen du garantiert ungestört bist.

Monte Isola, Italien

Die Monte Isola ist eine kleine Insel und gehört ganz offiziell zu den »schönsten Orten Italiens« (»I borghi più belli d’Italia«). Inmitten des Iseosees in der Lombardei gelegen, ist die Insel ein Naturparadies mit dichten Wäldern und blauem, klarem Wasser. Gerade einmal 1.800 Einwohner leben hier. Autos sind verboten. Durch die Ruhe und Beschaulichkeit, die auf Monte Isola herrscht, entspannen sich gestresste Großstädter ganz hervorragend – und lassen ihre Smartphones liegen.

Unser Reporter Andreas konnte sich jüngst ein eigenes Bild von der puren Erholung an den italienischen Seen machen.

Der Berg inmitten einer Insel, vollständig von Wald bedeckt, reckt sich gen Himmel. Nur am Ufer ist ein italienisches Dorf zu sehen.

Foto: Audrius Venclova/Shutterstock.com

Nin, Kroatien

Einsame Urlaubsorte in Europa – die gibt es auch in Kroatien. Zum Beispiel in Dalmatien. Die Stadt Nin existiert schon seit dem 9. Jahrhundert. Später übernahmen es die Römer, bauten Amphitheater, ein Forum und einen Tempel. Heutzutage sind von all diesen Bauwerken nur noch Ruinen übrig. Doch selbst die sind noch sehr beeindruckend – ebenso wie die Natur um Nin herum. Wer hierher reist, kann sich auf spektakuläre Berglandschaften und Strände freuen und wird vor lauter Staunen über die unberührte Umwelt völlig vergessen, seine E-Mails zu checken.

Auf einem Hügel steht eine steinerne, mittelalterliche Kapelle. Am Horizont dahinter ist ein schneebedecktes Gebirge erkennbar.

Foto: Ninopavisic/Shutterstock.com

Mulranny, Irland

Mulranny ist zwar sehr klein, aber wird unter anderem als »European Destination of Excellence« bezeichnet. Zu Recht, denn Mulranny ist mit seinen alten Burgen und Schlössern und dem Atlantik direkt vor der Haustür genau das richtige Reiseziel für alle, die einfach von allem abschalten wollen. Bildschöne Landschaften, die auch teil des Wild Atlantic Ways sind, locken für lange Spaziergänge oder Fahrradtouren. Und auf der instagrammable Brücke – dem Mulranny Cuaseway – schießt sich das Foto für die Urlaubserinnerung fast schon von alleine. Doch wer braucht schon YouTube, wenn die Natur einfach bezaubernd ist?

Schon gewusst? Irland ist unsere Trenddestination 2026.

Panoramablick auf eine von kleinen Flussarmen durchzogene irische Landschaft unter wolkenverhangenem Himmel. Ein paar Pferde stehen auf dem Gras.

Foto: Aloneontheroad/Shutterstock.com

Wild Taiga, Finnland

Bären, Wölfe, Elche, Rentiere und Raubvögel: Im Norden von Finnland gibt es sie alle. Wer sich in die Wild Taiga wagt, der kann all diese teilweise sehr selten gewordenen Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Natürlich sollte dabei niemand unvorsichtig werden. Aber es gibt sehr gut ausgebildete Guides, die einen durch die Wildnis führen, die Spuren lesen und Freizeitentdecker sicher durch die Natur führen können. Nur auf Google Maps sollte sich hier niemand verlassen. Umso mehr dafür auf den menschlichen Instinkt. Wieder verbunden mit der Natur.

Zwei Braunbären stehen auf einer Lichtung in einem herbstlichen Wald.

Foto: Ondrej Prosicky/Shutterstock.com

Jurmala, Lettland

Jurmala ist ein bekannter lettischer Kurort mit einem endlosen Strand: Im Osten befinden sich zehn Kilometer, im Westen noch einmal zwanzig Kilometer feinster Sandstrand. Völlig ungestört spazieren Ruhesuchende an der Ostsee entlang und genießen das sanfte Meeresrauschen. Wem das noch nicht reicht, der sollte die schwefelhaltigen Heilquellen in der Umgebung aufsuchen; die waren schon im 19. Jahrhundert für ihre Wirkung europaweit bekannt. Da kann keine App mithalten.

Von einer bewaldeten Anhöhe führt ein Holzsteg zu einem breiten Strand hinunter. Am Horizont geht im Meer die Sonne unter.

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