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Am 18. März 2026 wurde der neue Guide Michelin für Österreich veröffentlicht. 101 Restaurants haben es mit Auszeichnung in den renommierten Restaurantführer geschafft, das sind 19 mehr als im Vorjahr. Bei den Zwei- und Drei-Sterne-Restaurants hat sich wenig bis nichts getan. Wir werfen dafür ein Auge auf einige der Neuzugänge.

Lilli Fine Dining | Fehring (Steiermark) | Ein Stern

Das »Lilli Fine Dining« ist der noble Ableger vom Wirtshaus Lilli in Fehring in der Steiermark. Küchenchef Walter Triebl hat mit seinem Team einen Stern erkocht und die Kritiker vom Guide Michelin mit seinen Vier-, Fünf- und Sechs-Gänge-Menüs in modernem Ambiente überzeugt. Besonders die Auswahl regionaler Produkte wird hervorgehoben.

Genießerei am Markt | Graz (Steiermark) | Ein Stern

Ungewöhnlich, aber gut. Bei der »Genießerei am Markt« in Graz ist der Name Programm. Denn das Restaurant ist in einem kleinen Bungalow (mit Außenbereich) direkt auf dem Kaiser-Josef-Platz untergebracht. Die Zutaten bezieht Küchenchef Alexander Posch daher tatsächlich direkt vor der Haustür, auf dem täglichen Markt. Abends werden die Funde dann in zehn kleinere und größere Gänge verwandelt. Saisonaler und regionaler geht es wohl kaum, fanden auch die Michelin-Kritiker.

Detailaufnahme eines Tischs in einem gehobenen Restaurant, darauf zwei Teller mit weißen Servietten und je ein Weiß- und Rotweinglas.

Foto: VHarasymiv /Shutterstock.com

Gaumenkitzel | Kirchberg am Wechsel (Niederösterreich) | Ein Stern

Zutaten mit kurzer Reisedauer stehen auch im »Gaumenkitzel« in Kirchberg am Wechsel im Zentrum der Vier- und Sechs-Gänge-Menüs. Chefkoch Peter Pichler, der den Familienbetrieb gemeinsam mit seiner Frau Nina Pichler führt, nutzt mit Vorliebe Produkte aus dem eigenen Garten oder der unmittelbaren Umgebung. Das gefällt den Kritikern. Ebenso wie die ausschließlich österreichische Weinauswahl und das Interieur mit Naturfarben und -materialien.

La Fenice | Lech am Arlberg (Vorarlberg) | Ein Stern

Das »La Fenice« in Lech am Arlberg ist das Restaurant des Hotels Arlberg, steht mit seiner kulinarischen Klasse aber auch ohne Probleme für sich alleine. Wie auch die Aufnahme mit einem Stern in den aktuellen Guide zeigt. Patrick Tobler zaubert in fünf bis acht Gängen alpin-mediterrane Kunstwerke auf die Teller, begleitet von einer mehr als 1.000 Einträge (!) umfassenden Weinkarte. Das alles noch in stilvoller Atmosphäre.

Ansitz 12 | Lienz (Tirol) | Ein Stern

In bester Lage, direkt an der Isel, lockt in Lienz das »Ansitz 12« – nun auch mit einem Stern. Den gibt es laut Kritik für die moderne Küche mit regionalen Produkten. Gerne zubereitet über offenem Feuer. Zur Auswahl stehen bei Chefkoch David Senfter vier, sechs und sieben Gänge sowie eine Auswahl à la carte, gepaart mit heimischen Weinen. Der urige Charme des Lokals, untergebracht im historischen  »Gasthaus Goldener Stern«, tut sein Übriges.

Nahaufnahme der Hände eines Kochs, der ein Gericht in einem Fine-Dining-Restaurant auf dem Teller anrichtet.

Foto: amh fx /Shutterstock.com

Kammer5 | Ort im Innkreis (Oberösterreich) | Ein Stern

Bei der Bewertung im Guide Michelin geht es um mehr als »nur« die Qualität des Essens. Das zeigt mit Bravour das »Kammer5« in Ort im Innkreis. Denn das Restaurant ist in einem in Kleinstarbeit modernisierten Kuhstall auf einem mehr als 250 Jahre alten Bauernhof untergebracht. Stilvoller Chic hier, uriges Backsteinmauerwerk dort – die Kombination funktioniert einfach. Das klassisch-französische Essen, aber mit vielen regionalen Produkten, lässt sich dann auch noch schmecken. Dazu entweder Wein oder ein passendes Bier aus der hauseigenen Brauerei in (pssssst!) Bayern.

  • Kammer5, Kammer 5, Ort im Innkreis

Die Weinbank | Ehrenhausen (Steiermark) | Zwei Sterne

Nicht neu, aber mit zwei Sternen statt nur mit einem, findet sich »Die Weinbank« im Guide Michelin Österreich 2026. Mit dafür verantwortlich ist das Überraschungsmenü von Küchenchef Gerhard Fuchs. Eine Speisekarte im klassischen Sinne gibt es nicht. Dafür eine umso umfassendere Weinauswahl, durch die Sommelier Christian Zach gekonnt führt.

Empfehlung des Hauses

Zwei alte Bekannte sind weiterhin im Guide Michelin vertreten. Beim »Rote Wand Chef’s Table« mit zwei Sternen im gleichnamigen Hotel in Lech am Arlberg hat es Chefredakteurin Jenny so gut geschmeckt, dass die Redaktion tagelang nichts anderes zu hören bekommen hat. Besonders geschmeckt hat das Steckrübengratin mit gereiftem Birnenkäse. Den kompletten Eindruck gibt es hier zu lesen.

Gericht auf einem Teller im Rote Wand Chefs Table

Foto: Rote Wand

Und in Wien konnte Paul Gamauf den Stern im Restaurant »Edvard«, das dem Anantara Palais Hansen Vienna Hotel angegliedert ist, behaupten. Redakteur Konrad war bei seinem Besuch 2025 besonders vom Pumpernickel mit Gurke und Schafskäse angetan. Seine Eindrücke gibt es hier in unserem Podcast »Hotel der Woche« auf die Ohren.

Alle Neuzugänge im Guide Michelin Österreich 2026

Fehring (STM) – Lilli Fine Dining
Graz (STM) – Genießerei am Markt – Steiermark(t)dinner by Alexander Posch
Graz (STM) – Zur goldenen Birn U
Kirchberg am Wechsel (NOE) – Gaumenkitzel
Königsdorf (BGL) – Am Mahrbach
Langenlois (NOE) – Heurigenhof Bründlmayer
Lech am Arlberg (VBG) – La Fenice
Lienz (TIR) – Ansitz 12
Linz (OOE) – Kliemstein Vino Vitis
Maria Alm (SBG) – RAR Fine Dining
Nauders (TIR) – s’kammerli
Ort im Innkreis (OOE) – Kammer5
Sankt Anton am Arlberg (TIR) – Ullrs Gourmetstube
Sankt Josef (STM) – Broadmoar
Tux (TIR) – Bergfried – Chefs Table
Waidhofen an der Thaya (NOE) – Zimmerl
Wien (W) – Addiert
Wien (W) – Glasswing by Alexandru Simon
Wien (W) – JOLA
Wien (W) – OPUS
Zaußenberg (NOE) – Himmelreich

Den gesamten Guide Michelin für Österreich 2026 gibt es hier auf der Website des Guide Michelin!