Die Reiseapotheke wurde vergessen oder der Medikamente-Beipackzettel ist im ausländischen Urlaubsort partout nicht zu übersetzen? Kein Grund, bei leichten Symptomen Trübsal zu blasen. Wir verraten, welche Hausmittel im Urlaub helfen.

Sonnenbrand: Quark und Joghurt

Er ist wohl der Klassiker unter allen Urlaubern, die sich Sommer, Sonne und Strand gönnen: der Sonnenbrand. Fällt er moderat aus, sollte man Naturjoghurt oder Quark auf leicht verbrannte Hautpartien streichen. Das lindert die Schmerzen und hilft der Haut, sich zu regenerieren. Aber Achtung: Wichtig ist das regelmäßige Abwaschen. So kann die aufgestaute Hitze entweichen. Wer sich dagegen einen heftigen Sonnenbrand eingefangen hat, sollte dagegen rasch einen Arzt aufsuchen. Oder zumindest eine Apotheke.

Schnupfen und Erkältung: heiße Milch mit Honig

Reisende, die übermüdet, gestresst und am Urlaubsort gar mit heftigen Temperaturuntschieden zu kämpfen haben, sind empfänglich für eine Erkältung. Wer auf Grippostad & Co. im Reisegepäck verzichtet hat, sollte es mit heißer Milch mit Honig versuchen. Wer das nicht mag, sollte es mit einem gekochten Sirup aus Zwiebeln, Wasser und Honig versuchen. Kündigen sich Halsschmerzen an, hilft ein warmer Halswickel. Zum Gurgeln bietet sich Fenchel- und Kamillentee oder eine Salzlösung an.

Hausmittel gegen Urlaubskrankheiten: heiße Milch mit Honig

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Magen- und Darmverstimmung: Zucker-Salz-Lösung

Das zum Teil exotische Essen bekommt nicht jedem gut am Urlaubsort. Eine Magen- und Darmverstimmung ist hin und wieder die Folge. Das Wichtigste: viel trinken. Das ist deshalb bedeutsam, damit der Körper nicht austrocknet. Ihr solltet auf Bouillon, Tee oder eine aus stillem Wasser, Zucker und Kochsalz gemischte Lösung zurückzugreifen, um den Elektrolythaushalt des Körpers wieder ins Lot zu bringen. Wer nach ein paar Stunden keine Besserung feststellt, sollte einen Arzt aufsuchen.

Generell gilt: Bei hohen Temperaturen am Reiseziel solltet ihr beim Verzehr von Geflügel, Fisch, Eiern, Salat und Leitungswasser vorsichtig sein. Eine Lebensmittelvergiftung, ausgelöst durch Bakterien oder Salmonellen, äußert sich mit Darmkrämpfen, Durchfall sowie Übelkeit und Erbrechen. Abhilfe bei den ersten Anzeichen können beruhigende Tees wie Kamille, Fenchel, Pfefferminze oder Ingwer leisten. Magenberuhigend wirkt auch der Verzehr von zerdrückten Bananen oder geriebenen Äpfeln, die schädigende Giftstoffe oder Krankheitserreger im Magen-Darm-Trakt binden.

Insektenstiche: Brenesseltee

Zu den ärgerlichsten Begleiterscheinungen, gerade bei Aufenthalten im Wald oder am See, gehören Stiche durch Insekten. Egal ob Wespen oder Mücken: Die Plagegeister können echt nerven. Vom anschließenden Juckreiz durch einen Stich ganz zu schweigen. Während Kühlen die Schwellung lindert, wirkt aufgetragener Brennnesseltee als natürliches Antihistaminikum. Es sorgt für ein Abklingen des Juckreizes.

Mücke auf Haut

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Bei plötzlich auftretenden allergischen Reaktionen am Urlaubsort ist es grundsätzlich ratsam, einen Arzt aufzusuchen, da es zu einem anaphylaktischen Schock kommen kann. Bei leichten Symptomen können Sofortmaßnahmen wie ein Bad im Salzwasser gegen Hautausschlag und Juckreiz helfen.

Noch besser ist es natürlich, erst gar nicht gestochen zu werden. Tragt in der Dämmerung und nachts deshalb nur Kleidung, die den ganzen Körper bedeckt. Bei Antimückenmitteln darf es zudem gern etwas mehr sein. Tragt diese ruhig großzügig und beim Aufenthalt im Freien auch häufiger auf die Haut auf.