Bei frisch Vermählten, die das nötige Kleingeld haben, steht Namibia hoch im Kurs. Die Gründe liegen auf der Hand: Hier gibt’s Romantik pur, garniert mit Natur zum Dahinschmelzen, auf Nachhaltigkeit bedachtem Luxus und einer spektakulären Tierwelt. Unsere Tipps für eine Hochzeitsreise nach Namibia.

Spektakuläre Landschaft im Hoanib Valley Camp

In Namibia eröffnen immer wieder neue Luxusunterkünfte. Allein deshalb lohnt schon ein Besuch des Landes. Das Hoanib Valley Camp gehört in diese Kategorie. Es ist in einer der abgelegensten Gegenden Namibias zu Hause. Kaokoveld im Nordwesten des Landes ist ziemlich dünn besiedelt und nicht ganz einfach zu erreichen. Man benötigt ein Allradfahrzeug, um zu dem Luxus-Zeltcamp zu gelangen. Alternativ organisiert das Team auch einen privaten Flug ab Windhoek oder Transfers ab Sesfontein für die Gäste.

Hoanib Valley Lodge in Namibia

Hoanib Valley Lodge

Nun, was macht den besonderen Charme des Camps aus? Neben der spektakulären Landschaft aus breiten Trockenflüssen, großen Gebirgszügen und sandigen Ebenen ist es besonders die Pflanzen-und Tierwelt, die aufhorchen lässt: Neben Wüstenelefanten leben hier Giraffen, Oryxantilopen und Löwen, die man auf einer der Pirschfahrten beobachten kann. Die Gäste können zusammen mit den Guides auch den Nomadenstamm der Ovahimba besuchen, der seit Jahrhunderten im Kaokoveld zuhause ist.

Die Wüste lebt

Die endlos erscheinende Namib-Wüste gehört zu den Höhepunkten Namibias. Ein gigantischer Landesteil, der nicht nur Namensgeber Namibias, sondern auch die älteste Wüste der Welt ist. Etwa 2.000 Kilometer zieht sie sich an der Küste entlang, bis zu 160 Kilometer ragt sie ins Landesinnere. Die Dünen der Namib gehören mit zu den höchsten der Welt. 2013 wurden sie von der Unesco sogar als Welterbe anerkannt. Schon ein bloßer Besuch versetzt die Menschen in Staunen – noch spektakulärer ist nur der Blick von oben.

Heißluftballon über der Namib

Alexander Heinrichs

Bei einer Fahrt mit dem Heißluftballon zum Sonnenaufgang zeigt sich die Namib in ihrer Pracht. Der Ballon erhebt sich in die Lüfte, wenn die ersten Sonnenstrahlen auf die Gipfel der Dünen treffen. In der goldenen Stunde sind die Formen und Farben der Wüste besonders intensiv. Schatten verleihen der Landschaft ein geradezu mystisch anmutendes Erscheinungsbild. Wieder zurück auf dem Boden erwartet die Fluggäste ein leckeres Champagnerfrühstück, denn auf solch ein Erlebnis muss man einfach anstoßen. Organisiert werden die Ballonfahrten unter anderem von der Sossusvlei Lodge.

Abgeschiedenheit im Skeleton Coast Park

Am Atlantischen Ozean wird es ein wenig unwirtlich. Dahinrottende Schiffswracks liegen im Sand. Was ist denn hier passiert, fragte sich schon so manch einer. Nun, seinen Namen verdankt der Skeleton Coast Park den Nebelfeldern, die durch den kalten Benguela-Strom entstehen. Zahlreiche Schiffskapitäne wurden in der Vergangenheit vom Nebel überrascht. Sie verloren die Orientierung und strandeten mit ihren Schiffen an der Küste. Ganz schön spooky.

Ziemlich fasziniert von dieser Gegend waren die Betreiber einer neuen Herberge für Gutbetuchte. Sie eröffneten Anfang Juni die neue Shipwreck Lodge. Die elegante Luxuslodge ist ein idealer Ausgangspunkt, um die Landschaft des Nationalparks zu erkunden und den Kontrast aus endlosem Sand, tosendem Ozean und rauem Wetter ungestört auf sich wirken zu lassen. Ein besonderes Erlebnis sind die »röhrenden« Dünen. Fährt man mit einem Allradfahrzeug die Dünen hinunter, erzeugt der Sand Reibungsgeräusche, die über weite Entfernungen hörbar sind.

Flusssafari durch Namibias grünes Paradies

Eine Flusskreuzfahrt in Namibia? Aber ja doch! Die Zambezi Queen tuckert gemütlich auf der namibischen Seite des Chobe River entlang. Der Fluss bildet die natürliche Grenze zwischen Namibia und Botswana und gehört zur wasserreichen Sambesi-Region. Der schmale Landstrich im äußeren Nordosten Namibias ist das Zuhause für zahlreiche Wildtiere und Vogelarten. Große Elefantenherden weiden an den Flussufern, Flusspferde dümpeln in den ruhigen Nebenarmen und seltene Antilopenarten verstecken sich in der dichten Vegetation.

Giraffe am Chobe River in Namibia

Namibia Tourism Board

Alle 14 Suiten des luxuriösen Safarischiffs haben einen eigenen Balkon, von dem aus man die Flora und Fauna beobachten kann. Auf dem Oberdeck befinden sich ein Restaurant mit Panoramablick, ein kleiner Pool sowie eine Bar für den abendlichen »Sundowner«. Mit kleinen Beibooten erkunden die Passagiere die Umgebung und kommen noch näher an die Tiere heran. Eine Flusskreuzfahrt mit der Zambezi Queen dauert zwischen zwei und drei Nächten.

Über uns nur die Sterne!

Wenn die Sonne am Horizont versinkt und sich die Landschaft in Dunkelheit hüllt, offenbart Namibia einen prunkvollen Sternenhimmel und gewährt einen kleinen Einblick in das endlose Universum. Fernab von Lichtverschmutzung zeigt sich die Milchstraße in ihrer Sternenpracht und Größe. Besonders gute Beobachtungsmöglichkeiten bieten sich inmitten der Namib-Wüste im NamibRand Nature Reserve, wo sich die luxuriöse Wolwedans Dunes Lodge befindet.

Wolwedans Dunes Lodge

Wolwedans Dunes Lodge

Die International Dark Sky Association (IDSA) verlieh dem Naturreservat den Titel »International Dark Sky Reserve« mit Goldstatus. Die Chalets der Lodge sind auf Holzplattformen gebaut und mit aufrollbaren Zeltplanen versehen. Somit können die Gäste die Nächte unter freiem Sternenhimmel verbringen. Fein, fein …

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