In der Lobby steht ein Elefant Spalier. In den Fluren umkreisen bunte Vögel die Lampen, und das Restaurant überspannt ein Zeltdach – das La Réserve am Genfer See überrascht im originellen Stil. Text: Ulrike Klaas

Gastlichkeit. Die Elefantenstatur in der Lobby des La Réserve wirkt so real. Wenn sie sich augenblicklich in Bewegung setzen würde und laut trompetend und mit flatternden Ohren davonstampfen würde, wäre ich nicht verwundert. Exotische Vogelplastiken sitzen unter weißen Lampenschirmen, und in den opulenten roten Ledersofas räkeln sich die Gäste, während im Kamin ein Feuer knistert. Ich widerstehe dem Drang, mich ebenfalls in die einladenden Sofas zu kuscheln und gehe weiter auf Entdeckungstour. An den tragenden Säulen der Lobby prangt die Hotelphilosophie, die der französische Innenarchitekt Jacques Garcia dort verewigt hat: Détente, Convivialité, Saveur, Amitié, Douceur (Entspannung, Gastlichkeit, Geschmack, Freundschaft, Zartheit). Die Lobby heimst schon einmal die volle Punktzahl in Sachen »Gastlichkeit« ein.

Afrikanischer Flair im Restaurant

Geschmack. Den beweist nicht nur die Zimmereinrichtung, sondern auch die zur Begrüßung bereitgestellten Schokoladen-Trüffel. Opulente Möbel in dunklem Holz, mit Leder überzogen, roter Samt und Animal Print an den Wänden schaffen auch hier eine heimelige Atmosphäre sowie das Ambiente einer afrikanischen Lodge. 85 Zimmer und 17 Suiten kreierte der Innenarchitekt in diesem Stil. Nach zweijähriger Renovierungsarbeit hatte Garcia das Hotel 2003 wiedereröffnet und schuf damit einen Kontrast zur Grand Hotellerie, die die Hotelszene in Genf prägt.

Auch das Restaurant »Le Loti« überzeugt mit afrikanischem Flair. Die Gäste speisen unter einem Zeltdach, und über dem Kamin prangt ein kupferner Elefantenkopf. Nur die Gerichte weichen etwas von diesem Konzept ab: Anstatt Straußenei und Antilopensteak servieren die Kellner mediterranes Essen. Das zweite Restaurant des Hauses, ein chinesisches Restaurant namens »Le Tsé Fung«, gilt als Geheimtipp unter den Genfern. Dort werden knusprige Pekingente in Crêpes und Schokoladen-Frühlingsröllchen serviert.

Illustre Promi-Gästeliste: Becker, Depp und Spacey

Entspannung. Am nächsten Morgen hängen die Wolken tief über dem Genfer See, und der Mont Blanc ist in Nebelschwaden versunken. Perfektes Spa-Wetter. Jacques Garcia hat einen Spa ohne Ecken und Kanten konzipiert. Ganz in Weiß und Beige gehalten, aber dennoch gemütlich durch Akzente und Licht. Blaue, altrosa und gelbe Kissen schmücken die weichen Ledersofas, der blass gestreifte Teppich dämpft jedes Geräusch, und die Lampen, in Form von Quallen mit langen dichten Tentakeln, tauchen das Spa-Restaurant in warmes Licht.

In blaue und weiße Bademäntel gehüllt, lehnt sich eine Handvoll Gäste in den weißen Sofas zurück, liest Zeitung oder nippt an einem Smoothie. 17 Behandlungszimmer, Schwimmbad, Saunen und Fitnessbereich, wo täglich diverse Kurse angeboten werden, sorgen für Wohlbefinden bei den Hotelgästen.

Swimminpool im La Reserve Genf

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Die »Gästeliste« hört sich an wie die einer internationalen Preisverleihung: Boris Becker, Johnny Depp, Kevin Spacey und Gérard Depardieu. Und auch der deutschen Nationalmannschaft diente das Hotel in der Vorbereitung zur WM 2006 als Rückzugsort. Als jener ist das La Réserve einfach perfekt: Alles, was man zum Überleben auf höchstem Niveau braucht, findet sich hier. Eben eine Arche Noah am Genfer See.

Kontakt. La Reserve Hotel Genf. 301, Route de Lausanne, Bellevue, Tel.: +41 22 959 59 59, E-Mail: reservations@lareserve.ch, www.lareserve.ch

Anreise. Swiss und Lufthansa fliegen täglich von vielen deutschen Flughäfen nach Genf.

Besonderheiten. Das Hotel besitzt eine Art Wassertaxi, das die Gäste ins Zentrum fährt, einen Helikopterlandeplatz und 18 Bootsanlegeplätze.

 

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