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Deutschlands größte Airline führt eine neue Tarifstruktur ein – und streicht auf der Kurz- und Mittelstrecke die kostenlose Mitnahme eines Handgepäckkoffers. Die wichtigsten Infos im Überblick.

Flugreisende müssen sich wegen der aktuell hohen Ölpreise ohnehin schon auf hohe Ticketpreise einstellen. Nun hat auch noch die Lufthansa, Deutschlands größte Fluggesellschaft, in einer Mitteilung eine neue Tarifstruktur angekündigt, die in vielen Fällen für weitere Zusatzkosten sorgen dürfte.

Nur noch Laptop-Tasche oder Rucksack kostenfrei

Die kostenlose Mitnahme eines Handgepäckkoffers bei Lufthansa ist auf Kurz- und Mittelstreckenflügen künftig nicht mehr möglich. Dies gilt für alle Airlines der Lufthansa Group. Betroffen sind Flüge von Air Dolomiti, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Discover Airlines, Lufthansa City Airlines, Lufthansa und SWISS.

Lufthansa Airbus A319 auf dem Rollfeld des Flughafen München

Foto: Markus Mainka/Shutterstock.com

Im neuen »Economy-Basic«-Einstiegstarif ist nur noch ein kleiner persönlicher Gegenstand erlaubt. Eine Laptop-Tasche etwa oder ein kleiner Rucksack. Zusätzliches Hand- oder Aufgabegepäck könne als Zusatzleistung ab 15 Euro zugebucht werden. Der persönliche Gegenstand, der kostenfrei mit an Bord kann, dürfe höchstens 40x30x15 Zentimeter groß sein.

Darum kosten Handgepäckkoffer bei Lufthansa jetzt

Wieso dieser Schritt? Die Lufthansa bezieht sich auf ein verändertes Verhalten der Passagiere. Der neue Tarif sei gerade für Tagesreisende »eine zusätzliche Wahlmöglichkeit zum attraktiven Einstiegspreis«. Entsprechende Tickets sind nach Angaben des Unternehmens ab dem 28. April buchbar – für Reisen ab dem 19. Mai. Und zunächst nur auf ausgewählten Strecken.

Mit den neuen Regeln fürs Handgepäck begibt sich die Lufthansa auf das Angebotsniveau vieler Billigflieger wie Ryanair oder Easyjet. Diese stehen wegen ihrer strengen Regeln schon seit Langem in der Kritik vieler Verbraucherschützer.