Jerusalem hat sich in den letzten Jahren mit seinen mehr als 150 Museen, Galerien und kulturellen Einrichtungen zu Israels Kulturhauptstadt entwickelt. Die Heilige Stadt bietet neben den klassischen Sehenswürdigkeiten mit historischem und religiösem Hintergrund rund um die Altstadt ein breites Angebot an erstklassigen Kunstausstellungen, Tanz- und Gesangfestivals sowie Folklore-Festen. Was es zu beachten und zu besuchen gilt, verrät unser Jerusalem-Reiseführer.

Anreise: Der internationale Flughafen Ben Gurion (TLV) liegt nur ca. 40 Minuten Fahrtzeit vom Jerusalemer Stadtzentrum entfernt und wird mit bis zu 75 Direktverbindungen wöchentlich von Frankfurt, Berlin, München, Düsseldorf und Köln von El Al, Lufthansa, Air Berlin, Easyjet, Germanwings und Up angeflogen. Deutsche benötigen einen Reisepass, der bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein muss. (Touristen mit deutschem Reisepass, die vor dem 01.01.1928 geboren sind, benötigen ein Visum.)

Unterkunft: King David: Eine Topadresse ist das legendäre Fünf-Sterne-Hotel King David, wohl eines der berühmtesten Hotels der Welt, ziemlich sicher aber das bekannteste in Jerusalem. Gebaut 1920, sind hier schon unzählige Stars und Sternchen, Könige und Premiers abgestiegen. Die Altstadt ist nur ein paar Fußminuten entfernt, auf dem Hotelgelände findet man grüne Ruheecken ebenso wie Tennis-Courts und Swimmingpools für Kinder, www.danhotels-israel.com. King David Street 23, Jerusalem, 94101 Israel, Tel. +972-2-620-8888, E-Mail an Kingdavid@danhotels.com. Ein Standard-Doppelzimmer kostet hier inklusive Frühstück 560 US-Dollar pro Nacht.

Mamilla Hotel: Nicht weniger exklusiv und auch nur einen Katzensprung von der Altstadt entfernt ist das Mamilla. Hier wohnt man im modernen und stylischen Ambiente und kann sich auch noch in der direkt angrenzenden neuen Shopping- und Eventmeile Alrov Mamilla Avenue treiben lassen, www.mamillahotel.com. 11 King Solomon St., Jerusalem 94182, Tel.: +972-2-548 2222, Reservierung per E-Mail an reservations@mamillahotel.com. Der Preis in der Nebensaison für ein DZ beträgt 420, in der Hochsaison 650 US-Dollar.

Waldorf Astoria Jerusalem: Mit Spannung erwartet wird die Fertigstellung des groß angekündigten Waldorf Astoria. Ab August 2014 soll es so weit sein. Die Luxusherberge liegt ebenfalls nicht weit entfernt von der Altstadt, nahe am Independence Park, www.waldorfastoriajerusalem.com. 26–28 Agron Street, Jerusalem 9419008, Tel.: +972-2-542 3333. E-Mail: jerusalem.info@waldorfastoria.com. Ein Doppelzimmer soll ab 490 US-Dollar pro Nacht kosten.

Sprache: In Israel spricht man Hebräisch und Arabisch. Englisch wird aber von nahezu jedem Israeli gesprochen, und auch mit Deutsch kann man sich in Jerusalem manchmal durchschlagen.

Klima: Israel liegt im Nahen Osten. Da sind die Sommer sehr lang, etwa von April bis Oktober, und auch sehr heiß, zum Teil über 30 Grad. Von November bis März ist Winter, dann wird es mild und manchmal kühl. Da Jerusalem auf 700 Höhenmetern liegt, ist es hier kälter als im Rest des Landes. In den vergangenen beiden Wintern gab es sogar Schnee. Im Januar befinden sich die Temperaturen um den Nullpunkt.

Reisezeit: Im Allgemeinen ist Jerusalem eine Ganzjahres-Destination. Die heißen Hochsommermonate sollte man jedoch meiden, und auch die jüdischen und christlichen Feiertage (Pessah/März oder April und Ostern/April) können in der Altstadt sehr anstrengend werden. Allerdings sind die Eindrücke dann auch sehr intensiv.

Sehenswürdigkeiten: Neben den heiligen Stätten und zahllosen archäologischen und baulichen Highlights in der Altstadt hat die Neustadt eine Menge zu bieten. Noch hat die Orthodoxie das Leben nicht gelähmt, die Stadt ist bunt, vielseitig und lebendig. Auf der Jaffa Road und der Ben Yehuda Street kann man in einem der vielen Cafés die Atmosphäre der Stadt aufsaugen. Entlang der Jaffa Road fährt die Straßenbahn und verbindet die wichtigsten Stadtteile miteinander. Interessant ist auch, einmal mit der modernen Tram von einem Ende zum anderen der Stadt zu fahren, dann siehtn man auch etwas von den weniger bekannten Orten. Im Zentrum, am Ende der Jaffa Road, kommt man zu einem der Höhepunkte der Stadt: zum Mahane Yehuda Market. Auf dem großen Frischwarenmarkt der Stadt taucht man ein in ein Meer von Aromen, Düften und Geschmäckern. Nach Geschäftsschluss werden einige Läden kurzerhand in Bars oder Kneipen mit Livemusik umgebaut.

Restaurants: In ganz Jerusalem befinden sich etliche sehr gute Restaurants. Die Stadt ist durch das Aufeinandertreffen vieler Kulturen zu einem kulinarischen Schmelztiegel geworden; ein Mix aus lokaler Küche, orientalischen, nordafrikanischen und osteuropäischen Einflüssen macht das gastronomische Angebot Jerusalems abwechslungsreich – auch abseits des allseits beliebten und köstlichen Hummus aus Kichererbsen – und besonders. Hier nur einige wenige Tipps: Rund um den Mahane Yehuda Markt befinden sich mit die besten Restaurants der Stadt wie z. B. das gleichnamige Machneyuda-Restaurant, bei dem es lokale Küche auf höchstem Niveau mit einer besonderen Showeinlage der Köche einmal pro Abend gibt. Ebenfalls in der Nähe des Marktes befindet sich das HaMotzi, das vom Gewinner des Masterchef-Wettbewerbs in Israel geführt wird. Sehr gute israelische Küche bekommt man auch im Kadosh, das außerdem mit einer tollen Atmosphäre und sehr nettem Personal zu überzeugen weiß. Im Eucalyptus erhält man alle Speisen und Zutaten seines Gerichts erklärt und wird über ihre Bedeutung in den biblischen Schriften aufgeklärt. Um beim Essen oder Cocktail einen atemberaubenden Blick zu genießen, muss man ins Rooftop-Restaurant des Mamilla Hotels. Und sollte man in der Altstadt eine kurze Pause brauchen, bieten sich ein guter Kaffee und der beste Apfelstrudel der Region im österreichischen Hospiz an.

Trinkgeld: In Israel sind zehn Prozent, gerne auch mehr, üblich.

Shopping-Tipps: Die Ben Yehuda Street ist die Einkaufsmeile der Stadt. Flanieren, shoppen und bummeln kann man gut in der Mamilla Mall, direkt neben dem gleichnamigen Hotel nahe der Altstadt.

Persönlicher Tipp: Wenn man die Altstadt von oben sehen möchte, dann sollte man einen Spaziergang auf der Altstadtmauer antreten. Der Blick ins neue Jerusalem ist ganz prima, aber die Altstadt selbst ist sehr verbaut, um viel zu erkennen. Ein berühmter Aussichtspunkt ist das Dach des österreichischen Hospizes im christlichen Viertel. Hier kann man einfach eintreten, weder wird Geld verlangt noch stört dies die Betreiber. In der Neustadt ist das Israelische Museum natürlich ein Highlight. In Sachen Kunst und Archäologie kann es sich mit anderen Museen dieser Art messen. Außerdem kann man in der Neustadt an verschiedenen Stellen elektrische Segways mieten und eine Tour durch die Stadt starten. 20 Minuten außerhalb der Innenstadt liegt Em Kerem, ein schöner Ort mit vielen Künstlerateliers und Boutique-Weingütern.

Besser nicht: Zu körperbetonte und freizügige Kleidung wird in Moscheen, Kirchen und Synagogen gar nicht gern gesehen. Außerdem muss man in der Heiligen Stadt auch immer die religiösen Tage im Auge behalten, wenn man z. B. Tempelberg (Freitag und Samstag geschlossen) und Klagemauer (Freitag keine Fotos/Samstag/Sabbat/kein Zutritt). Wer neugierig auf das ultraorthodoxe Viertel Mea Shearim in der Neustadt ist, sollte sich vorher sehr genau über Verbote und Gebote informieren – sonst wird man rasant schnell hinauskomplimentiert.

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Infos: Israel: Staatliches Israelisches Verkehrsbüro, Friedrichstraße 95, 10117 Berlin, Tel 030 20 39 970, E-Mail an Info@goisrael.de, Infos unter www.goisrael.de. Jerusalem: Travelmarketing Romberg, Schwarzbachstraße 32, 40822 Mettmann, Tel. 02104 9 52 41 29, E-Mail an t.gigla@travelmarketing.de, Infos im Netz unter www.travelmarketing.de

Lesen Sie hier unsere Reise-Reportage über Jerusalem.

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