Wer die Sehenswürdigkeiten der Insel entdecken möchte, kann dies auf Lanzarote wunderbar mit einem Mietwagen tun. Das Schöne dabei: Auf kleinem Raum lassen sich viele abwechslungsreiche Orte entdecken. Unsere Tipps für alle, die während eines Roadtrips Lanzarote mit dem Auto erkunden möchten.
Zu den Kraterbergen fahren und anschließend wandern, einsame Sandstrände, pittoreske Dörfer und Vulkanhöhlen entdecken oder durch das Weinbaugebiet der Insel flanieren – viele Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote lassen sich während des Urlaubs wunderbar mit dem Auto erkunden. Mit dem Mietwagen lässt sich Lanzarote so an wenigen Tagen leicht erkunden. Dabei eröffnen sich Reisenden viele Eindrücke, die so unterschiedlich wie die Landschaft selbst sind. Hier der beste Roadtrip mitsamt Zwischenstopps und Tipps für alle, die Lanzarote mit dem Auto erkunden möchten.

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Start in Arrecife: Hauptstadtflair am Meer
Der Roadtrip beginnt in Arrecife, der Hauptstadt Lanzarotes. Immerhin knapp 70.000 Menschen leben in der Stadt. Die Hafenstadt wurde einst als Fischerdorf gegründet. Noch heute erinnern Orte in der Stadt an diese Vergangenheit. Unweit des Hafens liegt die gezeitenabhängige Lagune Charco de San Ginés. Die kleine Salzwasserlagune spielt eine bedeutende Rolle in der Geschichte Arrecifes, da sie sowohl als geschützter Hafen für Fischerboote als auch als Tor für Handelswaren diente.
Ein Muss in Arrecife ist ein Besuch des Castillo de San Gabriel – eine Festung auf einer kleinen Insel, die durch eine Brücke namens Puente de Las Bolas mit der Stadt verbunden ist.

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Das Museum im Inneren gibt Einblicke in die Geschichte und bietet einen schönen Blick auf die Bucht. Danach geht es zum Frühstück an die Playa del Reducto. Der Strand lädt mit seinem goldgelben Sand und ruhigem Wasser dazu ein, entspannt in den Tag zu starten.
Stiftung César Manrique: Zu Besuch beim berühmten Künstler
Von Arrecife aus geht es anschließend rund sechs Kilometer Richtung Norden, nach Taro de Tahiche. Dort errichtete Architekt César Manrique in fünf Lavablasen ein zweistöckiges Haus, das er bis 1987 sogar bewohnte. Die Räume im Untergeschoss sind auf beeindruckende Weise in die Lavahöhlen integriert: Tunnel verbinden sie miteinander, schwarzes Vulkangestein steht dabei in Gegensatz zu teils weiß gekalkten Wänden. Noch zu Lebzeiten baute César Manrique sein Domizil zum Museum um. Bis heute beherbergt es die sehenswerte Stiftung César Manrique.

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Spektakuläre Aussichten und die Welt der Vulkanhöhlen
Von der Stiftung César Manrique geht es weiter hoch in Richtung Norden. Dort bietet der Aussichtspunkt Mirador del Río einen schönen Panoramablick über die Insel. Von der auf dem Gipfel des Risco de Famara in 474 Metern Höhe gelegenen Aussichtsplattform haben Besucher einen fantastischen Blick auf die Nachbarinsel La Graciosa und das Meer.

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Ein weiteres Highlight: die Höhlen Jameos del Agua und die Cueva de los Verdes. Beide entstanden durch vulkanische Aktivitäten; der einheimische Künstler César Manrique verwandelte sie in spektakuläre Sehenswürdigkeiten. Während die Jameos del Agua mit ihrem unterirdischen See und der einzigartigen Architektur beeindrucken, bietet die Cueva de los Verdes Einblicke in die geologische Historie der Insel.
Teguise: Historischer Charme und lokale Kulinarik
Nächster Stopp auf dem Lanzarote-Roadtrip: Teguise im Landesinneren. Sie war einst Hauptstadt Lanzarotes. Die kopfsteingepflasterten Gassen in Kontrast zu den weißen Häusern verleihen der Stadt ein einzigartiges Flair. Ein Besuch auf dem sonntäglichen Wochenmarkt, der mit lokalen Produkten, Kunsthandwerk und Köstlichkeiten lockt, empfiehlt sich besonders. Wer die Insel kulinarisch entdecken möchte, probiert in einer der traditionellen Tapas-Bars hausgemachte, lokale Spezialitäten, wie etwa Papas Arrugadas mit Mojo-Soßen.

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La Geria: Weinanbau in der Vulkanlandschaft
Von Teguise führt der Roadtrip über die LZ-30 weiter in das Weinanbaugebiet La Geria, wo die Reben in schwarzen Vulkanmulden wachsen. Diese einzigartige Anbaumethode schützt die Pflanzen vor Wind und speichert Feuchtigkeit. Noch heute erfolgt die Lese manuell, was maßgeblich zur hohen Qualität und zu regelmäßigen Auszeichnungen der edlen Tropfen beiträgt. In den traditionellen Bodegas, wie zum Beispiel in der Bodega Rubicón oder der Bodega La Geria, lassen sich die Weine verkosten – so schmeckt der Urlaub auf Lanzarote!

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Timanfaya-Nationalpark: Auf den Spuren der Feuerberge
Ein Highlight der Insel ist der Timanfaya-Nationalpark. Dieser ist ein Muss für alle, die während eines Roadtrips Lanzarote mit dem Auto erkunden. Warum, das erkennt man sofort: Die bizarre, fast unwirkliche Lavalandschaft inklusive Kraterlöchern und mehr als 30 Vulkankegeln entlocken vielen Besuchern Wow-Ausrufe und Entzücken. Die Landschaft entstand durch heftige Vulkanausbrüche im 18. Jahrhundert.

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Einzige Wermutstropfen für Reisende, die Lanzarote mit dem Auto erkunden: Der Park lässt sich aus Naturschutzgründen nur bedingt mit dem eigenen Auto entdecken. Besser daher: an einer geführten Tour teilnehmen. Bei der etwa drei Kilometer langen »Ruta de Termesana« erleben die maximal acht Teilnehmer den vulkanischen Ursprung der Kanareninsel. Dabei erfahren sie zudem Informatives zu den hier existierenden Tier- und Pflanzenarten. Etwa, dass Arten wie die Orchilla-Flechte, die Kristall-Mittagsblume und der Strauch-Dornlattich nur auf Lanzarote vorkommen. Mit der Kanarischen Spitzmaus ist außerdem das einzige einheimische Säugetier der Kanaren auf Lanzarote beheimatet. Ein wirklich außergewöhnliches Tier ist zudem die Albino-Blindkrabbe. Die geothermischen Demonstrationen am Besucherzentrum beeindrucken schließlich besonders: Wasser, das in Erdspalten gegossen wird, verdampft in Sekundenschnelle und sprüht als heiße Fontäne aus dem Boden.
Yaiza: Eines der schönsten Dörfer Spaniens
Weiter geht es mit dem Mietwagen in den Süden von Lanzarote, nach Yaiza. Das Dorf ist auf der Insel berühmt wie ein bunter Hund. Es ergatterte nämlich schon mehrmals bei der Wahl zum schönsten Dorf Spaniens den ersten Platz. Und das sieht man: Im Ort wechseln sich weiß getünchte Häuschen mit herrschaftlichen Landsitzen und historischen Bauten ab, Palmen säumen die blitzeblanken Straßen. Vielerorts blühen Blumen in den Gärten um die Wette. Und auch wer den Blick in die Umgebung schweifen lässt, wird belohnt: Der Ort wird nämlich umrahmt von schwarzen und ockerfarbenen Lavafeldern.

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Erholung an den Stränden von Papagayo
Nach den Erkundungen in der Vulkanlandschaft und im Dorf Yaiza geht es zur Entspannung weiter mit dem Mietwagen in den Süden von Lanzarote. Ziel ist der Traumstrand Papagayo. Die feinsandigen Buchten mit ihrem kristallklaren, ruhigen Wasser bieten den perfekten Ort, um sich nach einem entdeckungsreichen Tag zu erholen. Wer mag, geht schnorcheln oder genießt einfach nur die Sonne. Die Playa de Papagayo Vistapoint bietet darüber hinaus allen, die noch auf der Suche nach Futter für Instagram & Co. sind, einen wundervollen Spot. Schließlich sollen die Daheimgeblieben auch wissen, dass man einen tollen Urlaub auf Lanzarote verbringt …

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Tipps für alle, die Lanzarote mit dem Auto erkunden
Lanzarote hat ein gut ausgebautes Straßennetz, das geradezu prädestiniert für einen Roadtrip im Urlaub ist. Die Anzahl der Mietwagenanbieter ist groß, entsprechend einfach ist es, sich für ein paar Tage ein Auto auf Lanzarote zu mieten. Auch der Preis passt. Die Preise für einen Mietwagen auf Lanzarote sind im Vergleich zu vielen anderen Urlaubszielen im Schnitt geringer. Benzin ist ebenfalls preiswert, und die kurzen Distanzen zwischen den Sehenswürdigkeiten lassen die Zeit wie im Flug vergehen.

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Der Verkehr fließt entspannt, Ampeln gibt es nur in der Hauptstadt Arrecife. An einigen Orten regeln Sensoren die Geschwindigkeit, indem sie bei Überschreitungen auf Rot schalten. Radarkontrollen sind auf der Hauptstraße LZ-2 zwischen Playa Honda und Arrecife zu finden, während mobile Blitzer wie anderenorts auch flexibel zum Einsatz kommen. Nachtfahrten auf abgelegenen Strecken sollten Urlauber auf Lanzarote vermeiden, da es kaum Straßenbeleuchtung gibt.