Lanzarote hat eine besuchenswerte Kultur-Attraktion: Das »Casa-Museo César Manrique«, letztes Domizil des 1919 in Arrecife geborenen César Manriques. Es ermöglicht Besuchern einen Blick auf das Leben und Werk des Künstlers, der das Erscheinungsbild der Kanareninsel entscheidend prägte und ihre Schönheit gegenüber Spekulanten und Gewinnstreben verteidigte.

César Manrique gilt als Lanzarotes wichtigster Künstler des letzten Jahrhunderts. Er schuf einige der Haupt-Sehenswürdigkeiten der Insel; so zum Beispiel die berühmten Höhlen Jameos del Agua oder der nicht minder bekannte Kaktusgarten. Sie sind beispielhaft für sein Werk, in dem er Natur und Kunst zu vereinen versuchte.

Kaktusgarten auf Lanzarote

Tatyana Vyc/Shutterstock.com

Nach langjährigen Auslands-Aufenthalten kehrte Manrique 1966 in seine Heimat zurück. Dort setzte er sich für den Schutz der einzigartigen Inselnatur und -kultur ein. 1988 zog er in das Dorf Haría im Norden der Insel, um dort im Grünen zu leben und ungestört arbeiten zu können. Es wurde seine letzte Bleibe; 1992 verstarb der Künstler bei einem Autounfall.

Großer Kamin aus Vulkansteinen und viele Keramiken

In Manriques ehemaligem Anwesen, das nun der Öffentlichkeit zugänglich ist, spiegelt sich die Verbundenheit zu seiner Heimat wider. Das kubisch geformte, weiß getünchte Gebäude ruht auf den Mauern eines alten Wohnhauses. Es ist in seiner Gestaltung an die traditionelle Insel-Bauweise angelehnt. Im geräumigen Salon befinden sich ein großer Kamin aus Vulkansteinen und zahlreiche verschiedene Keramiken, die auf Lanzarote hergestellt wurden. Fast alle Baustoffe des Hauses kommen aus dem Meer oder der Erde.

Ein Gang durch Wohnräume, Atelier und Werkstatt ermöglicht dem Besucher einen Zugang zu dem vielseitig begabten Künstler, der nicht nur als Maler und Designer tätig war, sondern ebenso als Bildhauer, Architekt und Gartengestalter. Neben fertigen Werken zeigt das Museum auch Mal-Utensilien, Werkzeuge, Alltagsgegenstände oder persönliche Fotos.

Mehr als 1.500 Objekte können Besucher bestaunen

Insgesamt sind auf 1.000 Quadratmetern Fläche mehr als 1.500 Objekte zu bewundern. Das »Casa-Museo César Manrique« befindet sich in Haría im Nordosten Lanzarotes und ist täglich von 10.30 bis 14.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 10 Euro pro Person, Kinder zahlen jeweils 5 Euro.

Kulturbegeisterte können die Originalität und unvergängliche Modernität seiner Werke aber auch an diversen anderen Orten der Insel bestaunen. So war Manrique 1970 bei einem Ausflug in Tahíche fasziniert von einem Feigenbaum, dessen grüne Spitze aus einem erstarrten schwarzen Lavastrom herausragte. An dieser Stelle erbaute er sein Wohnhaus und entdeckte während des Baus fünf Lavahöhlen, die er zu unterschiedlichen Wohnräumen umgestaltete. Im Jahr 1982 wurde dort seine Stiftung »Fundación César Manrique« gegründet.

Aber nicht nur die künstlerischen Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote, wie zum Beispiel das »Monumento del Campesino«, ein Denkmal zur Ehrung der Bauern, sind beeindruckend. Auch der Rest der Kanarischen Inseln kam in den Genuss der Kreativität des Künstlers. Der Aussichtspunkt »La Peña« auf El Hierro oder die Panorama-Plattform »Mirador del Palmerejeo« auf La Gomera sind zwei weitere Geheimtipps für Naturbegeisterte und Kulturliebhaber.

Der Aussichtspunkt Mirador de La Peña auf El Hierro.

Lanzarote ist die östlichste der Kanarischen Inseln. Ihre Gesamtfläche beträgt 862 Quadratkilometer. Sie befindet sich 1.000 Kilometer von der Iberischen Halbinsel und 130 Kilometer von der afrikanischen Küste entfernt. Rund 100.000 Einwohner leben auf Lanzarote, die drei größten Tourismuszentren sind Puerto del Carmen, Costa Teguise und Playa Blanca.

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