Italiens Hauptstadt ist voller Geschichte, Kunst und einem Flair, das man am besten zu Fuß oder mit Bus und Metro erlebt. Klar, das Kolosseum, Forum Romanum und der Petersdom gehören auf jede Must-see-Liste. Aber Rom hat auch coole Ecken, die nicht jeder kennt. Hier kommt ein Rundgang, der klassische Sehenswürdigkeiten in Rom mit Geheimtipps mischt.

Start am Bahnhof Termini: Guter Einstieg ins Rom-Abenteuer

Vom Hauptbahnhof Termini aus geht’s los zu den Sehenswürdigkeiten in Rom. Das ist ein idealer Startpunkt, weil ihr von hier aus schnell überall hinkommt. Gleich ums Eck liegt die prachtvolle Basilika Santa Maria Maggiore. Da fühlt man sich direkt mittendrin in der Geschichte der Stadt.

Statuen auf der Spitze der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom

Foto: Casey Lovegrove

Dann rein ins Viertel Monti, das immer mehr zum Hotspot für Hipster, Designer und Leute mit Sinn für das echte Rom wird. Vintage-Läden, gemütliche Cafés und kleine Restaurants laden zum Verweilen und Chillen ein. Je nachdem, wonach einem ist.

Kolosseum und Forum Romanum: Die Zeit zurückdrehen

Nur einen Katzensprung weiter steht das Kolosseum, das Wahrzeichen, das jeder kennt. Weltbekannt, klar. Aber natürlich ziemlich überlaufen. Spannend wird es nebenan im Forum Romanum: Hier spüren Besucher förmlich den Puls der antiken Welt. Tempelruinen, Triumphbögen und der riesige Marktplatz lassen das Römische Reich lebendig werden. Auf dem Palatinhügel hat man dazu einen genialen Blick über die Ausgrabungen. Die Location ist ein Must-see für alle, die Roms Geschichte erleben wollen.

Forum Romanum in Rom

Foto: Styve Reineck/Shutterstock.com

Kapitol und die Galleria Doria Pamphilj: Kunst abseits der Massen

Vom Forum steigt ihr zum Kapitolsplatz hinauf, der von Michelangelo gestaltet wurde. Neben der tollen Aussicht lohnt sich ein Besuch in der Galleria Doria Pamphilj. Die ist ein Geheimtipp! Hier gibt’s geniale Gemälde von Caravaggio & Co., und meistens geht’s relativ entspannt zu. Perfekt, wenn man mal der Menschenmenge entkommen will.

Raum in der Galleria Doria Pamphilj in Rom

Foto: NeyroM/Shutterstock.com

Pantheon und Piazza Minerva: Antike trifft Barock

Das berühmte Pantheon beeindruckt mit seiner riesigen Kuppel und dem offenen Oculus, der Raum fühlt sich einfach magisch an. Am besten besucht ihr den am Morgen, vor dem großen Touristenansturm. Der Sturm wird auch wirklich spätestens am Vormittag aufziehen, denn der Pantheon gehört zu den Sehenswürdigkeiten in Rom schlechthin.

Blick von außen auf Pantheon in Rom

Foto: Ivan Moreno sl/Shutterstock.com

In der Nähe entdecken Besucher auf der Piazza della Minerva den schrägen Bernini-Elefanten. Die gotische Kirche Santa Maria sopra Minerva ist sowieso ein echter Hingucker, weil sie so ungewöhnlich für Rom ist. Während in Rom nämlich hauptsächlich Barock- und Renaissance-Kirchen zu finden sind, fällt die Kirche mit ihrer gotischen Architektur sofort ins Auge.

Piazza Navona und Camere di Sant’Ignazio: Barockrummel trifft stille Räume

Die Piazza Navona ist super lebhaft, voller Straßenkünstler und Cafés. Doch wer etwas ganz Besonderes sucht, geht ein paar Meter weiter zur Kirche Sant’Ignazio di Loyola. Das Deckengemälde mit der »falschen Kuppel« ist ein Optik-Wunder! Zur Kirche gehören auch die Camere di Sant’Ignazio. Das sind die kleinen, stillen Räume, in denen Ignatius von Loyola die letzten Jahre seines Lebens verbrachte. Ein Geheimtipp voller Atmosphäre abseits des Trubels.

Trevi-Brunnen und Quirinal: Schnell hin oder lieber gemütlich?

Klar, der Trevi-Brunnen muss sein! Ist schließlich einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Rom. Münze reinwerfen und zurück nach Rom kommen: Wer eine Münze mit dem Rücken zum Brunnen über die linke Schulter wirft, soll dem Aberglauben zufolge symbolisch den Wunsch aussprechen, erneut nach Rom zurückzukommen – sei es aus Liebe, Sehnsucht oder einfach, um die Stadt ein weiteres Mal zu besuchen.

Frau mit Sonnenhut steht vor Trevi-Brunnen in Rom

Foto: Igor Link/Shutterstock.com

Tagsüber etwas hektisch, abends eine Augenweide mit cooler Stimmung. Statt sofort weiterzuziehen, lohnt es sich, rund um den Quirinal-Hügel durch die Seitenstraßen von Monti zu bummeln. Kleine Läden, Kunstwerkstätten und römische Läden, die keine Touri-Fallen sind. Das ist genau das richtige Gegenprogramm für alle, die dem Mega-Trubel entgehen wollen.

Trastevere: Zum Schluss ein römisches Original

Zum Abschluss geht’s über die Tibermauer ins romantische Trastevere. Kopfsteinpflaster, bunte Häuser, lebendige Piazze. Mit Fug lässt sich sagen, dass hier das echte Leben spielt. Tagsüber lädt der Botanische Garten zum Chillen ein, abends herrscht Stimmung auf der Piazza Santa Maria in Trastevere. Fast könnte man meinen, die Zeit bleibt hier stehen.

Gäste sitzen vor einer Taverne im Stadtteil Trastevere in Rom

Foto: Alessandro Tortora/Shutterstock.com

Auf dem nahegelegenen Gianicolo-Hügel wartet zum Sonnenuntergang die beste Aussicht der Stadt – mit einem leckeren Aperölchen in der Hand kaum zu toppen.

Blick auf Rom vom Gianicolo-Hügel aus

Foto: Nick N A/Shutterstock.com

Rückweg zum Aventin: Ruhig ausklingen lassen

Der Rückweg führt zurück zum Aventinhügel. Auf dem Giardino degli Aranci können Besucher nochmal den Blick über Rom schweifen lassen. Hier lässt sich auch einfach nur prima verschnaufen, bevor man sich aufmacht, die nächste Eisdiele oder Kaffeebar zu entdecken. Davon hat Rom nämlich reichlich.

Und sonst? Geheimtipps für Rom-Entdecker im Schnellüberblick

  • Das Theater Marcello ist kleiner, älter und ruhiger als das Kolosseum und somit perfekt zum Verweilen.
  • Der Parco degli Aquedotti am Stadtrand zeigt riesige antike Aquädukte in Naturkulisse, entspannte Spaziergänge garantiert.
  • Auf dem Aventinhügel liegt der Buco della Serratura. Durchs Schlüsselloch sieht man perfekt die Kuppel des Petersdoms. Das verspricht ein Insiderfoto!
  • Der Giardino degli Aranci (Orangengarten) oben auf dem Aventin bietet Ruhe und einen der besten Ausblicke über Rom.
  • Wer im Frühling unterwegs ist, sollte unbedingt die Passeggiata del Gelsomino, die Jasminpromenade, ausprobieren – ein duftender Traum.
  • Das Szeneviertel San Lorenzo ist jung, kreativ und wild, voll mit Street-Art und coolen Bars.
  • Fans von Industrie-Flair checken den Gazometro im Ostiense-Viertel. Der gilt als ein cooler Lost Place mit tollen Fotomotiven.

Das waren unsere Tipps zu den Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps in Rom. Lust, noch mehr in dem Land zu entdecken? Hier geht es zu unseren Artikeln über das Urlaubsland Italien.