Über Jahrhunderte hinweg formten Vulkane die zerklüftete Landschaft Dominicas. Auch heute noch sind neun dieser Vulkane aktiv und bilden Mudpots, heiße Quellen und den berühmten »Boiling Lake«.  Gemeinsam mit tropischen Regenwäldern und makellosen Traumstränden machen sie die Karibikinsel zum perfekten Urlaubsziel! Diese sieben Wanderwege sind ein Muss für alle, die Dominicas abwechslungsreiche Natur erleben wollen!

 

Den Piraten auf der Spur: Titou Gorge

Fans von Pirates of the Carribean werden sich an die spannungsgeladene Szene erinnern: Captain Jack und seine Crew werden von Kannibalen gefangen genommen. In Netzkäfigen hängen sie zwischen zwei Felswänden auf schwindelerregender Höhe und müssen um ihr Leben bangen. Natürlich gibt es hier in Wirklichkeit keine Kannibalen und auf Orlando Bloom trifft man wohl auch nicht. Trotzdem ist der Titou Gorge Canyon ein unvergessliches Erlebnis! Watet und schwimmt durch das türkisblaue Flusswasser bis ihr den Wasserfall erreicht oder bucht eine Klettertour.

Titou Gorge, auf die Karibikinsel Dominica

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Mehr als nur eine Treppe: Jaco Steps

Die Jaco Flats und Steps sind nach einem entflohenen Sklaven aus dem 18. Jahrhundert benannt. Gemeinsam mit vielen anderen suchte Jaco Zuflucht im Regenwald. Über Jahre hinweg bauten sie eine 135 Stufen lange Treppe in die schroffe Felswand unterhalb des Plateaus. Auf dem Weg nach oben passiert man das Farmhaus der Familie, die den Weg in Stand hält. Zurück im Tal lädt ein Nebenarm des Layou River zum Baden ein!

"Jaco Steps" Stufen im Wald, Dominica

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Eine wilde Kletterpartie: Wavine Cyrique Falls

Von Wanderweg kann hier eigentlich kaum noch die Rede sein. Steile Felswände, wacklige Seilleitern und »Stufen« aus Baumwurzeln sind nur einige der Hindernisse auf dem abenteuerlichen Trail! Aber die Mühe zahlt sich aus, denn unten angekommen findet man einen schwarzen Sandstrand und einen 150 Meter hohen Wasserfall. Zeit sich auszuruhen, bevor der schwierigste Teil beginnt: Der Weg zurück nach oben! Für diesen Wanderweg lohnt es sich auf jeden Fall, einen Guide zu engagieren.

Wavine Cyrique Falls in Dominica

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In der Hexenküche: Boiling Lake

Mitten im Morne Trois Pitons National Park liegt der Boiling Lake, der einem dampfenden Hexenkessel gleicht. Mit Magie hat das aber nichts zu tun, denn unter dem See liegt eine sogenannte Fumarole.  Dabei handelt es sich um einen Spalt in der Erdkruste, durch den Dampf und Gas ausgestoßen werden. Der 13 Kilometer lange Wanderweg zu dem spektakulären See führt durch dichten Regenwald, vorbei an Mudpots und Flusstälern. Aber Vorsicht: Schwimmen kann man in dem Boiling Lake natürlich nicht!

"Kochender See" in Dominica. Nach einer anstrengenden Wanderung durch Regenwald und Desolation Valley wird der Wanderer mit einem herrlichen Ort mit buchstäblich kochendem See belohnt.

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Auf der Suche nach dem Sisserou Papagei: Morne Diablotins National Park

Im Norden Dominicas liegt der Morne Diablotins National Park, benannt nach dem größten Vulkan der Insel. Erkunden kann man ihn auf dem Syndicate National Trail, der sich in Serpentinen den Berg hinaufzieht. Im Tal blubbern heiße Quellen, während der Gipfel meist in kühlen Dunst gehüllt ist. Der beliebteste Bewohner des Parks ist übrigens der buntgefiederte Sisserou-Papagei. Der einheimische Vogel ist vom Aussterben bedroht und somit das Herzstück des Parks!

Dschungel mit kleinem Bach im morne Diablotins Nationalpark in Dominica

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Zu Besuch bei Mutter und Vater: Trafalgar Falls

Der Spaziergang zu den Trafalgar Falls im Morne Trois National Park ist für jeden Urlauber geeignet: Nach nur zehn Minuten Fußweg erreicht man die spektakuläre Aussichtsplattform! Von hier aus kann man die zwei Wasserfälle bestaunen, die liebevoll »Mother« und »Father« genannt werden. Sie bilden einen türkis-grünen Felsenpool, der von dichtem Moos und tropischen Lianen umrandet ist. Springt ins Wasser und gönnt euch eine kleine Auszeit!

Trafalgar Falls, Morne Trois Pitons Nationalpark (UNESCO Weltkulturerbe), Dominica.

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Der längste Wanderweg der Karibik: Waitukubuli National Trail

Theoretisch würde es ungefähr 14 Tage lang dauern, um den kompletten Wanderweg zu erschließen. Zum Glück ist der Trail aber in ebenso viele Segmente unterteilt! Das ist besonders wichtig, weil zelten in der Karibik eigentlich nicht erlaubt ist. Unterwegs findet man alles, was die Insel zu bieten hat: unberührte Regenwälder, steile Berge und atemberaubende Aussichtspunkte! Ab und zu sollte man eine kleine Pause einlegen, um in den heißen Quellen zu baden oder die heimische Fauna zu entdecken!

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