Das Oktoberfest lockt jedes Jahr unzählige Besucher nach München. Einige reisen um den halben Globus, um das Spektakel in Dirndl und Lederhose live mitzuerleben. Wie ihr euch am besten vorbereitet, um nicht gänzlich aus der Reihe zu schunkeln und welche Begriffe ihr kennen solltet, verraten wir euch hier. Text: Leila Möntmann

A fesches Madl

Klar, denken wir an die Wiesn, so denken wir zuallererst an eine kühle Maß. Doch was wäre das Oktoberfest ohne seine Trachten?

Überall wohin man schaut, Lederhosen und Dirdl in verschiedensten Ausführungen. Da tut man gerne gleich, und schlüpft in eines der feschen Teile. Doch aufgepasst: Wie jede Tracht verkörpern auch Dirndl und Lederhosen gewisse Symbole, die man wissen sollte. Besonders dann, wenn man auf einen Flirt hofft …

Frau im Dirndl auf einem Karussell auf dem Oktoberfest in München

Merpics/Shutterstock.com

Das Outfit des »Madl« besteht meistens aus dem bekannten Dirndl und einer Dirndlbluse. Über dem Dirndl wird eine Schürze gebunden. Hier ist Vorsicht geboten, denn je nachdem, wo ihr die Schleife bindet, seid ihr für die Männerwelt Single (links), verheiratet (rechts), Jungfrau (Mittig) oder Kellnerin (Hinten). Die Schuhe können individuell gewählt werden. Häufig werden Sandaletten oder Turnschuhe dazu kombiniert. Auch häufig gesehen: wunderschöne Flechtfrisuren.

Mann hat es da ein wenig einfacher. Sein Beziehungsstatus bleibt für die Damenwelt erstmal ein Rätsel. Da hilft nur ansprechen. Das Trachtenoutfit der männlichen Gäste besteht im besten Fall aus vier Teilen: Lederhose mit Hosenträgern, Trachtenhemd (meist kariert), Trachtenstrümpfen und Trachtenschuhen. Die klassische Farbpalette besteht aus Tannengrün, weiß, braun, blau und sogar rosa.

drei Männer von hinten in Lederhosen und Trachtschuhen

Sharon Benton/Shutterstock.com

Bayrisch für Anfänger

Im Bayrischen gibt es natürlich viele Worte, die im Rest Deutschlands wenig bis gar nicht bekannt sind. Klar, die Maß ist weithin bekannt. Aber was hat es mit »bieseln« und »obandeln« auf sich. Wir verraten euch einige Wörter, die ihr vor eurem Wiesn-Besuch kennen solltet!

Wiese — Wiesn

München — Mingga

Ein Fass Bier anstechen — O’zapfa!

Bierglas, das einen Liter misst — Maß

Flirten — Obandeln

Auf Wiedersehen! — Pfiad Eich!

Herzlich Willkommen — Griaß Eich!

Wasser lassen — bieseln

Spaß — Gaudi

Brötchen — Semmel

Was gibt’s zu essen?

Wer viel trinkt, muss auch reichlich essen. Nun, dafür ist allemal gesorgt. Die Wiesn sind ein Schlaraffenland für Fleischliebhaber und Naschkatzen. Hier einmal die bekanntesten Köstlichkeiten:

Bayrischer Speisentisch mit Knödeln, Haxe, Brezel und Bier

Alexander Raths/Shutterstock.com

  • Hendl (Hühnchen) und Haxen mit Knödeln und Blaukraut oder Sauerkraut.
  • Wurstsalat aus Fleischwurst, Käse und Gewürzgurken.
  • Weißwürste aus Kalb oder Schwein mit süßem Senf, Brezel und Weißbier
  • Steckerlfisch ist ein am Stab gegrillter Fisch mit Semmeln oder Brezeln
  • Vegetarisch schmausen kann man im Herzkasperlzelt oder im Fisch-Bäda-Zelt
  • Knödel, Knödel und noch mehr Knödel. Semmelknödel, Kartoffelknödel, Spinatknödel, Knödelgröstl. Ihr merkt schon, an Knödeln kommt man auf den Wiesn nicht vorbei
  • Allgäuer Kässpatzen heißen die köstlichen Spätzle mit Käse und gerösteten Zwiebeln

Da schunkelt und prostets

Das richtige Festzelt zu finden, kann so schwer sein wie die Auswahl der Speisen. Es gibt so viele! Aber: »Ein Prosit der Gemütlichkeit« gibt es nur für die, die das Glück haben, einen Sitzplatz zu ergattern. Um die mühsame Suche nach einem der begehrten Tische im Zelt zu umgehen, ist eine Reservierung sinnvoll. Die sollte allerdings sehr früh gemacht werden. Am besten schon Mitte Oktober 2018 – für das Oktoberfest 2019.

Deshalb hier die beliebtesten:

  • Das weltweit bekannteste und am meisten genannte Zelt ist das »Hofbräu«. Was wahrscheinlich auch der Grund des Touristenansturms ist. Hier haben 10.000 trinklustige Platz zum Feiern. Ein großer Teil sind Amerikaner und Australier.
  • Das »Schotten Hamel Festzelt« ist das älteste und wichtigste. Erst, wenn der Oberbürgermeister ruft: »O’zapft is!«, dürfen die übrigen Zelte Bier ausschenken. Auch hier finden 10.000 Menschen Platz. Darunter viele Junge.
  • Wenn die Decke mit weißen Wölkchen und Sternchen erstrahlt, dann steht man eindeutig im Festzelt »Hacker«. Die Stimmung wird angeheizt, von Blasmusik und einer Überraschungsband wie Sportfreunde Stiller oder Campino.
  • Promi-Alarm in »Käfers Wiesn Schanke«. Hier feiert man mit den Spielern des FC Bayer München, Bloggern und Schauspielern. Sehr exklusiv und wenig Platz. Nur 3000 Plätze bietet das Festzelt. Dafür gibt es hier neben Bier auch Champagner.
  • Aber egal, in welchem Zelt sich ein Platz findet: Das Tanzen auf den Bierbänken gehört zur Stimmung wie der Maßkrug zur Wiesn.

    Wiesnzelt des Oktoberfestes mit tausenden Menschen

    Takashi Images/Shutterstock.com

Raus aus dem Zelt, rein in die Achterbahn!

Auch außerhalb der Zelte hat das Oktoberfest einiges zu bieten: Neben Imbissbuden und Verkaufsständen befinden sich über 80 Fahr-, Schau- und Belustigungsgeschäfte auf dem 31 Hektar großen Festgelände. Zu den bekanntesten zählt dabei das Riesenrad Willenborg oder die Achterbahn mit den fünf Loopings, der »Olympia Looping« – seit 1989 prägt sie zur Wiesn-Zeit das Bild der Theresienwiese. Auch ein Ausflug zur Bavaria, der Statue von Bayerns Patronin auf der Theresienhöhe, lohnt sich. Dort bietet sich der schönste Ausblick über das Festgelände.

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