Mit diesen Tipps wird der Besuch des Tempels Angkor Wat in Kambodscha zu einem echten Vergnügen – ohne Gedränge und Stress. Gute Planung, ein bisschen Flexibilität und eine große Portion Abenteuerlust machen den Unterschied bei dieser beliebten Sehenswürdigkeit.

Text: Jennifer Latuperisa-Andresen & Jasmin Faust

1. Frühaufsteher haben die Nase vorn

Der Sonnenaufgang über Angkor Wat ist legendär. Leider aber auch kein Geheimtipp mehr. Dementsprechend voll ist es bereits zu den frühen Morgenstunden. Wer eine halbe Stunde vor allen anderen da ist, bekommt nicht nur den besten Blick, sondern auch ein ruhigeres Erlebnis. Der frühe Vogel hat hier definitiv mehr Platz.

Tipp: Tuk-Tuk-Fahrer, die einen über das Gelände fahren, haben gute Tipps, wann welcher der zahlreichen Tempel im Park von Angkor in ruhigerer Atmosphäre genossen werden kann. Der Haupttempel Angkor Wat ist nämlich bei Weitem nicht der einzige!

Sonnenuntergang in Angkor Wat

Vicky T

2. Sonnenuntergänge für Romantiker

Während sich alle auf den Morgen stürzen, bleibt der Abend oft unterschätzt. Die Angkor-Tempel im goldenen Licht der untergehenden Sonne zu sehen, ist mindestens genauso magisch – und deutlich entspannter. Aber: Hier lohnt es sich, immer auf die Öffnungszeiten zu achten. Nicht alle Tempel haben gleich lange geöffnet.

Tipp: Angkor Wat ist nur bis 17:30 Uhr geöffnet, Phnom Bakheng ist hingegen bis 19 Uhr geöffnet. Perfekt also, um den Sonnenuntergang in Ruhe anschauen zu können.

3. Alternative Tempel entdecken

Der Tempel Angkor Wat mag das Highlight sein, aber umliegende Tempel wie Banteay Srei oder Preah Khan haben ihren eigenen Charme – und oft weniger Besucher. Wer ein bisschen Abenteuerlust mitbringt, kann versteckte Ecken ganz für sich allein genießen.

Aber Vorsicht! Die komplette archäologische Zone von Angkor ist riesig und teilweise noch gar nicht komplett erschlossen. Abgelegene Tempel üben natürlich einen großen Reiz aus, sind aber auch nicht ganz ungefährlich. Aus der Zeit der Roten Khmer sind Teile des Landes noch vermint. Außerhalb der bekannten und erschlossenen Tempel sollte sich niemand alleine auf Erkundungstour machen. Das gilt übrigens nicht nur für verminten Boden, sondern auch für Schlangen.

Tempelanlage von Ankor Wat in Kambodscha

Laurentiu Morariu

4. Tickets im Voraus besorgen

Anstehen an der Kasse? Nicht nötig. Tickets lassen sich im Voraus kaufen, entweder online oder in Siem Reap. So bleibt mehr Zeit für das eigentliche Erlebnis – und weniger Stress am Morgen.

5. Ein Fahrrad für die Freiheit

Statt sich mit Tourbussen durch die Anlage schieben zu lassen, sorgt ein Fahrrad für Flexibilität. Die Wege zwischen den Tempeln sind gut befahrbar, und es gibt jede Menge Fotospots, die man auf zwei Rädern leichter erreicht.

6. Mittagspausen clever nutzen

Die meisten Besucher strömen zur Mittagszeit in die Restaurants – perfekt, um die Tempel in Ruhe zu erkunden. Mit ein paar Snacks im Rucksack lässt sich die Stoßzeit elegant umgehen.

7. Ein Guide macht den Unterschied

Geschichten und Hintergründe bringen die Tempel erst richtig zum Leben. Lokale Guides kennen nicht nur die besten Fotospots, sondern auch versteckte Wege, um den Menschenmassen auszuweichen.

Riesige Baumwurzeln in Angkor Wat

James Wheeler

8. Nebensaison statt Hochsaison

Von November bis Februar ist die Hauptreisezeit. Wer außerhalb dieser Monate reist, erlebt die Tempel oft menschenleer – und spart obendrein bei den Unterkünften.

9. Respektvolle Kleidung wählen

Angkor Wat ist ein religiöser Ort. Knie und Schultern bedecken ist nicht nur höflich, sondern hilft auch, bei der Hitze geschützt zu bleiben. Bonus: Lange Kleidung hält Moskitos fern.

10. Wasser, Wasser und noch mehr Wasser

Die Hitze in Kambodscha und speziell in Angkor Wat ist kein Scherz. Eine wiederauffüllbare Wasserflasche ist Gold wert – und hilft dabei, plastikfrei zu reisen. Wer vorbereitet ist, bleibt auch bei tropischen Temperaturen cool.