Es ist Sommer, und es sind Ferien in Schleswig-Holstein. Grund genug, sich mit Sack und Pack an den nächstbesten Strand zu fläzen, die Kleinen im Sand buddeln zu lassen und einfach mal abzuschalten. Doch was, wenn der Strand bereits bis aufs letzte Sandkorn belegt ist? Keine Panik! Wir kennen zehn lohnenswerte Ausflugsziele für die Ferien in Schleswig-Holstein, die garantiert noch nicht überlaufen sind.
Keine Frage, die Ostsee ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in Schleswig-Holstein. Hier zieht es im Sommer nicht nur Familien aus der Nähe hin, sondern Urlauber aus ganz Deutschland. Es kann also schnell ganz schön voll werden! Zum Glück hält die Region zwischen Glücksburg, der Holsteinischen Schweiz und Travemünde aber auch noch andere Juwelen bereit.
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Du legst uns als Quelle fest. Und wir dich in unserem Herzen. ♥1. Glücksburg: Bester Blick auf Dänemark
Beim kleinen Glücksburg an der Flensburger Förde steckt das Glück ja schon im Namen. Die nördlichste Stadt Deutschlands, gelegen auf der Halbinsel Holnis, ist sogar in der Hauptsaison verhältnismäßig ruhig. Und wer sich auf einen Spaziergang an die Spitze der Landzunge macht, kann über den Meeresarm fast schon nach Dänemark springen, so nah liegt der nördliche Nachbar hier.
2. Eckernförder Bucht: Wissenswertes übers Wasser
Die Hafenpromenade in Eckernförde ist hervorragend zum sommerlichen Flanieren geeignet, das versteht sich ja von selbst. Wer trotz hoher Temperaturen aber ein wenig das eigene Köpfchen zum Arbeiten bringen will, unternimmt hier einen Abstecher ins Ostsee-Info-Center. Denn in dem kleinen Naturkundemuseum werden reichlich Informationen über die örtliche Unterwasserwelt vermittelt, und zwar in Form von Aquarien, Ausstellungen und Mitmachstationen. Große und kleine Besucher lernen so spannende Fakten über Meerestiere, Küstenformen und den Schutz des Lebensraums Ostsee.
3. Kieler Förde und Probstei: In Strauß und Braus
Ganz in Nähe zur Ostseeküste an der Kieler Förde, in Hohenfelde, lebt ein hierzulande eigentlich unüblicher Zeitgenosse: der Vogelstrauß. Auf der Straußenfarm Ostseeblick haben die mehr als 300 imposanten Federtiere nicht nur beste Aussicht aufs Meer, sondern leben auf den Weiden und Stallungen des Betriebs das beste Leben. Davon können Besucher sich ein eigenes Bild machen, ebenso von der Aufzucht und Fütterung der Strauße. Und das perfekte Mitbringsel vom Ausflug gibt’s im Hofladen.
4. Hohwachter Bucht: Ganz nah an den Kranichen
Wir bleiben bei geflügelten Bewohnern in Schleswig-Holstein, und diese können tatsächlich fliegen: die Kraniche rund um die Hohwachter Bucht. Die Zugvögel steuern die Feuchtwiesen und den Binnensee in schöner Regelmäßigkeit zum Rasten und Energietanken an und lassen sich dabei bestens beobachten. Angehende Vogelkundler steuern dafür den eigens eingerichteten Kranichrundwanderweg an, die beste Aussicht gibt’s dann vom Kranichturm. Wer auf Nummer sicher gehen will, plant den Ausflug in den Morgen- oder Abendstunden ein.
5. Ostseespitze: Achtsam durch die Natur
»Achtsamkeit« hat sich ja auch so ein bisschen zur Worthülse entwickelt. In Großenbrode allerdings ist der Begriff noch zutreffend, denn auf dem örtlichen Naturerlebnis- und Achtsamkeitspfad finden Spaziergänger zur Natur und vielleicht auch zu sich selbst. Mehrere Stationen entlang des Rundwegs geben Besuchern die Möglichkeit, innezuhalten und auf die Umgebung zu achten. Perfekt für alle, die etwas Ruhe suchen.
6. Fehmarn: Ausflug mit Akustikbegleitung
Fehmarn ist zu jeder Jahreszeit und bei jeder Aktivität einfach hinreißend. Wer die Insel aber aus einer ganz neuen Perspektive und im eigenen Tempo entdecken will, besorgt sich den Audioguide vom örtlichen Tourismus-Service. Insgesamt 37 Stationen sind auf der Insel verteilt und gewähren einen Einblick (oder Einhörer?) in Natur, Geschichte und Kultur. Abrufbar sind die Soundschnipsel auf allen gängigen Audio-Streamingplattformen.
7. Holsteinische Schweiz: Fünf Seen auf einen Streich
Wer gleich zwei Meere vor der eigenen Haustür hat, übersieht vielleicht schon mal die nicht minder hübschen Binnengewässer. In der Holsteinischen Schweiz gibt es davon gleich mehrere. Zu den Ausflugsklassikern zählt dabei die Fünf-Seen-Fahrt, die eben über fünf Gewässer und an Orte wie Eutin, Malente oder Plön führt. Doch nicht nur die idyllischen Städtchen locken, auch der unvergleichliche Blick vom Wasser auf die vielfältige Uferlandschaft ist ein echtes Highlight im Sommer.
8. Bosau am Großen Plöner See: Kunst in der Dunkerschen Kate
Immer nur rumliegen und den Kopf nicht anstrengen ist auf Dauer auch langweilig. Ab und zu muss es schon etwas Kunst und Kultur sein. In Bosau am Großen Plöner See ist die Adresse der Wahl dafür die Dunkersche Kate. Das urige Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert ist heute das perfekte Ausflugsziel, denn in der Kate werden pro Jahr rund 20 verschiedene Ausstellungen gezeigt, hinzu kommen mehrere Kunsthandwerksmärkte. Im angrenzenden Garten mit überdachtem Picknickplatz schmeckt dann die mitgebrachte Brotzeit gleich doppelt so gut.
9. Lübecker Bucht: Einmal zur Einkehr
Falls es bisher noch nicht klar geworden ist: Schleswig-Holstein ist wie gemacht zum Wandern und Radfahren. Und was darf dabei nicht fehlen? Na klar, die wohlverdiente Einkehr. Zwischen Neustadt in Holstein und den Stränden der Lübecker Bucht sollte dazu das Gut Sierhagen angesteuert werden. Der historische Adelshof, idyllisch gelegen zwischen Feldern und Wäldern, beherbergt heute unter anderem eine Gärtnerei, einen Gutspark – und ein Café im ehemaligen Palmenhaus. Nach einem ausgedehnten Spaziergang können sich Ausflügler hier mit Kaffee, Kuchen und kleinen Speisen belohnen. Wohlverdient, natürlich.
10. Dahme an der Ostsee: Auf der Steilküste zum Leuchtturm
Ein Text über die Ostsee wäre nicht komplett, käme nicht mindestens ein Leuchtturm vor. Ein besonders schönes Exemplar finden Spaziergänger, die den Weg über die Steilküste bei Dahme in Angriff nehmen. Schon während des Laufens eröffnet sich ein traumhafter Blick aufs Meer, das perfekte Postkartenmotiv ergibt sich dann bei Ankunft am Leuchtturm Dahmeshöved. Der markante Backsteinbau bildet den perfekten Kontrast zur grünen Umgebung. Wer hinauf möchte, muss die Führungen mittwochs, freitags oder sonntags, von April bis Oktober und jeweils zwischen 15 und 17 Uhr, abpassen.
Noch mehr Informationen gibts auf der Tourismus-Website von Schleswig-Holstein.
Häufige Fragen zur Ostseeküste in Schleswig-Holstein
Wo liegt die Ostseeküste in Schleswig-Holstein und welche Orte sind besonders bekannt?
Die Ostseeküste in Schleswig-Holstein erstreckt sich von Glücksburg bis Travemünde mit insgesamt 384 km Küstenlinie. Besonders bekannte Orte sind Timmendorfer Strand, Neustadt, Dahme, Scharbeutz, Fehmarn (die einzige Ostseeinsel in Schleswig-Holstein), Eckernförde, Kiel und Lübeck.
Welche Strände an der Ostsee in Schleswig-Holstein lohnen sich besonders?
Die besten Strände sind die feinsandigen, breiten Küsten der Lübecker Bucht (über 50 km Sandstrand), der Grömitz-Hundestrand (1,7 km Strandkörbe), der Rettin-Strand (flach und flachwasserreich) und Naturstrände wie Schwedeneck und Strande mit wild-romantischen Dünenmulden.
Was kann man an der Ostsee in Schleswig-Holstein außer Baden machen?
Beliebt sind Radfahren auf dem Ostseeküsten-Radweg (200 bis 300 km), Wandern an der Steilküste Dahme, Vogelbeobachtungen in der Aalbeek-Niederung und Besuche des Hansa-Parks oder des Sea Life Timmendorfer Strand. Kiten und Windsurfen auf Fehmarn sowie ein Ausflug nach Kappeln oder Laboe mit U-Boot lohnen sich ebenfalls.
Wann ist die beste Reisezeit für die Ostsee in Schleswig-Holstein?
Die beste Zeit für Strandurlaub ist von Mai bis September, wenn die Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad liegen und die Wellen sanft sind. Im Winter sind die Strände einsam und ideal für ausgiebige Spaziergänge. Der Weltfischbrötchentag findet jeweils am ersten Samstag im Mai entlang der gesamten Ostseeküste statt.
Welche Badehinweise und Sicherheitsregeln gelten an der Ostsee in Schleswig-Holstein?
Bei roter Flagge ist Baden im Meer strengstens untersagt, bei gelber Flagge nur eingeschränkt zum Schwimmen geeignet. Rip-Strömungen sind die Ursache für viele Badeunfälle, daher sollte das Wasser nicht in der Nähe von Buhnen, Molen und Sandbänken betreten werden. Feuerquallen können in heißen Sommern Strandabschnitte sperren; bei Kontakt hilft Essig auf die betroffenen Hautstellen.








