Baumwipfelpfade sind schon etwas Schönes. Man ist mitten in der Natur und kann den Wald aus einer ganz neuen Perspektive erleben. Es gibt mittlerweile Dutzende von Baumwipfelpfaden, doch jeder hat seine Besonderheit. Wir stellen euch besonders schöne Baumwipfelpfade vor.

Ein Spaziergang durch den Wald tut der Seele gut. Er macht nicht nur Spaß, sondern ist auch gut für die Gesundheit. Grund sind verschiedene chemische Botenstoffe im Wald, die von Bäumen, Sträuchern und Pflanzen verströmt werden. Darunter auch die sogenannten Terpene. Sie sorgen dafür, dass der menschliche Körper verstärkt Killerzellen produziert, die Krankheiten entgegenwirken. Zudem macht ein Ausflug ins Grüne glücklich, senkt den Blutdruck und wirkt stressreduzierend. Also: runter von der Couch, Schuhe geschnürt und ab ins Grüne! Ein besonderes Wald-Erlebnis ist der Besuch eines Baumwipfelpfades. In Deutschland gibt es mittlerweile fast 20 davon. Mit einer sanften Steigung schlängeln sich die bis zu 1.500 Meter langen Pfade durch die Bäume und bieten tolle Blicke.

Baumwipfelpfad Bayerischer Wald

Erlebnis-Akademie AG

Durch alte Baumkronen im Kalten Tal in Bad Harzburg

Da wäre zum Beispiel der Baumwipfelpfad in Bad Harzburg, nur wenige Kilometer von Ilsenburg entfernt. Der rund 1.000 Meter lange Pfad führt auf bis zu 26 Metern Höhe durch die alten Baumkronen des Kalten Tals. Auf 18 Plattformen und Brücken findet man 33 verschiedene Erlebniselemente, Ruhestationen und Wissenswertes vor. Thematische Führungen zu Insekten, der Pflanzenwelt oder Sonnenauf- und Sonnenuntergangsführungen werden das ganze Jahr angeboten. Manchmal gibt es hoch in den Wipfeln der Bäume sogar ein Konzert. Der Pfad lohnt einen Besuch – und ist besonders für Familien geeignet!

Mehr über den Harz erfahrt ihr in unserer Reportage, in der Marie Tysiak von viel Action im Harz berichtet.

Lichtfangabende im Nationalpark Hainich

Wer den 546 Meter langen Baumkronenpfad im Unesco-Weltkulturerbe Nationalpark Hainich begeht, entdeckt den »Urwald mitten in Deutschland«, ein sonst unzugänglicher Bereich des Nationalparks. Hier leben rund 500 Käferarten und 560 Großschmetterlingsarten. Im Sommer gibt‘s nach Sonnenuntergang »Lichtfangabende« mit Führern auf dem Baumkronenpfad. Vom Licht einer Speziallampe angelockt, lassen sich die Tiere auf einem weißen Tuch nieder und können in Ruhe betrachtet werden. Wer mutig ist, wagt sich auf die zwei Hängebrücken, die wie Äste in den Buchenkronen schwingen. Einen Übernachtungstipp haben wir für die Region übrigens auch.

Betten im Baum im Naturerlebnispark Panarbora

Rund 50 Kilometer östlich von Köln ist der Panarbora in Waldbröl beheimatet. Hier lädt ein 520 Meter langer Pfade mit einer interaktiven Waldausstellung ein, den Wald näher zu erkunden. Hinauf geht’s bis auf einen 40 Meter hohen Aussichtsturm mit Blick ins Grüne!

Blick auf den Baumwipfelpfad Panarbora in Waldbröl

Ketz/Panarbora

Wer per App eincheckt, hört hoch oben spannende Geschichten rund um das Wald-, Pflanzen- und Tierleben und an unerwarteten Stellen Tiergeräusche. An sechs Wissens-Stationen in den Bäumen vermitteln Filme, Bilder, Grafiken und Spiele Einblicke in Flora und Fauna. Die kleinsten Gäste entdecken den Wald beim Memory und Puzzeln, mit Drehscheiben und Waldbrettspielen. Absolutes Highlight: fünf Baumhäuser zum Übernachten – kuschelige »Betten im Baum« für zwei bis sechs Personen.

Tunnelrutschen im Schwarzwald

In jedem Park wartet eine andere Überraschung. So sorgt zum Beispiel die bis zu 80 Meter lange Tunnelrutsche auf der Anlage im Schwarzwald für einen rasanten Abstieg nach unten.

Rutsche im Baumwipfelpfad im Schwarzwald

Erlebnis Akademie AG

Ausgestattet mit Matten, kann man den Pfad über die Röhrenrutsche verlassen. Davor geben didaktische Lehrstationen Einblicke in Flora und Fauna, der 40 Meter hohe Aussichtsturm bietet einen Blick bis in die Schweizer Alpen. Auch der Turm ist eine architektonische Attraktion: Die Hauptstützen neigen sich vom Mittelpunkt weg und sind zusätzlich gegen den Uhrzeigersinn gekippt

Waldolympiade auf Rügen

Wer einen Besuch des Baumwipfelpfades auf Rügen einplant, sollte Kraft und Zeit mitbringen. Zapfen-Werfen, Bäume-Schaukeln, Samen-Tasten. Die Teilnahme an der »Waldolympiade« auf dem Baumwipfelpfad im Naturerbe Zentrum Rügen verlangt vollen Körpereinsatz. Doch nicht nur Kraft und Geschicklichkeit sind gefragt. An verschiedenen Stationen können Kinder und Eltern ihr Wissen über den Wald und seine Bewohner testen. Beim Zieleinlauf auf Europas einzigem Baumwipfelpfad mit Meerblick erwartet die Teilnehmer in 82 Meter Höhe ein atemberaubendes Panorama. Das Team, das am Ende der Rallye die meisten Seeadler-Postkarten gesammelt hat, gewinnt.

Kind auf dem Baumwipfelpfad auf Rügen

Erlebnis Akademie AG

Verstecken spielen macht Spaß. Aber noch viel spannender wird das Versteckspiel in den Baumkronen bei der Familienführung »Wer hat sich im Wald versteckt?«. In den mächtigen Buchen rund um den Baumwipfelpfad leben Tiere, die besser sehen und hören als wir – und die sich obendrein perfekt tarnen können. Werden die Kinder sie trotzdem finden? Das Eichhörnchen in seinem Kobel, den Specht in seiner Höhle. Und war der graubraune Schatten da eben nicht ein Baummarder?

Insgesamt sieben Projekte dieser Art betreibt die im Bayerischen Bad Kötzing ansässige Erlebnis Akademie AG als europaweit einer der führende Anbieter von naturnahen Freizeiteinrichtungen in Deutschland, Tschechien und der Slowakei.

Viel Spaß beim Erkunden unser toller Wälder in Deutschland!

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