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Das weltberühmte Opernhaus in Sydney leuchtete im Zeichen der Chanukkia – als bewegendes Symbol des Gedenkens und der Solidarität mit der jüdischen Gemeinde. Ein starkes Bild, das den Blick auf ein Fest lenkt, das jedes Jahr Millionen Menschen weltweit verbindet: Chanukka, das jüdische Lichterfest.

Wenn im Winter die acht Lichter der Chanukkia entzündet werden, beginnt eine besondere Zeit voller Wärme, Freude und Hoffnung. Zwischen dem 14. und 22. Dezember 2025 erstrahlen vor allem Israels Städte und Dörfer in festlichem Glanz. Fenster, Balkone und Plätze werden von tausenden Lichtern erhellt. Hier erfährst du mehr über die Bedeutung der Chanukka.

Chanukka: Geschichte, die bis heute leuchtet

Chanukka erinnert an ein Wunder aus dem 2. Jahrhundert v. Chr.: Nach der Rückeroberung des Jerusalemer Tempels reichte das geweihte Öl eigentlich nur für einen Tag – doch das Licht brannte acht Tage lang. Bis heute wird an jedem Abend ein weiteres Licht der Chanukkia entzündet, gut sichtbar nach außen gerichtet. Für Besucher ist dieser Brauch eine eindrucksvolle Einladung, jüdische Tradition hautnah zu erleben.

Chanukkaleuchter

Foto: Dana Friedlander/Israel Ministry of Tourism

Festliche Atmosphäre in Israels Städten

Während Chanukka verwandelt sich Israel in ein wahres Lichtermeer. Tel Aviv zeigt sich modern und lebendig, mit blau-weißen Illuminationen entlang der Boulevards. Jerusalem verbindet jahrtausendealte Tradition mit zeitgenössischen Feiern in den Gassen der Altstadt. Haifa begeistert mit seiner besonderen Vielfalt: Hier werden Chanukka, Weihnachten und andere Winterfeste gemeinsam gefeiert, ein eindrucksvolles Zeichen des friedlichen Miteinanders.

Museen, Kulturzentren und Gemeinden laden zu Konzerten, Führungen und Familienprogrammen ein. Öffentliche Chanukkiot auf zentralen Plätzen machen das Fest auch für Besucher ohne Vorkenntnisse erlebbar.

Ein Licht der Hoffnung

In diesem Jahr steht Chanukka auch im Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Terroranschlags von Sydney. Viele Menschen auf der ganzen Welt sprechen den Angehörigen und Verletzten ihr Mitgefühl aus. Zugleich erinnert das Fest an seine zentrale Botschaft: Licht vertreibt Dunkelheit, Gemeinschaft spendet Kraft und Hoffnung kennt keine Grenzen.

Kulinarische Genüsse und lebendige Bräuche

Israel-Reisende können sich auf typisch israelische Chanukka-Spezialitäten freuen: Sufganiyot, luftige, gefüllte Krapfen in unzähligen Geschmacksrichtungen, gehören ebenso dazu wie Latkes, goldbraun gebackene Kartoffelpuffer. Auf Märkten, in Cafés und Bäckereien sind sie frisch erhältlich.

Nahaufnahme mehrerer Chanuka-Donuts

Foto: Dana Friedlander/Israel Ministry of Tourism

Dazu kommen Spiele wie der Dreidel (Sevivon), Straßenfeste, kostenlose Open-Air-Konzerte und Workshops. Das sind perfekte Gelegenheiten, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen und die festliche Stimmung zu genießen.

Chanukka in Israel ist mehr als ein Feiertag. Auch in Deutschland sieht man diese Tage viele Feierlichkeiten im Rahmen von Chanukka.

Auf der Webseite des »Jüdischen Museums Berlin« findest du weitere Fakten rund um das Chanukka-Fest.