Ach! Ist! Das! Schön! Hier! In der Provence-Alpes-Côte d’Azur geht jedem Frankreich-Besucher das Herz auf. Versprochen. Das i-Tüpfelchen der südostfranzösischen Region sind die Dörfer. Aber nicht irgendwelche. Die schönsten der Region. Wir stellen sie vor.

Séguret

Im Sommer wie auch im Winter plätschert der denkmalgeschützte Springbrunnen, die Fontaine des Mascarons. Von den mittelalterlichen Schloss-Ruinen aus entdeckt man ein wundervolles Panorama. Nicht zu vergessen der Uhrturm aus dem 17. Jahrhundert mit seinem einzigen Zeiger, die Kirche Saint Denis aus dem 10. Jahrhundert sowie die Kapelle Notre-Dame-des-Grâces.

Die schönsten Dörfer in der Provence-Alpes-Côte d’Azur: Seguret

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Das Dorf ist stark mit den provenzalischen Traditionen verbunden und veranstaltet zu Weihnachten die traditionellen Feierlichkeiten: Christmesse, lebende Weihnachtskrippe, Krippenfiguren-Ausstellung. Legt einen Zwischenstopp im Laden des Krippenfiguren-Schnitzers ein, um eure Weihnachtskrippe zu vervollständigen. Séguret leitet sich vom provenzalischen Wort Ségur (sicher) ab, das wiederum vom lateinischen Securitas (Sicherheit) abstammt. Es liegt an einem Berghang an den letzten Alpen-Ausläufern und beherrscht die mit Weinstöcken bedeckte Ebene des Comtat und das Rhonetal.

Venasque

Zu den schönsten Dörfer in der Provence-Alpes-Côte d’Azur gehört Venasque. Das pittoreske Dorf liegt auf einem Felsvorsprung am Beginn der Nesque-Schluchten mit Blick auf Reben, Buschland und Kirschbäume.

Venasque in Frankreich

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Venasque ist eine alte mittelalterliche Ortschaft, in der man durch steile Gassen spaziert, die Kathedrale Notre-Dame und ein prächtiges vorromanisches Baptisterium sowie die Fassade des Hospizes aus dem 17. Jahrhundert und schöne Häuser vom 14. bis zum 18. Jahrhundert entdecken kann. Lokale Erzeugnisse: Kirschen mit Gütesiegel Monts de Venasque, Weintrauben Muscat de Venasque und AOC Muscat du Ventoux.

Ménerbes

Ménerbes gleicht von oben gesehen einem steinernen Schiff. Besonders schön ist der weite Blick auf den Luberon und die Vaucluse-Berge (Monts de Vaucluse). Aber auch die Gassen mit den Stadthäusern aus dem 18. Jahrhundert und alten Wohnsitzen sind sehenswert. Im Dorf wohnten berühmte Künstler; unter anderen der Maler Nicolas de Staël, Picasso und Dora Maar, aber auch der englische Schriftsteller Peter Mayle, der in den 80er Jahren mit seinem Roman »A Year in Provence« dafür sorgte, das Ménerbes weltweit berühmt wurde.

Menerbes in Frankreich

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Heute besichtigt man das ungewöhnliche Musée du Tire-Bouchon (Korkenzieher-Museum) des Weingutes Domaine de la Citadelle, das auch seit 2018 einen botanischen Garten von 5 ha Terrassen mit mehr als 400 Pflanzenarten angelegt hat http://www.domaine-citadelle.com/ und verkostet die Weine der Côtes du Luberon im prächtigen Maison de la Truffe et du Vin (Trüffel- und Wein-Haus).

Roussillon

Das Dorf sitzt auf einem Ockerfelsen und bietet dem Besucher mit seinen farbenprächtigen Gemäuern, Dächern und Fassaden in den rötlichen Tönen der umgebenden Natur ein perfektes Farbschauspiel.

Dorf Rouissillon in Frankreich

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Lange Zeit lebte es sehr gut vom Abbau der Ockererde mit ihren natürlichen Pigmenten, bis synthetische Farben gefragt waren. Die Geschichte des bunten Gewerbes kann man bei der Besichtigung des Conservatoire des Ocres et des Couleurs erfahren , das in einem alten Ockerwerk untergebracht ist. Hier erfährt man alles über die Nutzung und Verarbeitung von Ocker, es werden auch regelmäßig Ausbildungskurse angeboten.

Tipp: der Ockerweg durch die Ockerbrüche , wo man die Schönheit des Ortes und der warmen Farben entdecken kann, die sich vom intensiven Grün der Mittelmeervegetation abheben; auf dem Radweg »Les Ocres à vélo«  kann man in Ruhe die strahlenden Landschaften des Luberon kennen lernen.

Sehenswert: die Stufengassen im alten Dorfkern, Gewölbegänge und die schönen Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Hübsch ist auch die romanische Kirche Saint-Michel (11. Jh.) mit schöner Fassade aus dem 17. Jahrhundert an einem Felsen, von dem man einen wunderbaren Rundumblick hat, mit Orientierungstafel, Uhrturm mit schmiedeeisernem Glockenaufsatz, zum Teil wiederaufgebaute Ringmauern, Reste einer Burg, die in andere Gebäude integriert wurden

Gordes

Zu den schönsten Dörfer in der Provence-Alpes-Côte d’Azur gehört auch Gordes. Nach den letzten Kurven einer hübschen Straße mit Trockensteinmauern taucht Gordes auf, ein wunderschönes Bergdorf mitten im Luberon-Naturpark. Das Dorf wird von einem Renaissance-Schloss im Zentrum beherrscht. Vielstöckige Häuser an Felswänden, steile gepflasterte Gässchen, Treppen, ein kleiner Platz mit einem Brunnen, Stadthäuser. All das atmet die Harmonie von Stein und Natur.

Sehenswert : das Schloss, das Bories-Dorf (ehemalige Ansammlung von Bauernhäusern aus Trockensteinen) , die Zisterzienser-Abtei Sénanque, der Palast Saint-Firmin und die Höhlenwohnungen, die Bouillons-Mühle, das Sommerfestival.

Zisterzienser-Abtei Senanque in Gordes Frankreich

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Das Schloss Gordes , das 1525 wiederaufgebaut wurde, bestand bereits im Jahr 1031. Sehr gut erhalten, sorgfältig restauriert, verbindet es die Architektur des wirren Mittelalters mit der neuen Lebensart der Renaissance. Der monumentale Kamin im bemerkenswerten Ehrensaal wurde 1902 unter Denkmalschutz gestellt, das gesamte Schloss dann im Jahr 1931.

Lourmarin

Im Süden des Luberon, vor Mistralwinden geschützt, liegt Lourmarin und verzaubert Besucher durch seine besondere Atmosphäre.

Lourmarin in Frankreich

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Das Renaissance-Schloss, der provenzalische Markt (freitags), die Boutiquen, Kunstgalerien, Ausstellungen, kulturellen Orte und Häuser machen Lourmarin zu einem unvergesslichen Urlaubsort. Zahlreiche Künstler waren von diesem Ort begeistert und lebten hier, wie die Schriftsteller Albert Camus und Henri Bosco. Die berühmte Küchenchefin Reine Sammut wirkt hier in ihrem bekannten Feinschmecker-Restaurant, der Auberge la Fenière (Küche für alle ohne Gluten und Laktose).

Sehenswert: Renaissance-Schloss, Glockenturm, Kirche Saint-André und Saint-Trophime, die protestantische Kirche, die Gässchen und alten Fassaden, Brunnen, Freitagsmarkt, Kunstgalerien.

Ansouis

Zu den schönsten Dörfer in der Provence-Alpes-Côte d’Azur gehört auch Ansouis. Es liegt über der Durance-Ebene im Luberon. Das Dorf wird von einem Schloss mit hübschen französischen Gärten überragt, das zu den schönsten im Luberon gehört.

Haus in Ansouis

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Im 10. Jahrhundert war es eine Festung. Im 12. und 13. Jahrhundert wurde sie in eine Burg und im 15. und 16. Jahrhundert in ein Schloss umgebaut. Im Mittelalter war Ansouis ideal gelegen, um die Straße von Aix-en-Provence nach Apt zu überwachen. Das Dorf ist wunderbar erhalten. Bevor man das Schloss erreicht, überquert man den Marktplatz und Gassen mit hübsch restaurierten Häusern. Einige stammen aus dem 15. und 17. Jahrhundert. Mit seinen Fremdenzimmern, Ferienhäusern, Restaurants und Weingütern ist Ansouis ein Dorf, in dem es sich zu allen Jahreszeiten gut leben lässt.

Sehenswert sind die Pfarrkirche Saint-Martin (Ende des 13. Jh.), die Stadtmauern und das Winzermuseum im Château Turcan.

Lust auf mehr schöne Dörfer in Frankreich? Hier gibt’s mehr Infos über die schönsten Dörfer in Centre-Val de Loire, hier über die in Nouvelle-Aquitaine.

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