Südafrika hat sichzu einem der beliebtesten Reiseziele auf dem afrikanischen Kontinent entwickelt. Vor allem Kapstadt hat es vielen Reisenden angetan. Die Stadt gilt als eine der schönsten Metropolen weltweit. Hier einige Gründe, warum eine Reise nach Kapstadt besonders lohnt.

Einmal vom Kap der Guten Hoffnung in die stürmische See blicken

Das Kap der Guten Hoffnung liegt etwa 40 Kilometer südlich von Kapstadt. Auf einem der berühmtesten Pässe der Welt, dem Chapman’s Peak, fährt man den Atlantischen Ozean entlang nach Hout Bay. Das Kap ist der Schrecken von Generationen von Seeleuten: Viele ließen hier ihr Leben, hatten sie doch die Nebel umhüllten Klippen übersehen, die Windverhältnisse falsch eingeschätzt.

Im Naturreservat gibt es viele Möglichkeiten zum Wandern. Von der Plattform am Kap der Guten Hoffnung bieten sich einmalige Aussichten auf den Ozean. Achtung Verwechslungsgefahr: Nicht das Kap der Guten Hoffnung ist der südlichste Punkt Afrikas, sondern das Kap Agulhas.

Chapmans Peak Kapstadt Südafrika

Jacques Burger

Mit der Seilbahn auf den Tafelberg

Der majestätische Tafelberg ist vielen Menschen bekannt als das Wahrzeichen Kapstadts. Er ist 1.086 Meter hoch und bietet Aussichten über die Stadt und die Kap-Halbinsel. Aktive erklimmen ihn zu Fuß, doch er ist auch innerhalb von sieben Minuten per Seilbahn zu erreichen. Übrigens ist er Namensgeber einer Sternenkonstellation: »Mensa« lautet die Fachbezeichnung aus dem Lateinischen. Das Sternbild ist von der südlichen Halbkugel aus sichtbar und ähnelt dem Buchstaben »M«.

Einen coolen Ausblick über Kapstadt genießt ihr auch auf dem Nachbarberg des Tafelsbergs, dem Lion’s Head. rund 90 Minuten wanderst du hinauf.

Mann auf dem Lions Head Kapstadt

Kym Ellis

Auf ein Gläschen ins Weinland

Stellenbosch, Paarl, Franschhoek und Constantia: Rund um Kapstadt tummeln sich mehr als 120 Weinanbaugebiete. Etwa 15 Prozent der gesamten Weinanbaufläche Südafrikas liegen allein in Stellenbosch – daher kennt man die Stadt auch als »Weinhauptstadt Südafrikas«. Das Weinanbaugebiet ist eines der bekanntesten und ältesten in Südafrika, bereits seit dem 17. Jahrhundert findet hier
Weinanbau statt. Die Trauben profitieren von der Sonne und der kühlen Atlantikbrise. Die vielen Weingüter in der Region laden zur Verköstigung ein.

Straße in Stellenbosch, Südafrika

Werner Du plessis

Bummeln an der Victoria & Alfred Waterfront

In dem ehemaligen Hafenviertel finden sich diverse Restaurants, Cafés, Geschäfte, Hotels und Kinos. Sowohl Urlauber als auch Einheimische kommen gern an diesen Ort, um hier einen Tag am Meer zu verbringen. Der Hafen ist sogar noch in Betrieb. Kleine Fischerboote laufen ein und aus, gelegentlich ankern hier auch Kreuzfahrtschiffe. Seinen Namen verdankt das Viertel einem Besuch von Königin Victoria und ihrem Sohn Alfred im Jahr 1860.

Victoria & Alfred Waterfront in Kapstadt

Quality Master/Shutterstock.com

Knallbuntes im Bo-Kaap-Viertel

Regenbogennation – so hat Nelson Mandela sein Heimatland genannt. Nirgendwo in Kapstadt wird die bunte Vielfalt besser deutlich als im Bo-Kaap-Viertel, einem der ältesten und interessantesten Viertel in Kapstadt. Kleine, eng aneinander gereihte und knallbunte Häuser prägen das Bild der im späten 18. Jahrhundert entstandenen Wohngegend und gelten als Wahrzeichen der Stadt. Die Kap-Malaien sind Nachkommen jener Sklaven, die seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts aus Asien kamen. Heute ist die Gegend eines der angesagtesten Viertel der Stadt und bietet euch einige der coolsten Bars, Restaurants und Kunstgalerien.

Auto und Häuser im Bo-Kaap-Viertel in Kapstadt

Claudio Fonte

Was für Kunstinteressierte: das MOCAA und die Norval Foundation

Kapstadt hat sich als Hotspot für afrikanische Gegenwartskunst etabliert. Seit September 2017 lockt in einem historischen Getreidesilo an Kapstadts Victoria & Alfred Waterfront das Zeitz Museum of Contemporary Art Africa. Auf neun Etagen, 6.000 Quadratmetern Galerie und 3.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche entstand hier eines der größten Museen Afrikas für zeitgenössische Kunst. Die private Sammlung afrikanischer Kunst des deutschen Initiators, Kunstsammlers und Namensgebers Jochen Zeitz ist Bestandteil der Dauerausstellung.

Diejenigen unter euch mit einer Liebe zur Bildenden Kunst finden mit der Norval Foundation einen wunderbaren Ort. Das Haus widmet sich der Ausstellung und Erforschung visueller afrikanischer und internationaler Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts und sieht sich als perfekte Ergänzung zum MOCAA. Sie beherbergt die Homestead Art Collection der Familie Norval, die unter anderem umfangreiche Bestände von Gerard Sekoto, Peter Clarke und Sydney Kumalo enthält sowie wechselnde Ausstellungen und einen Skulpturengarten. Die Norval Foundation verbindet Kunst auch mit Naturschutz: Das Museumsgebäude wurde so errichtet, dass es so wenig wie möglich die Umwelt belastet.

Norval Foundation in Kapstadt

Norval Foundation

Per Boot nach Robben Island schippern

Kleine Insel mit historischer Vergangenheit: Rund zehn Kilometer vor den Toren Kapstadts liegt die ehemalige Gefängnisinsel Robben Island. Fast 400 Jahre lang verbannte man Sträflinge an diesen Ort. Der berühmteste unter ihnen ist wohl Nelson Mandela. Beim Anblick der nur vier Quadratmeter kleinen Zelle können die Reisenden nur erahnen, wie groß Mandelas Geist gewesen sein muss, um hier mehr als 20 Jahre durchzustehen und nicht zu verbittern. Erst 1996 verließen die letzten Häftlinge die Insel. Mittlerweile ist sie die größte nationale Gedenkstätte Südafrikas.

Pinguin auf Robben Island, Südafrika

Emmanuel Wabwire

 

 

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