Foto: HTeam/Shutterstock.com
Servicetipps

6 Tipps zum Kofferraum-Packen: Damit alles an Ort und Stelle bleibt

Es ist Sommer, es ist die Zeit des großen Jahresurlaubs. Und damit für viele Reisende die Zeit langer Fahrten im Auto, mit Kind und Kegel. Da kann der Stress unmittelbar vor der Abfahrt nochmal in die Höhe schießen. Wer das vermeiden will, wirft einen Blick auf unsere Tipps zum Kofferraum-Packen, damit auf der Fahrt in den Urlaub alles an Ort und Stelle bleibt.

Warum eine Gummimatte der erste Schritt ist

Wer nicht schon nach ein paar Kilometern Autofahrt ein Hin- und Hergerutsche im Kofferraum erleben will, sollte für Stabilität sorgen. Das ist schon der erste Tipp in Sachen Kofferraum-Packen. Die nötige Stabilität liefert eine Gummimatte. Tasche, Koffer und Co. bleiben so an Ort und Stelle. Wer noch keine hat: Für die meisten Automodelle gibt es haargenau passende Matten. Ansonsten lassen sich auch Universalgrößen erwerben.

Schwer nach unten, leicht nach oben: So bleibt das Gepäck stabil

Wichtig ist es stets, das Gewicht beim Packen gleichmäßig zu verteilen. Will heißen: Große und schwere Koffer kommen nach unten. Darauf werden leichtere Gegenstände wie Taschen oder Tüten gepackt. Außerdem sollten Urlauber darauf achten, das Gewicht von rechts und links gleichmäßig zu verteilen. Ist der Platz optimal ausgenutzt und soll trotzdem auf Nummer sicher gegangen werden, wird das gesamte Gepäck mit einer Decke abgedeckt und anschließend mit Spanngurten festgezurrt. Das sollte für ausreichend Stabilität sorgen.

Übrigens: Zu schnell fahren sollte mit einem vollgepackten Auto ohnehin schon niemand, schon gar nicht in den Niederlanden. Dort wurden kürzlich die Bußgelder angehoben.

Vollbepackter Kofferraum eines Autos, mit bunten Koffern, Taschen, einem Sonnenhut und einem aufgeblasenen Schwimmring

Foto: HTeam/Shutterstock.com

Hochgestapeltes Gepäck wird beim Bremsen zur echten Gefahr

Auch wenn es vielleicht verlockend ist, so sollte das Gepäck auf keinen Fall hochgestapelt werden. Denn dadurch ist es vorbei mit der freien Sicht nach hinten. Und das ist während der Autofahrt ziemlich gefährlich. Apropos gefährlich: Durch die Hochstapelei können leicht Gegenstände durchs Auto rutschen oder gar beim Bremsen durchs Auto fliegen. Eine echte Verletzungsgefahr.

Nicht nur das: Mitfahrer können das Eingequetschtsein zwischen Kofferbergen als ziemlich beengend empfinden – und diesen Missstand auch äußern. Also, lieber bleiben lassen. Denn wer hat schon gern miese Stimmung auf der Fahrt in den Urlaub?

Nichts in den Innenraum

Wenn im Kofferraum irgendwann nichts mehr geht, lockt der Innenraum – denkt so mancher Autofahrer. Aber auch hier gilt: Pustekuchen! Denn dort sollte so wenig wie möglich verstaut werden. Bei starkem Bremsen können die Gegenstände – ähnlich wie beim Hochstapeln – durch das Auto geschleudert werden und so zu Verletzungen führen. Wer Kinder dabei hat und ihnen ein paar Spielzeuge zur Verfügung stellen will, sollte eine Kiste oder einen Behälter mitnehmen.

Zwei Kleinkinder, eins mit Sonnenbrille und eins mit einem Smartphone, sitzen in einem gepackten Kofferraum.

Foto: Dima Sidelnikov/Shutterstock.com

Dort können die Spielzeuge, aber auch Bücher und Malsachen, einigermaßen sicher verstaut werden. Die Boxen sollten sich unter die Vordersitze schieben lassen.

Vollgepacktes Auto: Warum der Reifendruck angepasst werden sollte

Um sicher ans Ziel zu kommen, sollte das zulässige Gesamtgewicht für den Wagen bekannt sein. Das ist im Fahrzeugschein zu finden. Wenn das Gesamtgewicht stimmt, empfiehlt es sich, den Reifendruck an das erhöhte Gewicht anzupassen. Wer das versäumt, muss damit rechnen, dass sich die Fahreigenschaften des Autos verändern können. Der Bremsweg kann länger werden, die Kurvenlage schlechter und unter Umständen besteht sogar die Gefahr, dass der Reifen platzt.

Weniger ist manchmal mehr …

Wenn es mit dem Platz trotz aller Tipps eng wird, müssen Prioritäten gesetzt werden. Was muss wirklich mit? Oft zeigt sich nach dem Urlaub, dass zwei Drittel der eingepackten Kleidungsstücke nicht angezogen wurden und die zweite Flasche Duschgel unberührt wieder mit nach Hause fährt. Auch Lebensmittel müssen nicht unbedingt mitgenommen werden, sondern werden besser erst am Urlaubsort gekauft.

Auf einem Waldweg steht ein Minivan mit geöffnetem Kofferraum, der mit Koffern und anderem Gepäck vollgepackt ist.

Foto: pixel-shot/Shutterstock.com

Häufige Fragen

Wie packt man den Kofferraum sicher und gewichtsgünstig?
Schwere Gepäckstücke wie große Koffer oder Getränkekisten kommen nach unten und nah an die Rücksitzlehne, um den Schwerpunkt tief zu halten. Leichte Taschen und weiche Gegenstände werden oben drauf gepackt. Das Gewicht ist gleichmäßig zu verteilen, damit das Fahrzeug gut lenkbar bleibt.
Wie nutzt man den Stauraum im Kofferraum optimal?
Gepäckstücke sollten wie bei einer Mauer ineinander verklemmt und alle Lücken mit kleineren Taschen oder Beuteln gefüllt werden. Rollen statt Falten spart bei Kleidung Platz und hält sie knitterfrei. Für Ordnung und Überblick eignen sich kleine Transportboxen für lose Teile wie Spielzeug, Bücher oder Snacks.
Was muss im Kofferraum griffbereit bleiben?
Warndreieck, Warnwesten und Verbandskasten müssen jederzeit schnell erreichbar sein und sollten nicht unter Gepäck verschwinden. Wichtige Dokumente, Getränke für die Fahrt und eine kleine Notfalltasche kommen am besten in die Seitentaschen oder auf die oberste Lage. Gepäck darf nicht höher als die Rücksitzlehnen und nie auf die Hutablage.