Die Präfektur Hyōgo im Westen Japans hat Urlaubern einiges zu bieten. Wer im Herbst in der Region ist, sollte sich den Blick auf die alte Bergfestung Takeda-jō nicht entgehen lassen. Diese wird oft mit der Inka-Stätte Machu Picchu verglichen – und kann sogar schweben!
Im Tal von Asago in der Präfektur Hyōgo schafft der morgendliche Nebel im Herbst ein ganz besonderes Bild: Die Burgruine Takeda-jō scheint dann über einem Wolkenmeer zu schweben! Bei diesem Anblick verwundert es wenig, dass die Bergfestung auch als »Machu Picchu Japans« bezeichnet wird. Wobei beide Bauten zudem auch noch fast gleich alt sind. Die Burg Takeda-jō entstand 1443, die peruanische Inka-Stätte Machu Picchu 1450.
Den Auftrag für den Bau von Takeda-jō gab der Yamana-Clan. Allerdings wechselten die Burgherren in den folgenden Jahrzehnten mehrmals, bis der Bau dann 150 Jahre nach der Fertigstellung aufgegeben wurde. Heute steht das restaurierte Bauwerk als Nationales Historisches Kulturgut unter Schutz.
Von hier aus kannst du Takeda-jō am besten sehen

Foto: Asago City
Wer die »schwebende« Ruine einmal mit eigenen Augen sehen möchte, sollte vor allem eines beachten: Der Wecker muss quasi mitten in der Nacht klingeln. Nur dann haben Besucher die Möglichkeit, den Moment abzupassen, wenn frühmorgens kalte Luft aus dem Tal auf mildere Bergtemperaturen trifft. Und wenn dann auch noch die Sonne hinter der Burg aufgeht, ist das Kunstwerk perfekt.
Den besten Blick auf Takeda-jō hat man übrigens vom Aussichtspunkt Ritsuunkyo. Der Aufstieg dauert ab der Takeda Station etwa 40 Minuten und führt durch mystische Waldpfade.
Was die Präfektur Hyōgo sonst zu bieten hat

Foto: Photo courtesy of Himeji City
Die Präfektur Hyōgo im Westen Japans hat aber noch weitaus mehr als die alte Bergfestung zu bieten. Zum Beispiel die weltberühmte Burg Himeji-jō, die seit dem Jahr 1993 Unesco-Weltkulturerbe ist und von Takeda-jō mit dem Zug etwa eine Stunde entfernt ist. Das Bauwerk besteht aus insgesamt 80 Gebäuden, wobei das Herzstück der fünfstöckige Burgfried bildet.
Ein Besuch im Herbst lohnt definitiv, auch weil zu dieser Jahreszeit das Laub der Ahornbäume im Kokoen-Garten nebenan rot färbt und Lichtinstallationen für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgen. Besonders schön ist es rund um die Burg allerdings im Frühling, wenn die Kirchbäume blühen und die rosafarbenen Blüten das weiße Gemäuer umrahmen. Allerdings ist dann rund um Himeji-jō auch richtig viel los!
Die bekannte Metropole Kōbe liegt ebenfalls in Hyōgo

Foto: Matashiro Brewery
Weiter geht die Reise durch Hyōgo: Eine halbe Stunde von der Burg Himeji-jō entfernt liegt die Hafenmetropole Kōbe, die vor allem wegen des Kōbe Beefs weltweite Bekanntheit erreicht hat. Hier gibt’s aber nicht nur köstliches Fleisch, sondern auch Geschichte zu erleben. Ein Must-see ist das Kitano-Viertel mit westlichen Residenzen aus der Meiji-Zeit.
Nur wenige Kilometer entfernt, in der Region Nada-Gogo, befindet sich das Herz der japanischen Sake-Kultur. Hier werden Sake von Weltrang gebraut. Keine Lust auf Alkohol, aber Wellness? Dann auf in den Kurort Arima Onsen, der etwa eine halbe Stunde Zugfahrt vom Bahnhof in Kōbe entfernt ist. Hier können Besucher in einem der ältesten Thermalbäder Japans entspannen.
