Kopenhagen lockt. So könnte man die Attraktivität der dänischen Hauptstadt zusammen fassen. Autor Sebastian Heimer hat sich auf dem Weg gemacht und gleich das schönste Hotel der Stadt mitentdeckt: das Nobis Hotel Copenhagen.

Die dänische Hauptstadt tummelt sich schon seit einigen Jahren mit beständiger Wiederkehr auf den vordersten Plätzen der Umfragen und Rankings zur lebenswertesten Stadt Europas und der Welt. Grund genug für ein gemeinsames Wochenende am Öresund. Genauer gesagt im Nobis Hotel Copenhagen.

Design im Nobis Hotel Copenhagen

Sebastian Heimer

Kulinarischer Hochgenuss im Restaurant Niels

Ein gewöhnlicher Städtetrip wurde es nicht, nein – vielmehr ein ganz persönlicher! Denn was mit einer unaufgeräumten Wohnung in Hamburg begann, könnte ein Bund fürs Leben werden. Dieser Gedanke jedenfalls offenbart sich mir bei der ersten kulinarischen Begegnung mit der Stadt. Gegrillter Hummer mit Sellerie, Apfel und gesalzenen Walnüssen. Dazu frisch gebackenes Sauerteigbrot mit selbstgerührter Butter auf Kefir-Basis. Einfach himmlisch! Was hier noch unprätentiös klingt, aber vollendet schmeckt, entspringt der unaufgeregt modernen skandinavischen Küche von Küchenchef Casper Sundin, der in seinem Restaurant Niels auf Basis regionaler dänischer Produkte kulinarische Kunstwerke auf den weißen Teller zaubert.

Essen im Restaurant Niels in Kopenhagen

Sebastian Heimer

Ein Traum auf weiß quasi – und der perfekte Start in ein Wochenende mit meiner Liebsten, die am selben Morgen noch im Glauben war, es stehe Wohnungsputz auf dem Plan, und nun über ihr Seeteufel-Filet hinweg fasziniert die quirlige dänische Geburtstagsrunde am Nebentisch beobachtet. Der Überraschungstrip ist mir also gelungen. Das Restaurant und auch die angeschlossene Bar werden häufig von Einheimischen frequentiert, erfahren wir von unserem Kellner Erik. »Sehr sympathisch diese Dänen, gar nicht affektiert und überhaupt nicht … sinniere ich noch vor mich hin »…operiert?« ergänzt sie mit einem Kichern. Ambiente, Atmosphäre – alles ist stimmig. Einfach angenehm.

Nobis Hotel Copenhagen

Nobis Hotel Copenhagen von außen

Idealer Ort, um die Stadt zu erkunden: das Nobis Hotel Copenhagen

Das Restaurant ist Teil des im Herbst 2017 neu eröffneten Nobis Hotel Copenhagen mitten im Zentrum unweit des Hauptbahnhofs gelegen, gleich gegenüber der Ny Carlsberg Glyptotek und des Tivoli, einem der ältesten Freizeitparks der Welt. Gerade diese zentrale Lage war ausschlaggebend für meinen Wochenendplan, denn so können wir die Stadt der Rankings später noch gut zu Fuß erkunden.

Nobis Hotel in Kopenhagen

Nobis Copenhagen/Design Hotels

Das Hotel selbst befindet sich in einem liebevoll renovierten Gebäude aus dem Jahr 1903, dessen Mauern zuvor viele Jahre die Königlich Dänische Musikakademie beheimateten.

Musik dringt heute Abend nur von der leicht abgedunkelten Bar herüber, und das in einem ebenfalls angenehm gedämpften Ton. Kaum vorstellbar, dass die meisten der 77 Zimmer des Hauses einmal als Probenräume dienten und die Nobis Suite sogar Teil eines kleinen Konzertsaals war.

Badezimmer im Nobis Hotel Copenhagen

NobisCopenhagen/DesignHotels

Die hohen Decken jedenfalls dürften für eine hervorragende Akustik gesorgt haben.

Elegante, zeitlose Inneneinrichtung

Nach dem Dinner lassen wir den Abend bei einem kleinen Rundgang ausklingen und genießen die abendlichen Lichter und Klänge der Großstadt. Die kalten Novembertemperaturen stören uns nicht. Das opulente Mahl liegt uns wärmend im Magen. Ebenfalls unbeeindruckt von der Kälte scheinen auch die letzten Adrenalinjunkies im Tivoli zu sein. Auch kurz vor Mitternacht noch hört man ihr quietschendes Freudengeschrei bei jedem Looping der nostalgisch ratternden Achterbahn. Lust hätten wir ja schon, durch Kopenhagens Nachthimmel zu sausen. Aber bei 3 Grad? – Respekt!

Zurück im Nobis Hotel Copenhagen erkunden meine kalt gewordenen Finger die auffällige Haptik der Einrichtung. Der mit Lederimitat bezogene Schreibtisch, die Bettbank, selbst die bezogenen Kleiderbügel wollen angefasst werden. Den beeindruckend hohen Decken liegt ein schweres Eichenholzparkett in Chevron-Muster gegenüber auf dem man sofort barfuß laufen möchte.

Nobis Hotel in Kopenhagen, Dänemark

Nobis Copenhagen /Design Hotel

Das elegante, zeitlose Interieur des Zimmers geht auf den schwedischen Architekten Gert Wingårdh zurück. Es wirkt gleichzeitig klassisch und modern und lässt die imposante Architektur angenehm gemütlich erscheinen. Ich komme nicht umhin, die ganze Zeit an übende Streicher zu denken. Sie könnten mir bei meinem Anliegen behilflich sein, und mich jetzt musikalisch unterstützen. Doch heute Abend bin ich noch zu aufgeregt. Zum Glück habe ich zwei Nächte gebucht.

Was macht Kopenhagen eigentlich so lebenswert?

Am nächsten Tag erkunden wir die Stadt und wollen wissen, was sie so lebenswert macht. Ist es ihre Geschichte? Ihre Architektur? Sind es die Menschen, die in ihr leben? Um das herauszufinden, ist unser Trip wohl zu kurz. Daher lassen wir uns treiben, schlendern durch die Gassen, vorbei an den pittoresken Fassaden am Nyhavn, dem berühmten Hafenkanal und heute zum Glück nicht überlaufenen Touristenmagnet. In einer Seitenstraße treffen wir auf ein kleines Café in das wir einkehren. Und langsam bekommen wir eine Ahnung vom Lebenswert dieser Stadt. Es ist der Fluss, das Laufenlassen, das Finden ohne zu Suchen. Ich verliere mich in Philosophie, dabei habe ich doch noch etwas vor … Morgen. Dann aber wirklich.

Hafenkanal in Kopenhagen

Christoffer Chrintz/Shutterstock.com

Wenn man ein Frühstücksei in einem einfachen Eierbecher serviert, dann bleibt es ein Frühstücksei.  Aber wenn das Frühstücksei in einer Porzellanwanne liebevoll auf Heu gebettet den Frühstückstisch erreicht, dann wird der Tag ein anderer. In meinem Fall kann ich das bestätigen. Nach Wellness-Ei und dem beruhigendem Zuspruch zweier Gläser Prosecco, stelle ich Ihr dann endlich die Frage, die mir schon lange auf den Lippen liegt. Kann eine Antwort schöner sein? Kopenhagen! Tivoli! Habt Ihr das gehört? – Ich denke, wir werden uns bald wiedersehen! Wenn‘s wärmer ist, ok? Aber dann im Looping und mit Fanfaren im Konzertsaal.

Anreise. Angenehm entschleunigend lässt es sich mit dem Zug anreisen. Von Hamburg über Fehmarn (in Puttgarden fährt der Zug auf die Fähre) nach Kopenhagen.

Übernachtung.  Nobis Hotel Copenhagen, Niels Brocks Gade 1, 1574 København V, Tel. +45 78741400, Preis: Superior Room ab € 400, Junior Suite ab € 805 pro Nacht. Infos und Buchung hier.

Essen. Restaurant Niels, liebevoll zubereitetes Smørrebrød gibt es einen Steinwurf entfernt bei Lillians Smørrebrød, Vester Voldgade 108, 1552 København V,

 

 

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