Städtetrips kosten zuweilen ein kleines Vermögen. Barcelona dagegen könnt ihr durchaus erkunden, ohne dass anschließend ein großes Loch in eurem Portemonnaie klafft. Eine Reihe von Sehenswürdigkeiten in der katalonischen Hauptstadt sind sogar gratis.

Wer ihr eine Städtereise nach Barcelona in Angriff nehmt, dann müsst ihr erst einmal einige Euro auf den Tisch legen. Aber es lassen sich durchaus auch ein paar Euro sparen. Beim Sightseeing nämlich. Barcelona zum Nulltarif erkunden? Ja, das geht. Wir verraten, wo – und, nicht ganz unwichtig – wann!

Frau beim Sightseeing in Barcelona

Toa Heftiba

Sonntags ab ins Museum!

Das Museu Picasso zeigt über 4.200 Werke des katalanischen Malers Pablo Picasso. Jeden ersten Sonntag im Monat kommt ihr kostenlos in den Genuss der Werke des Künstlers.

Museu Picasso Museum in Barcelona

csp/Shutterstock.com

Aber das ist nicht das einzige Museum, in dem ihr am ersten Sonntag im Monat für lau reinkommt: Auch das Nationale Museum für katalanische Kunst (MNAC) und den Palau Güell könnt ihr dann gratis besichtigen.

Eine etwas andere Regelung haben das Zentrum für zeitgenössische Kultur Barcelona (Centre de Cultura Contemporània de Barcelona, CCCB) und das Museu Marítim de Barcelona. Hier kommt ihr sogar jeden Sonntag kostenlos rein. Allerdings erst ab 15 Uhr!

Gotik pur in der Kathedrale La Seu

Barcelonas bedeutendstes Gotteshaus ist die Kathedrale La Seu. Sie ist der Märtyrerin Santa Eulàlia, der Schutzpatronin Barcelonas, gewidmet.

La-Seu-Kathedrale in Barcelona

Andres Garcia Martin/Shutterstock.com

Falls ihr Zeit und Lust habt, könnt ihr der Kathedrale auch aufs Dach steigen. Das Dach ist begehbar und über einen Aufzug zu erreichen. Von dort oben habt ihr eine tolle Aussicht auf die Stadt, das Umland und das Meer. Freien Eintritt in das Gotteshaus habt ihr vormittags (zwischen 8 und 12:45 Uhr) und am frühen Abend (17:15 bis 19:30 Uhr). Achtung: Die Kathedrale ist nicht zu verwechseln mit der berühmten Sagrada Familia.

Hinauf auf Barcelonas Hausberg

Barcelona hat einen Hausberg. Montjuïc heißt er. Der Berg ist 173 Meter hoch, ergo habt ihr von dort oben eine ganze gute Aussicht über die Stadt. Das ist aber nicht der einzige Grund, weshalb sich ein Besuch lohnt. Dort oben gibt es hübsche Grünflächen und einen alten Friedhof, auf dem unter anderem der Maler Joan Miró begraben liegt. Wer ihr nicht mit der Seilbahn hochfahrt, sondern die Rolltreppe an der zentral gelegenen Plaça d’Espanya nehmt, kommt ihr sogar gratis nach oben.

Blick vom Montjuïc auf Barcelona

Leslie Joseph

Flanieren im Botanischen Garten

Der Botanische Garten in der Nähe des Hafens ist rund 14 Hektar groß und beheimatet circa 1.500 Pflanzenarten. Er gilt als die grüne Lunge Barcelonas.

Jardi Botanic in Barcelona

Petr Brezina

Gerade einmal 3,5 Kilometer sind es vom Plaça de Catalunya hierher. Von dort erreicht ihr den Botanischen Garten mit Bus und Metro binnen einer halben Stunde. Der Spaziergang im Jardí Botànic ist immer sonntags ab 15 Uhr und an jedem ersten Sonntag im Monat sogar den ganzen Tag kostenlos. Der Park ist je nach Jahreszeit von 10 bis 18/19/20 Uhr geöffnet.

Wasser-Show vor dem Nationalpalast

Bevor die Sonne untergeht habt ihr vielleicht Lust, zurück ins Hotel zu gehen und euch ein bisschen frisch zu machen für den Abend. Aber, halt! Kurz vor dem Dunkelwerden bekommt ihr am Springbrunnen vor dem Nationalpalast ein rund 15-minütiges Spektakel mit Wasser, Musik und Lichteffekten für lau geschenkt.

Palau Nacional in Barcelona

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Barcelona zum Nulltarif! Font Màgica (magische Quelle) nennen ihn die Einheimischen. Die Wasser-Darbietungen finden je nach Saison drei- bis fünfmal täglich statt.

Sightseeing-Tour mit den Einheimischen

Es gibt sie mittlerweile in vielen Städten, so auch in Barcelona: Gratis-Touren durch die Stadt. Montags bis freitags ab 10:30 Uhr bietet Barcelona Free Tours englischsprachige Stadtführungen an. Umsonst. Unter anderem geht es durch das gotische Viertel mit seinen verwinkelten Altstadtgassen. Ganz so knauserig solltet ihr allerdings nicht sein. Wenn ihr der Meinung seid, der Guide hat seine Arbeit gut gemacht, dann solltet ihr ihm auch ein Trinkgeld geben.

Straßenmusiker in Barcelona

Richard Hewat

Wenn ihr als Architektur-Fans lieber auf eigene Faust unterwegs seid, dann lauft vom Passeig de Gràcia nur ein paar Meter zu den schönsten Jugendstilgebäuden der Stadt: der Casa Battló und Casa Milà von Antoni Gaudí. Boutiquen, Designer-Geschäfte, Cafés und Restaurants laden dort darüber hinaus zum Shoppen und zu Pausen ein.

Sonne tanken am Strand

Barcelona gehört ja zu den privilegierten Städten Südeuropas, die am Meer liegen. Was liegt da näher, als zwischendurch mal am Strand zu chillen? Das könnt ihr an verschiedenen Küstenabschnitten Barcelonas. Es bieten sich der Playa de Sant Sebastià, Barceloneta, Bogatell, Mar Bella oder Llevant an. Sie liegen wie an einer Perlenkette aneinandergereiht und bringen es zusammen auf eine Länge von knapp fünf Kilometer.

Strand-Panorama Barcelona

Toa Heftiba

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